Neue Hair-Farbe

von Matthias Pohlmann am 28. November 2011kommentieren

Tertia Botha in Hair in BonnNach Kassel und Mannheim nun also Bonn – die mittlerweile dritte Version des Musicals “Hair” auf Basis der Kasseler Inszenierung. Und es fällt schwer, bei dieser Bonner Version nicht ins Schwärmen zu geraten, denn das Musical hat sich seit der Kasseler Premiere entwickelt – und das gewiss nicht zum Schlechteren. Tertia Botha als Dionne bringt Gänsehaut-Feeling bei jeder Zeile, die sie singt und lässt die Skepsis derjenigen, die sich fragten, ob hier die Schuhe Judith Lefebers, die die Rolle in Kassel (und Mannheim) gesungen hatte, nicht zu groß sein könnten, schon nach den ersten Tönen des Musicals in schiere Begeisterung umschlagen. Dazu Maricel als Sheila – umwerfend greift hier zu kurz. Und nach dem Fiasko bei der Premiere in Mannheim auch eine Tontechnik, die den Darstellerinnen und Darstellern auf der Bühne gerecht wird. Den ganzen Artikel lesen »

Gelungener Auftakt

von Franziska Späth und Matthias Pohlmann am 2. November 2011kommentieren

Cash - und ewig rauschen die Gelder in der Komödie der Altstadt in FreiburgIn diesen Tagen ein neues Theater zu eröffnen – dazu in Freiburg, das neben den städtischen Bühnen mit zahlreichen kleineren Bühnen bestückt ist – dazu bedarf es Mut. Und einer genauen Idee davon, was man will – kurzum: Man muss dazu seine “Nische” finden. Mit der “Komödie der Altstadt”, einem Boulevardtheater, hat Jörg Nadeschin den Sprung gewagt und ist seit vergangenen Freitag nun Teil der Theaterszene in Freiburg.. Zum Start (und bis Mitte Dezember) wurde “Cash – und ewig rauschen die Gelder”, eine Farce von Michael Cooney, gespielt – zum sicht- und hörbaren Genuss des anwesenden Premierenpublikums.

Den ganzen Artikel lesen »

Wie die Kinder – eine Hommage an Coeur de Pirate

von Franziska Späth am 22. September 20114 Kommentare

Coeur de Pirate587.918 – so viele „Gefällt mir“ hat die kanadische Sängerin Béatrice Martin bereits auf Facebook. Nur als Vergleich: Die aktuell in Deutschland gefeierte Sängerin ZAZ, deren Hit „Je veux“ in den deutschen Charts rauf und runter gespielt wird, kommt nicht einmal auf die Hälfte an Klicks. Dennoch ist die Band im deutschen Sprachraum noch nicht allzu bekannt, obwohl sie mit ihrem ersten Album „Cœur de Pirate“ die frankophone Szene aufmischte und gleich dreifach Platin für ihr Album in Frankreich erhielt. Die charmante Sängerin ist inzwischen auf Festivals wie den „Francofolies de Montréal“ oder „Le Printemps de Bourge et les Eurockéennes“ zu einer festen Größe geworden. Ihre Lieder hatte sie zu allererst auf „myspace“ veröffentlicht, als sie kurz darauf das Label „Grosse Boîte“ unter Vertrag nahm. Heute feiert sie ihren 22. Geburtstag und wir sagen “Happy Birthday”.

Den ganzen Artikel lesen »

Marie-Elaine Thibert: Live unschlagbar

von Matthias Pohlmann am 3. September 20112 Kommentare

Marie-Élaine Thibert - (c) Josée LafleurSchon wenn man ihre CDs hört, ihre Live-DVD ansieht und –hört oder auf youtube stöbert, erkennt man, dass die québecer Sängerin Marie-Élaine Thibert nicht nur eine Ausnahmestimme hat sondern auch eine Ausnahmeinterpretin ist. Das ganze Ausmaß ihres Talents erlebt man aber erst, wenn man sie wirklich live on stage erleben darf – etwas das Europäern bisher nicht vergönnt ist, es sei denn, sie reisen in den Québec. Das aber soll sich bald ändern, denn Marie-Élaine Thibert hofft, bald auch in Frankreich aufzutreten. Und dann werden zumindest auch die Franzosen Konzerte erleben, bei denen sie ohne Pause zwischen Ganzkörpergänsehaut, Tränen der Rührung, runtergefallener Kinnlade und begeisterten Standing Ovations mit Jubelschreien wechseln werden.

Den ganzen Artikel lesen »

FrancoFolies 2011 zu Ende

von Matthias Pohlmann am 20. Juni 2011kommentieren

Les FrancoFolies de MontréalNach über 250 Konzerten, davon über 150 gratis und Open Air, sind die FrancoFolies 2011 in Montréal gestern zu Ende gegangen. Auch die zweite Hälfte brachte einige Entdeckungen, hier sind insbesondere die québecer Rockerin Alecka und die Singer-Songwriterin Caroline D’été. Einziges besuchtes Innenkonzert war in der zweiten Hälfte Grand Corps Malade, ein zwar ordentliches bis gutes Konzert – aber keines, das auch nur annäherend mit den Erlebnissen bei Éric Lapointe oder gar Marie-Élaine Thibert mithalten konnte. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht und eines ist auch sicher: Das waren nicht die letzten FrancoFolies, auf denen u-kult.de live vor Ort war.

Den ganzen Artikel lesen »

Francofolies: Halbzeit

von Matthias Pohlmann am 16. Juni 2011kommentieren

Les FrancoFolies de MontréalEs ist das weltgrößte Festival frankophoner Musik, les FrancoFolies de Montréal. Über 250 Konzerte, davon über 150 Konzerte open air und gratis, dazu ein Stelldichein der Stars aller möglichen Musikstile innerhalb der Frankophonie. Gestern war Halbzeit – u-kult.de ist erstmals vor Ort und konnte jede Menge Eindrücke sammeln – sowohl von den “Bezahlkonzerten” drinnen wie auch von den Gratiskonzerten draußen. Bis auf zwei Abende war das Wetter auch “mehr als perfekt” – und so zog das Festival die Besucher in Scharen an. Mit einem Paukenschlag deluxe – einem Konzert des québecer Rockers Éric Lapointe begannen die Saalkonzerte für u-kult.de und eigentlich war da schon klar, dass dieses Konzert kaum zu überbieten sein würde. Wie man sich doch täuschen kann – denn dann kam Marie-Élaine Thibert und stellte alles Dagewesene in den Schatten. Eine Halbzeitbilanz. Den ganzen Artikel lesen »

Begeisternde Performance

von Franziska Späth am 12. Juni 2011kommentieren

HeadFeedHandsNicht nur das E-Werk Freiburg konnte sich am vergangenen Wochenende in ganz neuem Licht präsentieren, sondern auch die Kompanie für Neuen Zirkus, Tanz und Theater „HeadFeedHands“. Mit ihrer dritten Produktion [HOW TO BE] ALMOST THERE begeisterte die Freiburger Gruppe mit Günter Klingler, Marion Dieterle, Tim Behren, Christelle Herrscher und Florian Patschovsky ihr Publikum mit einer empfindsamen Performance über Menschen, die versuchen ihren Platz zwischen Isolation und Integration zu finden. Den ganzen Artikel lesen »

Spektakel für den guten Zweck

von Matthias Pohlmann am 9. Februar 2011kommentieren

Einmarsch der Enfoires. Vlnr Zazie, Alizee, Mimie Mathy, Liane Foly, LaamMontpellier, letzte Januarwoche 2011. Wie in jedem Jahr (jedes Mal in einer anderen Stadt) trafen sich gut 30 der größten Stars der frankophonen Musik- und Schauspielszene sowie einige aus dem Bereich des Sports, um möglichst viel Geld für einen guten Zweck (die Finanzierung der “Restos du Coeur”) einzusammeln. Mittels eines Spektakels der Superlative, dessen Größe man zwar an Hand der (im März folgenden) TV-Ausstrahlung oder der (ebenfalls dann erhältlichen) DVD zum Konzert erahnen kann (auch hier fließen alle Erlöse an die “Restos”), wirklich erfassen lässt sich das Ganze aber nur live vor Ort. Der Name des Ganzen “Les Enfoirés” (wir verzichten an dieser Stelle auf eine Übersetzung und verweisen auf leo.org). Der Name der diesjährigen Konzertreihe “Dans l’oeil des Enfoirés” (Im Auge der Enfoirés). Den ganzen Artikel lesen »

Ein Wunder auf bretonisch

von Matthias Pohlmann am 12. Januar 2011kommentieren

Bretonne von Nolwenn LeroyWenn Castingstars Alben veröffentlichen, hört man in Deutschland gerne weg. Insbesondere wenn der Erfolg bei der Castingshow bereits einige Zeit zurück liegt. Das ist – wie bereits vielfach hier erwähnt – in Frankreich nicht ganz so. Wenn allerdings in Frankreich ein in der Bretagne geborener Castingstar ein Album aufnimmt, auf dem sie größtenteils auf bretonisch singt, einige wenige Lieder auf französisch und eines gar auf gälisch, dann geht man auch in Frankreich von einem sicheren Reinfall aus. Und so verwundert es nicht, dass vielfach zu hören war, dass es wohl ein “Dankeschön” von Universal Music an Nolwenn Leroy war, dieser zu erlauben, ein Album mit bretonischen und keltischen Melodien aufzunehmen. Zumal alle Lieder bereits – teils vielfach – von anderen Künstlern veröffentlicht waren. Doch das schlicht “Bretonne” getaufte Album straft in Frankreich gerade alle Erwartungen Lügen: Nach nur einem Monat war das Album “Platin” – und nach Platz 8, Platz 6, Platz 5 und Platz 2 grüßt es seit gestern von der Spitze der französischen Albumcharts.

Den ganzen Artikel lesen »

Auf dem Weg zum Megastar

von Matthias Pohlmann am 3. Januar 2011kommentieren

Amel Bent live au Zénith de Paris, Foto: Matthias PohlmannEs gibt einige Meilensteine für eine Karriere als Musiker(in) in Frankreich. Das erste Album, logisch. (erreichte Amel Bent 2004), fast noch wichtiger – das zweite Album (veröffentlichte sie 2007). Die erste Platinauszeichnung (gab´s fürs erste Album gleich doppelt, für die beiden Nachfolger – bisher – jeweils einfach). Soweit, so parrallel zu unseren Breiten. Ein großer Meilenstein ist aber auch „das erste Olympia“ und „der erste Zénith“. Ersteres ist der „Konzerttempel“ schlechthin in Frankreich und fasst rund 2000 Zuschauer – im Mai 2010 war Amel Bent soweit, diesen Meilenstein zu erreichen. Und gerade mal ein halbes Jahr später war dann – zum Abschluss der Tournee – der erste Zénith de Paris dran (fasst ca. 7000 Zuschauer). Ein fantastisches Konzert wurde dort geboten – und aufgezeichnet, so dass Anfang 2011 mit der ersten Live-DVD (dem nächsten Meilenstein) zu rechnen ist.

Den ganzen Artikel lesen »

VIDEO

TAG CLOUD

© 2006-2011 u-kult.de, das Internetfeuilleton | powered by WordPress