Nach diesem Block ist auch schon (fast) Halbzeit beim Eurovision Song Contest. Eine spannende Frage dabei wird sein: Schadet es Zypern und/oder Belgien, das sie so nah “aufeinander sitzen”? Zu hoffen ist das nicht. Am Ende des Abends wird man mehr wissen, eines darf man aber hoffen: Dass Weißrussland in diesem Kontext völlig baden geht. Und ein wenig Hoffnung, dass auch Niamh Kavanagh nicht in die Top 10 einzieht, besteht auch noch – immerhin hat sie dieses Mal nicht Slowenien im Vorprogramm. Dafür aber (und daher muss man befürchten, dass sie deutlich weiter vorne landet als es verdient wäre) einen der qualitativ schwächsten Beiträge des Finales. Da wird sie wieder strahlen, ohne selbst etwas dazu tun zu müssen. Nunja, Glück braucht der Mensch eben auch.
 |
07. Belgien |
Tom Dice |
Me And My Guitar |
ESC-Teilnahmen: 53 |
bestes Resultat: Rang 1 (1986) |
| Matthias Pohlmann zum Song: |
Singer-and-Songwriter-Musik beim ESC? An sich sicher nichts Schlechtes – die Frage ist nur, ob man damit durchdringt, wenn man auf die ganz leisen Töne setzt. Zumal der Song sicher nicht “Weltklasse” ist. Nicht schlecht, gewiss – aber so richtig zünden will er (bei mir) nicht. Kann aber dennoch gut sein, dass Belgien damit den Nerv getroffen hat – schließlich ist es schon etwas länger her, dass die leisen Töne ohne jeden Schnickschnack ganz vorne dabei waren… So richtig war das letztmals bei “We Are The Rock ´n´ Roll Kids” 1994 der Fall… |
| Nachtrag: |
Insbesondere die Bühnenperformance wirkt sehr wohltuend, denn Tom Dice macht “Me And My Guitar” zum Programm des Auftritts. Wäre schön, wenn dieser Song relativ weit vorne zu finden wäre. |
| zweite Meinung: |
“Rather pleasant radio song, although perhaps a little too simple and understated to shine at Eurovision. I doubt it would qualify with televoting only, but juries should make a difference. This is one of three “troubadour ballads”, along with Cyprus and Sweden and probably the most likely to make the final, but I don’t see it as a serious contender for the trophy. (Keith Mills, All Kinds Of Everything) |
|
|
|
bwin-Quote auf Sieg: |
|
|
|
| 9,0/10 |
Schwer… Top 10 wäre aber hochverdient |
26,00 (Platz 8, zusammen mit Island) |
Platz 11 |
Platz 12 |
Platz 19 |
Youtube-Video: (HF-Auftritt)
Tom Dice – Me And My Guitar (Musikvideo)
 |
08. Serbien |
Milan Stankovic |
Ovo je Balkan |
ESC-Teilnahmen: 3 |
bestes Resultat: Rang 1 (2007) |
| Stefan Zwieso zum Song: |
Serbien versucht es erneut ohne Ballade – das ist insofern löblich, als man nicht versucht, den Erfolgssong von 2007 zu kopieren, wie es Griechenland seid Helena Papaizous Sieg Jahr für Jahr tut. Der Song ist sehr folkig angehaucht und doch auch mit modernen Klängen – es gibt ganz bestimmt Schlechteres in diesem Jahr. Und rund um den Balkan dürfte der Song ohnehin gut ankommen. Nicht direkt mein Lieblingslied, aber durchaus ordentlich – wäre auf jeden Fall ein “Plus” im Finale. |
| zweite Meinung: |
“For me , this is the best song in this year’s contest, sung by one of the most charismatic singers. It’s a refreshing island of well performed, catchy, fun, surrounded by a sea of dirges and in while I don’t think it will win in Oslo, it should certainly bring Serbia back into the Top 10 in the final.” (Keith Mills, All Kinds Of Everything) |
|
|
|
bwin-Quote auf Sieg: |
|
|
|
| 7,00/10 |
gehobenes Mittelfeld, mit Glück Top 10 |
51,00 (Platz 16) |
Platz 13 |
Platz 17 |
Platz 20 |
Youtube-Video: (HF-Auftritt)
Milan Stankovic – Ovo Je Balkan (Musikvideo)
 |
09. Weißrussland |
3+2 |
Butterflies |
ESC-Teilnahmen: 6 |
bestes Resultat: Rang 6 (2007) |
| Matthias Pohlmann zum Song: |
Puh – was ist das denn? Adoro ist Il Divo für Arme – das ist zeitweise Adoro für Arme. Wäre denn das Lied toll und die Sänger überdurchschnittlich – es bliebe immer noch das Problem, dass solch ein Song beim Song Contest extrem schwer zu performen ist – nun ist aber weder das Lied toll noch die Sänger live besonders überzeugend (bis hierher) – für weit vorne sollte das also nicht reichen. Zugegeben, das ist (auch) Wunschdenken. |
| Nachtrag: |
Live ist der Song noch schlimmer (schmalziger). Ein echter Tiefpunkt des Finales. |
| zweite Meinung: |
“I’m really not sure what to make of this entry, because we haven’t heard a proper live version, as of yet. If you can get over the appalling English pronunciation, the song is a little tricky to perform, with its close three part harmony. If it comes off, it should make it through the semi-final, if not, it won’t as Belarus isn’t exactly falling over with friendly neighbour votes. Either way, I don’t see it being on the left hand side of the scoreboard at the final.” (Keith Mills, All Kinds Of Everything) |
|
|
|
bwin-Quote auf Sieg: |
|
|
|
| 2,50/10 |
Also Wunsch wäre “bottom 2″, Befürchtung ist: Mittelfeld |
126,00 (Platz 23, zusammen mit Russland) |
Platz 21 |
Platz 24 |
Platz 24 |
Youtube-Video (HF-Auftritt)
3+2 – Butterflies (Musikvideo)
 |
10. Irland |
Niamh Kavanagh |
It´s For You |
ESC-Teilnahmen: 43 |
bestes Resultat: Rang 1 (1970, 1980, 1987, 1992-1994, 1996) |
| Matthias Pohlmann zum Song: |
Der Rekordsieger greift ein. Und die Auslosung verschafft Irland in diesem Jahr einen “Elfmeter ohne Torwart”, denn nach dem vorigen Beitrag kann man (frau) ja nur gut aussehen. Da reicht auch eine – wie hier vorliegend – ordentliche Ballade mit einer sympathischen Sängerin und einigen irischen Folk-Einschlägen. Für die Fernsehzuschauer wird es wie “Urlaub” sein nach dem, was da zuvor geboten wurde – und Irland sollte wieder mal das Finale erreichen. Obwohl mir der Song vergangenes Jahr deutlich besser gefallen hatte (und es leider nicht geschafft hatte). Im Finale vermache ich Niamh aber eher weniger Chancen auf einen vorderen Platz. Dafür hat es dieses Jahr doch zu viele Balladen. |
| Nachtrag: |
Auch die Performance im ersten Halbfinale hat mich nicht wirklich überzeugt. Da hat Niamh Kavanagh wohl von der Mischung aus “slowenischem Vorprogramm” und “Die Jurys vergessen Ex-Teilnehmer/-innen nie” profitiert. Ein vorderer Platz im Finale wäre allerdings fast schon skandalös, so sehr ich mich als erklärter Irland-Fan für die Iren freue, dass sie endlich mal wieder im Finale dabei sind. |
| zweite Meinung: |
“It’s great to see Niamh back in the competition but it’s hard to see her regaining her crown with this. It’s not a bad song but it’s so predictable and by the numbers that you stop listening after a while. This is a shame as it’s actually a really nice, gentle song. If they dump the pipes along with Niamh’s dress they’ll probably get through to the final.” (Richard Hopkins, All Kinds Of Everything) |
|
|
|
bwin-Quote auf Sieg: |
|
|
|
| 6,25/10 |
Leider Top 10 |
34,00 (Platz 10, zusammen mit Georgien und Spanien) |
Platz 6 |
Platz 13 |
Platz 15 |
Youtube-Video (HF-Auftritt):
Niamh Kavanagh – It’s For You (Musikvideo)
 |
11. Griechenland |
Giorgos Alkaios & Friends |
Opa |
ESC-Teilnahmen: 30 |
| bestes Resultat: |
| Rang 1 |
| (2006) |
|
| Stefan Zwieso zum Song: |
Eigentlich braucht man sich den griechischen Beitrag gar nicht anhören – man weiß eh, dass die x-te Kopie von Helena Paparizous “My Number One” am Start ist. Dies stand vor einem Jahr an dieser Stelle – und es ist schon wieder so. Schaut man sich die Umfragen an, scheint es aber ja auch genügend Leute zu geben, die auch nach so vielen Kopien dem Ganzen nicht überdrüssig werden. Ich weiß jedenfalls, wann meine Toilettenpause ist – auch wenn Griechenland dieses Jahr fast so etwas wie Kreativität beweist und noch ein wenig Ruslana in den griechischen Ethnodance-Einheitsbrei reingemixt hat.
|
| Nachtrag: |
Live reißt der Song wenigstens die Halle mit. Trotzdem nach wie vor eher unnötig, dass “Opa” im Finale erklingt. |
| zweite Meinung: |
“For me this is the best Greek entry for a long time and it ticks all the boxes for a potential Eurovision winner. The song is instantly memorable, it stands out from the crowd and it’s well performed and unlikely to go wrong live.” (Keith Mills, All Kind Of Everything) |
|
|
|
bwin-Quote auf Sieg: |
|
|
|
| 2,50/10 |
Top 10, wie immer. Könnte aber knapp werden dieses Mal |
23,00 (Platz 7) |
Platz 10 |
Platz 9 |
Platz 7 |
Youtube-Video (HF-Auftritt):
Giorgos Alkaios & Friends – Opa (Musikvideo)
 |
12. Großbritannien |
Josh |
That sounds good to me |
ESC-Teilnahmen: 52 |
| bestes |
| Resultat: |
| Rang 1 |
| (1967, 1969, 1976, 1981, 1997) |
|
| David Meiländer zum Song: |
England hat diesen Mann gewählt und die Welt fragt sich warum. Josh Dubovie hat – genau wie Lena Meyer-Landrut – eine Casting-Show gewonnen. Davor kannte den 19-Jährigen wahrscheinlich kaum jemand, auch wenn er schon in Musicals oder anderen Gesangswettbewerben aufgetreten war. Der klassische TV-Juror würde jetzt sagen: Es hapert an der Songauswahl, die man wahrscheinlich nur mit hübschen Background-Sängerinnen kaschieren kann. Wirkte Dubovie nicht so unglaublich schüchtern – vielleicht könnten seine Mitstreiterinnen alles retten. Andererseits muss man auch sagen: Der Song hat einen schnellen Beat. Und das mögen sie im Osten. |
| zweite Meinung: |
“Recent U.K. entries have left me unimpressed, but I must admit a strong fondness this year’s entry. Yes it’s old-fashioned, but when has that been a hindrance at Eurovision. Josh is a fine singer, if perhaps lacking in a little stagecraft and the new arrangement has much more impact. It hasn’t got the huge publicity and great draw that last year’s U.K. entry had, but I think it will do a lot better than many people imagine.” (Keith Mills, All Kind Of Everything) |
|
|
|
bwin-Quote auf Sieg: |
All-Kinds-Prognose: |
|
|
| 3,00/10
David Meiländer: 5,00/10 |
bottom 5 |
251,00 (Platz 25) |
Platz 19 |
Platz 25 |
Platz 22 |
Youtube-Video:
Josh – That sounds good to me
Navigation
|
| …zu den Startplätzen 1-6 (Aserbaidschan, Spanien, Norwegen, Moldawien, Zypern, Bosnien-Herzegowina) |
| …zu den Startplätzen 13-18 (Georgien, Türkei, Albanien, Island, Ukraine, Frankreich) |
| …zu den Startplätzen 19-25 (Rumänien, Russland, Armenien, Deutschland, Portugal, Israel, Dänermark) |
I am much thankful for this great blog. I say thanks for your blog. I probably make a bookmark from my site.