Filmstudios. Solche Dinge passieren wohl nur in Hollywood. Nachdem Schauspieler Tom Cruise kürzlich von Paramount Pictures gefeuert wurde, wird er nun Chef einer anderen Filmfirma. Er wird künftig gemeinsam mit Paula Wagner das traditionsreiche Studio “United Artists” führen.
Manchmal ist es ganz einfach, wenn man arbeitslos wird – man übernimmt einfach die Kontrolle über einen anderen potenziellen Arbeitgeber. Jedenfalls scheint das der Weg von Tom Cruise zu sein, der nun die Kontrolle über das traditionsreiche, einst von Charlie Chaplin mitbegründete Studio United Artists zusammen mit Paula Wagner übernommen hat. Wagner wird der Firma, die MGM gehört, als CEO vorstehen, während Cruise in United-Artist-Filmen auftreten soll. Ihm soll aber erlaubt bleiben, in Filmen anderer Studios aufzutreten.
Sowohl Tom Cruise als auch Paula Wagner waren erst im August nach 14 Jahren von den Paramount Studios vor die Tür gesetzt worden – Summer Redstone selbst, der Vorstandsvorsitzende von Viacom, der Muttergesellschaft von Paramount Studios, hatte Cruises Possenspiele in verschiedenen Talkshows dafür verantwortlich gemacht, dass das Einspielergebnis von “Mission: Impossible III” weit hinter den Erwartungen zurück blieb.
MGM hat außerdem bekannt gegebe, dass sich Cruise und Wagner an United Artists beteiligt hätten, gab aber keine Details bekannt. Es hieß jedoch, dass Cruise und Wagner die “volle Kontrolle” über die Produktionsplanungen haben werde, von einem Volumen von vier Filmen pro Jahr ist die Rede.
United Artists hat einen rasanten Niedergang in den vergangenen Jahren hinter sich, auch wenn das Studio als Mitverantwortliche des neuen James Bond Films “Casino Royale”, der kommende Woche in Deutschland starten wird, wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein treten wird.
Das Studio war 1919 unter anderem von Charlie Chaplin gegründet worden. 1967 wurde das Studio an Transamerica verkauft, die es 1981 an MGM weiterverkauften. MGM seinerseits wurde 2004 von einem Konsortium, dem auch Sony angehört, aufgekauft.
