Zwei Tage nach dem ersten Halbfinale kann man dann endlich sagen “Jetzt geht´s los” – in Bezug auf den Eurovision Song Contest 2010. Denn im zweiten Halbfinale am Donnerstag sind dann die Schwergewichte zu sehen – die große Konkurrentin (glaubt man Fanpolls und Buchmachern) auf den Sieg für Lena Meyer-Landrut und andere hoch gewettete und gestimmte Beiträge. Und – ja – im zweiten Halbfinale muss man dann qualitativ zumindest akzeptable – teils sogar richtig gute – Songs auch nicht mehr mit der Lupe suchen. Es beginnt also, Spaß zu machen – dramaturgisch natürlich nicht ganz ungeschickt, gegenüber den Teilnehmerländern in diesem zweiten Halbfinale aber nicht gerade fair, denn auch hier werden sich nur zehn Songs durchsetzen und ins Finale kommen. So oder so: Das zweite Halbfinale ist auf jeden Fall sehenswert, so viel sei an dieser Stelle schon einmal vorweg genommen.
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01. Litauen |
InCulto |
Eastern European Funk |
ESC-Teilnahmen: 10 |
| bestes |
| Resultat: |
| Rang 6 |
| (2006) |
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| Stefan Zwieso zum Song: |
Litauen ist das einzige baltische Land ohne Eurovisionssieg bis zum heutigen Tag. Was in den letzten Jahren des Öfteren für sehr (positiv wie negativ) “auffällige” Beiträge gesorgt hat – so auch in diesem Jahr. Verglichen mit so manchem Song, der sich aus dem ersten Halbfinale fürs Finale qualifizieren wird, ist dieses Stück hier Gold. Unabhängig vom ersten Halbfinale ein akzeptabler Song, der das Finale durchaus bereichern würde. Zweifelhaft, ob das von Startplatz 1 aus gelingen kann. Zumal das Stück bei den Fans nicht sonderlich beliebt zu sein scheint, wenn man sich die Umfragen anschaut. |
| zweite Meinung: |
“I would say that this is my least favourite song this year. It sounds a little bit desperate to me as if they’re trying to copy LT United and for some reason even the title gets on my nerves. The danger here is that it may well receive generous points from the UK and Ireland, but hopefully not from anyone else “ (Colin McKnight, All Kinds Of Everything) |
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William-Hill-Quote auf Sieg: |
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| folgt |
folgt |
200:1 (Platz 26) |
Platz 32 |
Platz 33 von 39 |
Platz 30 von 38 |
Youtube-Video:
InCulto – Eastern European Funk
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02. Armenien |
Eva Rivas |
Apricot Stone |
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| bestes |
| Resultat: |
| Rang 5 |
| (2008) |
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| Matthias Pohlmann zum Song: |
Geht es nach der Stimme, dann ist Eva Rivas für mich die “Wunschkonkurrentin” für Lena um den Gesamtsieg, denn eine schönere Stimmfarbe ist dieses Jahr meiner Meinung nach nicht vorhanden. Auch der Sympathiefaktor bei Eva Rivas spricht sicher nicht gegen einen großen Erfolg. Der Song selbst ist mir aber zu sehr auf “Wir-wollen-den-Contest-gewinnen-und-mischen-daher-alle-Erfolgsmodelle-zusammen” gebürstet. Da ein bisschen Folk, dort ein bisschen Uptempo, die hymnische Erhebung zum Schluss nicht vergessen. Diese Kritik mag ein bisschen hart erscheinen – aber der Song klingt für mich auf diese Weise ein wenig zu künstlich. Was aber erstens beim Song Contest (vorsichtig ausgedrückt) nicht immer schadet – und zweitens nicht bedeutet, dass Eva Rivas nicht ins Finale gehörte. Schon allein stimmlich. Ob das allerdings mit dieser frühen Startnummer und gefolgt von gleich zwei weiteren “Top-5-gehandelten” Songs danach klappt, das bleibt abzuwarten. |
| zweite Meinung: |
“Apricots make lovely jam and even nicer Brandy, but do they make a Eurovision song? I don’t think so. I can’t help but feel that apricots, and especially their stones, must have a real significance for Armenia and her people, but I fail to see it. That said the Blarney Stone is very important for us Irish, so who am I to judge?” (Dermot Manning, All Kinds Of Everything) |
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William-Hill-Quote auf Sieg: |
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| folgt |
folgt |
12:1 (Platz 5) |
Platz 5 |
Platz 5 von 39 |
Platz 4 von 38 |
Youtube-Video:
Eva Rivas – Apricot Stone
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03. Israel |
Harel Skaat |
Milim |
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| bestes |
| Resultat: |
| Rang 1 |
| (1978, 1979, 1998) |
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| Stefan Zwieso zum Song: |
Israel – oft hoch gewettet, nicht immer hoch fliegend beim Eurovision Song Contest. Hoch gewettet wird der israelische Beitrag auch in diesem Jahr (direkt hinter Lena) – die Fanpolls sind sich alles andere als einig. Möglicherweise ist auch das Los, direkt nach dem armenischen Beitrag zu singen, nicht von Vorteil (jedenfalls für eine/n von beiden dürfte es schwer werden). Für mich ist das im Übrigen eine ziemlich nichtssagende Ballade. Nicht dass der vorige Beitrag in der Pink-Floyd-Liga spielen würde – aber wenn es sich am Ende um “Israel oder Armenien” beim Einzug ins Finale handeln sollte, dann hoffe ich stark auf Armenien. |
| zweite Meinung: |
“In a contest with more than its fair share of ballads, it’s difficult for any to stand out, but for me the Israeli entry does”, There’s a very strong melody and an intensity to the performance which makes this one of the serious contenders for victory in Oslo. I do however have a couple of reservations. The draw has once again been very unkind to Israel, making it the first of many ballads in the semi-final which makes an upset non-qualification possible, although juries should see Israel through. I also think that it may be mistake to keep the song 100% in Hebrew. In my opinion, the language is not suited to ballads and not widely heard or understood in Europe and that could be the difference between winning and ending up in the Top 10.” (Keith Mills, All Kinds Of Everything) |
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William-Hill-Quote auf Sieg |
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| folgt |
folgt |
6:1 (Platz 3) |
Platz 3 |
Platz 9 von 39 |
Platz 16 von 39 |
Youtube-Video:
Harel Skaat – Milim
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04. Dänemark |
Chanée & N’Evergreen |
In A Moment Like This |
ESC-Teilnahmen: 38 |
| bestes |
| Resultat: |
| Rang 1 |
| (1963, 2000) |
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| Matthias Pohlmann zum Song: |
Schaut man sich Wetten und Polls an, so scheint Dänemark mit einem Song, der ähnlich künstlich zusammengebaut ist wie der armenische (eher noch weniger originell) die richtige Mischung gefunden zu haben, um ernsthaft um den Sieg des Contests mitzuspielen. Nach den vielen Tiefschlägen des ersten Halbfinales muss auch ich zugeben, dass der Song bei mir nicht gänzlich durchgefallen ist – für die Top 5 wünsche ich mir aber doch musikalisch interessantere Stücke. Womit ich anscheinend ziemlich alleine da stehe. |
| zweite Meinung: |
“I really don’t understand how this song is doing so well in the build-up to Oslo. The song is a miss-mash of a couple 1980s hits (“The Best” meets “Every Breath You Take” and the performance is polished but robotic and without any obvious chemistry between the singers. It will probably qualify, but as of now, I don’t see this as a contender for victory.” (Keith Mills, All Kinds Of Everything) |
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William-Hill-Quote auf Sieg: |
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| folgt |
folgt |
9:1 (Platz 4) |
Platz 4 |
Platz 2 von 39 |
Platz 5 von 38 |
Youtube-Video:
Chanée & N’Evergreen – In A Moment Like This
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05. Schweiz |
Michael von der Heide |
Il pleut de l’or |
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| bestes |
| Resultat: |
| Rang 1 |
| (1956, 1988) |
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| Stefan Zwieso zum Song: |
Dies ist eine sehr frankophile Seite und dazu gehört auch, dass Desireless vom ein oder anderen Redakteur nach wie vor gehört wird. Der Anfang dieses Songs erinnert (mich) dann auch sehr an diese französische Größe der 1980er. Glück auch für die Schweiz, dass der Song der erste des Abends mit Dancerhythmen ist – Pech, dass es sich hier ums stärkere Halbfinale handelt und die französische Sprache beim Contest in den letzten Jahren nicht gerade ein Erfolgsgarant war. Und dass danach die “Bank fürs Finale” – Schweden – dran ist. Für mich ist der Song ok, ich vermute aber, es wird schwer, damit ins Finale zu kommen. Das wäre dann in sofern gerecht, als letztes Jahr die Lovebugs sicherlich anspruchsvolleres Material geliefert hatten und das Finale (leider) ebenfalls verfehlten. Übrigens schade, dass die Schweizer nicht Stefanie Heinzmann ins Rennen geschickt haben – zwei Raab-Entdeckungen bei einem Song Contest, das wär’s doch gewesen…
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| zweite Meinung: |
“One of several entries that recalls dance music of a former era, the Swiss entry a joyous piece of light pop-dance music, with a good hook and it is well performed, though maybe not instant enough for a contest. Unfortunately the recent Swiss Eurovision record has been poor and the semi-final final is a very tough contest, so while I think it would have qualified from the first smi, I think it may miss out.” (Keith Mills, All Kinds Of Everything) |
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| folgt |
folgt |
300:1 (Platz 36) |
Platz 33 |
Platz 10 von 39 |
Platz 27 von 38 |
Youtube-Video:
Michael von der Heide – Il Pleut De L’Or
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06. Schweden |
Anna Bergendahl |
This Is My Life |
ESC-Teilnahmen: 49 |
bestes Resultat: Rang 1 (1974, 1984, 1991, 1999) |
| Matthias Pohlmann zum Song: |
Castingstar (in dem Fall sogar doppelt – “Schweden sucht den Superstar” und die Vorausscheidung, die in Schweden traditionell eine große Castingshow ist) mit Powerballade – das ist nicht das Schlechteste, was man sich für den Eurovision Song Contest einfallen lassen kann. Anna Bergedahls Stimme wird (ebenso wie die Größe ihrer Gitarre im Vergleich zu ihrer Körpergröße) sicher spalten – ich mag sie sehr gerne, sie erinnert mich zeitweise ein wenig an Shakira ohne eine Kopie Shakiras zu sein. Der Song selbst ist sicher nicht großartig originell – das zieht sich durch die meisten Beiträge dieses ersten Drittels (ganz große Ausnahme: Litauen), aber auch nicht schlechter als die anderen an diesem Abend gehörten. Für mich schon eine Wunschfinalistin. |
| zweite Meinung: |
“Of he three “troubadour ballads” this is my least favourite, behind Cyprus and Belgium as it’s just a little too clichéd for me. I’m not a fan of Anna’s fragile voice and despite knowing how to play it, she looks awkward with the guitar as the rather contrived performance requires her not to have a strap. With so many strong songs in the second semi-final, I think that this may just miss out on qualifying.” (Keith Mills, All Kinds Of Everything) |
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William-Hill-Quote auf Sieg: |
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| folgt |
folgt |
28:1 – Platz 8 |
Platz 15 |
Platz 15 von 39 |
Platz 10 von 38 |
Youtube-Video:
IAnna Bergendahl – This Is My Life