Zwickau bat am vergangenen Wochenende zur Filmharmonic Night – und das bereits zum fünften Mal. Bei rund 700 km einfachem Weg (Umleitungen und Stauumfahrungen inklusive) stellt sich dem unbedarften Menschen natürlich die Frage, ob sich ein so weiter Weg lohnen würde – und ohne den Namen Judith Lefeber als Zugpferd wäre man als Freiburger wohl auch kaum auf die Idee gekommen, diesen Weg auf sich zu nehmen. Dass bei diesem Anfahrtsweg die Erwartungen sehr hoch waren, versteht sich von selbst – für “Durchschnitt” würde sich eine solche Reise schließlich kaum lohnen. Mit einer entsprechend hoch liegenden Messlatte ging es also ins Konzert – und hier folgt die Besprechung des Ganzen:
Archive for Oktober, 2009
Filmharmonic Night Vol. 5
Ein Volltreffer!
Meng Tian ist auf der Überholspur – bei mir jedenfalls. Denn so schnell war ich mir bisher bei kaum einer CD darüber im Klaren, wie die Besprechung denn ausfallen sollte. Und so erscheint gerade mal vier Tage, nachdem ich die Künstlerin überhaupt für mich entdeckt habe, schon dieser Artikel – zu ihrem Debüt “New Start” – einem Album, bei dem ich nicht der Letzte gewesen sein dürfte, der sich in diese Musik schlicht verliebt hat. Denn die Wahlzürcherin hat mit diesem Album einen absoluten Volltreffer gelandet – und zwar mitten ins Musik-Herz.
Ein fantastischer Abend
Dass es im Jazzhaus Freiburg des Öfteren richtig gute Konzerte gibt, hat sich mittlerweile über die Grenzen Freiburgs hinaus herum gesprochen. Auch dass dies (gerade) für Konzerte von Künstlern gilt, deren Namen man (noch) nicht aus den Top Ten der Charts kennt. Insofern war das Risiko, am 8. Oktober dort einem Doppelkonzert beizuwohnen doppelt klein: Zum Einen, weil Kaye-Ree der Hauptact war – zum anderen eben, weil man auf den Geschmack der Veranstalter dort (meist) durchaus bauen kann – und insofern zu hoffen war, dass auch Meng Tian, die den ersten Teil des Abends bestreiten sollte, alles andere als enttäuschend sein würde. Doch es wurde nicht nur “nicht enttäuschend” – es wurde ein in beiden Teilen (und doch auf ganz unterschiedliche Art) schlicht fantastischer Abend, der das Publikum im gut gefüllten Jazzhaus begeisterte. Read the rest of this entry »