Archive for November, 2006

Frisch renoviert – der neue VOX-Mittwoch

von Matthias Pohlmann am 9. November 2006

© VOXVOX. Mit dieser Woche steht für VOX eine einschneidende Veränderung an, denn mit dem Abgang von “CSI” zu RTL verschwindet der letzte Teil der alten “Mittwochs-Erfolgsformel” von seinem angestammten Platz. Ausgerechnet “gegen” die Fußballnationalmannschaft beginnt für VOX nun also eine neue Zeitrechnung. Wir fassen zusammen.

Enie van de Meiklokjes und ihre derzet im VOX-Vorabendprogramm pausierende Sendung “Wohnen nach Wunsch” hat mit dem Renovieren bei VOX ausnahmsweise nicht zu tun – es ist statt dessen ein teilweise freiwilliger, teilweise von RTL erzwungener Umbau eines der erfolgreichsten Abende der Woche für den Kölner Sender. Denn jahrelang hieß die Erfolgsformel an diesem Tag:

  • 20:15 Uhr: CSI
  • 21:10 Uhr: Medical Detectives, eine dokumentarische Serie über Gerichtsmedizin
  • 22:05 Uhr: Profiler, eine US-Krimiserie aus den 1990ern (ab 2005 mit Doppelfolgen).
Der erste Schritt zum Umbau des Mittwoch Abends geschah dann im März 2006, indem an die Stelle von “Medical Detectives” Wiederholungen der montäglichen Serie “Criminal Intent” traten und der Mittwoch Abend somit komplett mit fiktionalem (Krimi-)Programm belegt war. Im September dann der nächste Schritt des Umbaus: “Profiler”, eine Serie, die in den USA längst abgesetzt und auch in Deutschland bereits in der Wiederholungsschleife war, wurde auf eine Ausstrahlung pro Woche verkürzt, auf den Programmslot um 22:05 Uhr rückte statt dessen “Boston Legal”, eine Serie von David E. Kelley, mit dessen Serie “Ally McBeal” einst der Erfolg von VOX mit US-Serien angefangen hatte.
Im Zuge des Wechsels von “CSI” zu VOX verschiebt sich nun “Criminal Intent” auf den wichtigen 20:15 Uhr-Slot – ab dieser Woche mit neuen Folgen. Der neue Mittwoch sieht dann also so aus:
  • 20:15 Uhr: Criminal Intent: VOX geht ein großes Risiko, denn bisher konnte noch keine Serie des “Law & Order-Franchises aus dem Stand heraus und ohne starkes Lead-In überzeugen: “Law & Order” hat auf RTL den Vorlauf von “CSI: Miami”, “Dr. House” und “Monk” – und “Law & Order: New York” (Law & Order: SVU) bescherte RTL II anfangs so niedrige Quoten, dass man die Serie sofort wieder abgesetzt hatte – erst nach vielen Staffeln erreicht die Serie heute Quoten über dem Senderschnitt von RTL II.
  • 21:10 Uhr: The Closer: Mit dieser Serie versucht VOX, nach vielen Serien über Spezialisten mal wieder eine Krimiserie alter Schule. “The Closer” ist in den USA ein großer Erfolg – jetzt muss sich zeigen, ob das auch in Deutschland gilt – und zwar ohne “CSI” davor.
  • 22:05 Uhr: Boston Legal: Neben den “Gilmore Girls” ist dies die einzige US-Serie in der VOX- Primetime, die nicht dem Genre “Krimi” zuzuordnen ist. Nach fast zwei Monaten sollte aber zumindest diese Serie ihre Fanbasis gefunden haben und auch ohne “CSI” Erfolg haben.
Problematisch könnte sich für VOX erweisen, dass gerade am ersten Mittwoch ohne “CSI” parallel ein Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im ZDF übertragen wird. Wir bleiben dran.

Im Kino geht's zur Sache

von David Meiländer am 8. November 2006

Kuss im KinoPartnerschaft. Längst ist das Kino nicht mehr nur ein Ort zum Filmeschauen. Für viele sind die Lichtspielhäuser auch ein idealer Ort für ein romantisches Treffen. Das ergab eine Umfrage des Verbandes der Kinoverleiher und der Partneragentur Parship. Fast 50 Prozent der Teilnehmer gaben an, sich im Kino das erste Mal näher gekommen zu sein.

Kinos sind längst nicht mehr dazu da, um Filme zu schauen. Denn in den Lichtspielhäusern dieser Welt geht es auch um Romantik und Liebe. Für viele sind sie sogar der ideale Ort zum Flirten. Das ergab eine Umfrage der Online-Partneragentur Partnership.de und des Verbandes der Kinoverleiher. Mit dem Vorschlag ins Kino zu gehen kann man sogar richtig punkten, denn für 55 Prozent der Befragten sei ein Date im Kino zwar “überraschend, aber passend.” Für mehr als Zwei Drittel ist das Kino ein guter Ort für ein romantisches Treffen, das bei nicht wenigen auch im ersten Kuss endet. Fast 50 Prozent der Teilnehmer gaben an, sich schon einmal im Kino das erste Mal näher gekommen zu sein.

Erotische Szenen nicht peinlich, sondern anregend

Wenn sich hingegen die Schauspieler auf der Leindwand näher kommen, ist es zumindest für einen großen Teil nicht peinlich, sondern eher anregend. Über 25 Prozent der Befragten meinen, dass das die erotische Spannung des Treffens aufladen könne. Die meisten geben sich dann allerdings doch konservativ. Sie diskutieren im Anschluss an den Film (51,3 Prozent), gehen gemeinsam essen (21,2 Prozent) oder bummeln (16,1 Prozent). Nur magere 4,2 Prozent der Männer würden ihre Begleiterin anschließend zu sich nach Haus einladen, bei den Frauen sind es sogar nur verschwindend geringe 0,2 Prozent.

Männer deutlich kompromissbereiter bei Filmauswahl

Erstaunlich war das Ergebnis bei der Frage nach der Filmwahl. Hier geben sich die Männer deutlich kompromissbereiter: 9,9 Prozent von ihnen würden ihrer Begleitung zuliebe einen Film ansehen, der sie überhaupt nicht interessiert. Zu gleichem sind lediglich 0,7 Prozent der Frauen bereit. “Frühere Studien von uns haben schon ergeben, dass Männer stärker unter ihrem Single-Dasein leiden und deshalb aktiver eine Beziehung suchen”, sagt Tanja Knott, Pressesprecherin von Parship. “Insofern passt es, dass sich Männer in unserer Umfrage als gefühlsbetonter und romantischer entpuppen.”

An der Umfrage haben etwa 2700 Mitglieder der Onlinepartneragentur teilgenommen. Europaweit nutzen heute nach Firmenangaben rund zwei Millionen Singles Parship, die von der in Hamburg ansässigen Parship GmbH betrieben wird. Von Deutschland aus hat das zu Holtzbrinck gehörende Unternehmen seinen Service seit 2002 in neun weiteren europäischen Ländern eingeführt.

Captain Kirk hat umgeschult

von Matthias Pohlmann am 6. November 2006

Boston Legal mit William Shatner. © VOXBoston Legal. Eigentlich ist er der ewige Captain eines Raumschiffes. Doch nun ist er auch Anwalt. Kann das funktionieren? Es kann und es ist extrem unterhaltsam. Wir haben die Serie mit Williem “Kirk” Shatner unter die Lupe genommen – und uns dabei sehr gut unterhalten gefühlt. Read the rest of this entry »

Babylon 5: Aus drei werden zwei

von Matthias Pohlmann am 6. November 2006

Babylon 5

Babylon 5. Am 13. November starten die Dreharbeiten für die DVD “The Lost Tales”. Der Erfinder der Serie, J. Michael Straczynski, äußerte sich jetzt zum Inhalt der Produktion. Demnach werde es zunächst nur um John Sheridan und Elisabeth Lochley gehen. Der Erzählstrang mit Michael Garibaldi muss aus Platzgründen “verschoben” werden, sagte Straczynski.


Der Drehstart der Direct-to-DVD-Veröffentlichung “Babylon 5: The Lost Tales” steht mit dem 13. November kurz bevor und B5-Mastermind J. Michael Straczynski (JMS) gab nun einige weitere Details zu dem Projekt bekannt. So gab es Informationen zur Entstehungsgeschichte und Veränderungen am Konzept:

Aus drei Geschichten mach zwei

© Warner Bros.Ursprünglich waren drei Geschichten rund um die Charaktere John Sheridan, Elisabeth Lochley, Galen und Michael Garibaldi geplant. Diese drei großen Geschichten sollten auf einer DVD veröffentlicht werden und so habe sich er, JMS, daran gemacht, drei Drehbücher rund um diese Charaktere zu schreiben. Dabei sei von Anfang an klar gewesen, dass man einige neue Produktionstechniken ausprobieren wollte, da diese Vorreiterschaft “Babylon 5” schon immer ausgezeichnet habe.

Nachdem dann aber die Produktion vorbereitet und die Crew zusammengestellt war, hat Quasi-Regie-Novize J. Michael Straczynski nach eigenen Angaben erst gemerkt, wie viel er sich da vorgenommen hatte und entschied sich dazu, eine der drei Geschichten auf die nächste DVD zu verschieben: “Da die Garibaldi-Geschichte visuell und technisch die komplizierteste und auch die schwierigste aus Sicht der CGI-Leute ist, ist das die, die wir – möglicherweise – aufs nächste Mal verschoben haben. Die beiden anderen Geschichten wurden im Gegenzug verlängert.”

Veränderungen und Kontinuität

Ein Teil dessen, was derzeit zu tun ist, betrifft auch die Überarbeitung des Designs von “Babylon 5“. Die orginale Serie war auf Basis der 1993 zur Verfügung stehenden Technik entstanden – mittlerweile sind 13 Jahre ins Land gegangen. Es wird nach Angaben von JMS viel Zeit, Anstrengung und Geld in einige Veränderungen der Optik gesteckt, um diese auf den heutigen Stand zu bringen – “Battlestar Galactica” wurde hier als eine Art Referenz angegeben. Dennoch soll natürlich das “Babylon 5-Gefühl” erhalten bleiben.

Bereits seit längerem ist bekannt, dass Christopher Franke sich bereit erklärt hatte, wieder die musikalische Leitung zu übernehmen – ebenfalls wenig überraschend kommt die Ankündigung von JMS, dass er “einen netten Wink” zu Andreas Katsulas und Richard Biggs, den beiden mittlerweile verstorbenen ehemaligen “Babylon 5“-Darstellern, eingebaut habe.

Gute Chancen auf weitere Folgen

© Warner BrosWenn die Verkaufszahlen nur annährend die Erwartungen erfüllen, die Warner Bros. in diese Veröffentlichung setzt, dann besteht wohl wenig Grund, daran zu zweifeln, dass es weitere Babylon 5-DVDs geben wird. “Also werden wir uns jetzt auf die beiden anderen Geschichten konzentrieren (…). Sie haben die gleiche Länge, die gleiche Laufzeit und sind nun sogar größer als zunächst angenommen, da das Budget für die dritte Geschichte nun den beiden ersten zur Verfügung steht”, so JMS.

Bleibt zu hoffen, dass man den beiden Geschichten ihre künstliche Verlängerung am Ende nicht anmerkt.

Wechselhafte Quoten für Bones

von Matthias Pohlmann am 6. November 2006

Bones und Booth...RTL. Seit dem 19. Oktober zeigt RTL die Serie “Bones – Die Knochenjägerin”. Doch ein Erfolg ist sie nicht, konstante Quoten kann die Serie nicht erreichen. Die Zuschauerergebnisse waren mehr als wechselhaft. Das verwundert: In den USA ist “Bones” ein großer Erfolg.

Seit 19. Oktober ist auf RTL die Serie “Bones – Die Knochenjägerin” zu sehen. Die Serie, in den USA äußerst erfolgreich, ist der Teil des Versuchs von RTL, sein Quotenproblem am Donnerstag zu lösen. An den bisherigen drei Donnerstagen seither lief “Bones” immer in Doppelfolgen um 21:15 Uhr und um 22:15 Uhr, ab 9. November wird der Slot um 21:15 Uhr dann von neuen Folgen von “CSI” belegt.

Also kann man jetzt sehen, wie quotenstark “Bones” in Deutschland ist, wenn die Serie auf eigenen Beinen stehen muss. Sollte man jedenfalls meinen, denn die bisher ausgestrahlten sechs Folgen ergaben kein einheitliches Bild:

Erreichte die erste Folge 11,7 % der Gesamtzuschauer und 15,8% bei den 14-49jährigen (“werberelevanten”) Zuschauern (der Zielgruppe des Senders), so kam die zweite Folge zwar auf 11,9% bei den Gesamtzuschauern, jedoch nur 14,1 % in der Zielgruppe. In der zweiten Woche liefen dann beide Episoden deutlich besser – 13,2 % bzw. 17,0% für die erste Folge und 13,9% bzw. 17,4%.

Wer nun glaubte, “Bones” hätte in der zweiten Woche ihr Publikum gefunden, sah sich in der dritten Woche wieder eines Besseren belehrt: 11,1 % bzw. 14,7% und 11,7% bzw. 14,3% hießen die für RTL unbefriedigenden Zahlen.

Zwar wird sich das Problem der stark schwankenden Quoten ab 9. November aller Voraussicht nach mit dem Vorschalten der Quotenlebensversicherung “CSI” beheben lassen, dennoch scheint es auf den ersten Blick nicht sonderlich logisch, dass die Serie solchen Quotenschwankungen unterliegt, denn die Serie weiß inhaltlich durchaus zu überzeugen.

Schaut man sich jedoch an, dass als Lead-In die Serie “Alarm für Cobra 11″ ausgestahlt wird, bekommt man schon eher ein Gefühl dafür, wo das Problem von “Bones” liegen könnte. Es ist kaum vorstellbar, dass es eine nennenswerte Schnittmenge an Zuschauern beider Serien gibt…

Tom Cruise wird United-Artists-Chef

von Matthias Pohlmann am 6. November 2006

Firmenlogo United ArtistsFilmstudios. Solche Dinge passieren wohl nur in Hollywood. Nachdem Schauspieler Tom Cruise kürzlich von Paramount Pictures gefeuert wurde, wird er nun Chef einer anderen Filmfirma. Er wird künftig gemeinsam mit Paula Wagner das traditionsreiche Studio “United Artists” führen.

 

Manchmal ist es ganz einfach, wenn man arbeitslos wird – man übernimmt einfach die Kontrolle über einen anderen potenziellen Arbeitgeber. Jedenfalls scheint das der Weg von Tom Cruise zu sein, der nun die Kontrolle über das traditionsreiche, einst von Charlie Chaplin mitbegründete Studio United Artists zusammen mit Paula Wagner übernommen hat. Wagner wird der Firma, die MGM gehört, als CEO vorstehen, während Cruise in United-Artist-Filmen auftreten soll. Ihm soll aber erlaubt bleiben, in Filmen anderer Studios aufzutreten.

Sowohl Tom Cruise als auch Paula Wagner waren erst im August nach 14 Jahren von den Paramount Studios vor die Tür gesetzt worden – Summer Redstone selbst, der Vorstandsvorsitzende von Viacom, der Muttergesellschaft von Paramount Studios, hatte Cruises Possenspiele in verschiedenen Talkshows dafür verantwortlich gemacht, dass das Einspielergebnis von “Mission: Impossible III” weit hinter den Erwartungen zurück blieb.

MGM hat außerdem bekannt gegebe, dass sich Cruise und Wagner an United Artists beteiligt hätten, gab aber keine Details bekannt. Es hieß jedoch, dass Cruise und Wagner die “volle Kontrolle” über die Produktionsplanungen haben werde, von einem Volumen von vier Filmen pro Jahr ist die Rede.

United Artists hat einen rasanten Niedergang in den vergangenen Jahren hinter sich, auch wenn das Studio als Mitverantwortliche des neuen James Bond Films “Casino Royale”, der kommende Woche in Deutschland starten wird, wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein treten wird.

Das Studio war 1919 unter anderem von Charlie Chaplin gegründet worden. 1967 wurde das Studio an Transamerica verkauft, die es 1981 an MGM weiterverkauften. MGM seinerseits wurde 2004 von einem Konsortium, dem auch Sony angehört, aufgekauft.

Schnellschüsse und "Weisheiten"

von Matthias Pohlmann am 6. November 2006

Editorial,Sensation: „Grey’s Anatomy“ schlägt „CSI“´ vermeldete „Quotenmeter.de“ am 22. September. Vom „Post-CSI-Alter“ (was für eine Wortschöpfung) schrieb Manuel Weis ebendort fünf Tage später.
Warum das nach Ansicht unseres Autors nichts als Panikmache ist und wo die wirklich interessanten Fragen hinter der Meldung zu sehen sind, lesen Sie hier: Read the rest of this entry »

Wenn sich Krimi und Seifenoper treffen

von Matthias Pohlmann am 5. November 2006

The Closer. Bild © VOXThe Closer. Krimiserien sind so beliebt wie lange nicht mehr. Das Genre boomt und Serien wie CSI fahren Topquoten ein. Ein guter Nährboden also für “The Closer”. Die US-Serie startet am Mittwoch auf Vox und kehrt dabei zum klassischen Krimi-Genre zurück. Die Macher setzen jedoch auch auf Seifenoper-Elemente und schaffen dabei eine gelungene Mischung. Read the rest of this entry »

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