Denkmalpflege. Eine Serie setzt einem ehemaligen (real existierenden) Polizeichef ein Denkmal. Für den Zuschauer bedeutet das, dass sich der Spaß beim Zusehen weniger aus der Frage speist, ob die Handlungen des Hauptcharakters richtig sind – das sind sie praktisch immer, zumindest moralisch, sondern daraus, wie die Charaktere sich entwickeln.
Jack Maple war einst Deputy Police Commissioner in New York und als solcher sehr erfolgreich, indem er konsequent auf Repression setzte. Seine Memoiren waren im Jahr 2000 Anlass für eine Fernsehserie rund um einen Polizeichef namens Jack Mannion. Für die Serie bekam Mannion die Empfehlung, in den Städten Boston und Newark (New Jersey) bereits die Kriminalitätsrate um 50% gesenkt zu haben. Diese Erfolge haben auch in Wahsington, D.C., aufhorchen lassen, weshalb ihn die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt genau dort hin holt.
Hier sieht sich Mannion nicht nur einer Start mit vollkommen außer Kontrolle geratener Kriminalität gegenüber, sondern steht auch einer Polizei vor, die teilweise faul (schlimm genug), teilweise aber sogar korrupt ist. Da er aber schnellstens publikumswirksame Erfolge braucht, bleibt ihm keine Zeit, um zunächst
die Polizei zu reformieren und sich dann intensiver um die Kriminalität zu kümmern, sondern er muss sofort daran arbeiten, die Kriminalitätsrate zu senken. Stück für Stück findet er ehrliche Mitstreiter, die ihn dabei unterstützen und ihm gleichzeitig helfen, die Polizei neu zu organisieren.
Mit dem ihm eigenen Optimismus macht sich Mannion also an diese Herkulesaufgabe und muss dabei selbst lernen, dass es manchmal mehr als gute Worte und ein zweifellos vorhandenes einnehmendes Wesen braucht, um die wenigen Mitarbeiter bei der Stange zu halten, die ihm gegenüber loyal sind. In seinem Privatleben hingegen bekommt er wenig auf die Reihe – was bei dem aufreibenden Beruf auch kein Wunder ist.
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Wichtige weitere Figuren
Ohne Nick Pierce, seinem PR-Beauftragten, wäre Mannion aber nur höchstens die Hälfte Wert, denn es ist nicht nur wichtig, Erfolg zu haben, sondern (besonders in den USA) mindestens ebensowichtig, jeden davon wissen zu lassen, dass man als Polizeichef Erfolg hat. Und genau das schafft Nick Pierce, wie es wohl kein anderer erreichen könnte, mit den Handlungen Mannions. Natürlich nur so lange, wie dieser nicht wieder einen von seinen berüchtigten Alleingängen hin gelegt hat, die auch ein „Verläufergott“ nicht mehr positiv darstellen kann. Hier ist sein Job dann eben Schadensbegrenzung – er ist also (beruflich) überlebenswichtig für Mannion. Doch nicht nur die Presse ist sein Metier, auch die Frauen liegen Pierce zu Füßen, was er bei Bedarf schon auch mal schamlos ausnutzt und „im Nahkampf“ auf die (erfolgreiche) Suche nach vertraulichen Informationen geht.
Mannion weiß jedoch auch, dass moderne Verbrechensbekämpfung auch auf der Repressionsseite auf Statistik angewiesen ist. Deshalb gehört zu seinen ersten Amtshandlungen, eine Abteilung Verbrechensanalyse zu schaffen, die mit modernster Technik und einigen Mitarbeiterinnen ausgestattet wird, anstatt mit einer einsamen Aktenverwalterin im Keller des Polizeigebäudes angesiedelt zu sein. Diese Abteilung wird für ihn zu einer wichtigen Waffen und so wählt er die Leiterin mit Bedacht aus – es ist Ella Mae Farmer, die besagte Aktenverwalterin. Diese ist Mannion fortan nicht nur dafür dankbar, sie überhaupt
beachtet und aus dem Keller geholt zu haben, sondern sie steht auch von Anfang an privat in seiner Schuld, da er sich nach der Ermordung ihrer Schwester auch hier sehr für sie einsetzt. Dennoch ist sie die einzige, die ihm gegenüber bei aller Loyalität auch einmal deutliche Worte findet und damit Gehör findet.
Diese Taktik, Menschen zu suchen, die ihm nicht nur beruflich untergeben sind und ähnliche Ideene wie er haben, sondern auch eine gewisse Dankbarkeit ihm gegenüber an den Tag legen (sollten), verfolgt Mannion auch bei der Wahl seiner persönlichen Assistentin: Hier nimmt er Nancy Parras, die er damit davor bewahrt, auf Streife gehen zu müssen. Ihre Zielstrebigkeit verbunden mit ihrer Dankbarkeit ihm gegenüber nutzen ihm im Verlauf der Serie des Öfteren.
In der ersten Staffel ist Mannion auch Detective Danny McGregor, ein ehemaliger Angehöriger der RUC, der ehemailgen nordirischen Polizei, ein wichtiger Verbündeter. Das einst aus Belfast geflüchtete Rauhbein, das ein Alkoholproblem hatte und sich für Nancy Parras interessierte, stirbt allerdings im Seasonfinale der ersten Staffel durch eine Autobombe.
Mannions Fahrer, Temple Page, ist sein tiefgläubiges Auge und Ohr im Distrikt. Doch nach dem Tod seiner Verlobten wird er immer leichtsinniger und scheint den Tod zu suchen – Mannion hat daher seine Schwierigkeiten mit ihm.
Natürlich hat Mannion nicht nur Verbündete. Der Bürgermeister der Stadt ist von Anfang an gegen ihn, die große Gruppe der korrupten oder faulen Polizisten ist ebenfalls alles andere als angetan von dem neuen Wind, der hier durch den Distrikt weht. Besonders ist hier Deputy Chief Joe Noland hervor zu heben, der ursprünglich selbst gehofft hatte, Polizeichef zu werden. Er lässt nichts unversucht, wenn es darum geht, Mannion „abzusägen“ – und wähnt sich zum Ende der ersten Staffel schon am Ziel, als Mannion vorübergehend suspendiert wird und er das Amt übernimmt.
Fazit
Dieses Jack Maple-Denkmal auf Zelluloid macht trotz der arg einseitigen Ausrichtung von Mannions Verbrechensbekämpfungauf repressiven Maßnahmen und trotz der Tatsache, dass von Anfang an klar ist, dass gezeigt wird, dass Repression die erfolgversprechende Taktik ist, Spaß. Es macht Spaß, weil die Charaktere Spaß machen, weil man sich als Zuschauer mit diesen identifizieren kann. So ist „The District“ ein Beispiel dafür, dass Serien auch dann gefallen können, wenn ihre gesellschaftspolitische Ausrichtung den eigenen Überzeugungen nicht zur Gänze folgt. Fiktion ist eben das eine, Realität das andere…
The District läuft ab Montag 12. Februar 2007 um 22:05 Uhr auf VOX (Start der Erstausstrahlungen der zweiten Staffel). Wer über weitere Ausstrahlungen der Serie auf dem Laufenden bleiben möchte, dem empfehlen wir, sich bei wunschliste.de einzutragen.

ICH BIN 17 JAHRE ALT UND EIN GROOOOOOSSSER TREUSSSSSTER FAN DER SERIE
THE DISTRICT-EINSATZ IN WASHINGTON!!!!!!!!!!!!!!
COOOOOOOOOLE KRIMESERIE AUF VOX!!!!!!!! UND ICH HOFFE DAS SIE JEDES JAHR AUSGESTRALT WIRD DIESE AFFFFFENGEILLLLLLLE SERIE!!!!!
PS: SCHÖNE GRÜßE DER THE DISTRICT-EINSATZ IN WASHINGTON FAN
JULIA FRANK(17JAHRE)
Hallo Jack Mannion Fans……..
finde diese Serie einfach klasse.
Nur eines finde ich traurig, das es immer noch
keine DVD in deutscher Sprache gibt.
Wie lange dauert das denn noch ? ? ?
Warte schon so lange darauf.