Heute steht das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest an – und damit der Teil der Veranstaltung, die man in Deutschland nur mit Satellitenempfang oder in Grenznähe (oder mit digitalem Kabel) live verfolgen kann. Der NDR zeigt nämlich seine Wertschätzung für diese Veranstaltung – und ihr damit die kalte Schulter.
Ohnehin erwartet man in Deutschland ja anscheinend von den anderen Teilnehmerländern “endlich” einmal wieder auf Platz 1 gewählt zu werden (und das Jahr für Jahr), zeigt diesen aber gerne, dass man sich für etwas Besseres hält: Sei es nach einem Contest, wenn der jeweilige Siegertitel niedergemacht wird und behauptet wird, der eigene Beitrag sei viel besser gewesen – oder sei es schon im Vorfeld des Contests. Während viele andere Nationen die nationalen Vorausscheidungen anderer Länder zeitversetzt zeigen, werden bei uns lieber deutsche Teilnehmer abgefeiert. Seltsam, denn genügend Sendezeit steht eigentlich zur Verfügung – und sei es in den Nächten – irgendwo auf NDR, ARD, EinsPlus, EinsFestival & Co würde sich sicher Platz finden, wenn man denn wollte.
Wie dem auch sei, wer in der glücklichen Lage ist, das Schweizer Fernsehen zu empfangen, kann ab 21:00 Uhr live auf SFzwei dem Song Contest folgen – es sind alle herzlich eingeladen, dann ihre Eindrücke mit denen von unserem Redakteur Stefan Zwieso zu vergleichen – dessen Beiträge zum zweiten Halbfinale finden Sie hier: Teil 1 (Island / Schweden / Türkei / Ukraine / Litauen), Teil 2 (Albanien / Schweiz / Tschechien / Weißrussland / Lettland), Teil 3 (Kroatien / Bulgarien / Dänemark / Georgien / Ungarn), Teil 4 (Malta / Zypern / Mazedonien / Portugal) .
Am Freitag wird dann eine - um die Eindrücke aus den Halbfinals aktualisierte – Besprechung der Songs hier erscheinen, die das Finale erreicht haben.
