Eurovision Song Contest: Finalvorschau (III)

von u-kult.de Redaktion am 28. Mai 2010

Eurovision Song Contest 2010Der dritte Block des Finales des Eurovision Song Contests steht nun an, hier treffen nun mit Juliana Pasha aus Albanien und Helena Björk aus Island zwei Interpretinnen mit Songs sehr ähnlicher Stilrichtung aufeinander – deutlich ähnlicher noch als Zypern/Belgien. So dass sich auch hier die Frage stellt, ob das einem oder beiden Beiträgen schaden wird. Geht es nach der Sangeskunst, kann dabei eigentlich nur Juliana Pasha gewinnen – verglichen mit ihr hat Helena Björk noch nicht einmal den “dritten Gang” gefunden, während Juliana im sechsten fährt. Aber der Contest ist unberechenbar – und so könnte es am Ende auch umgekehrt kommen. “Schaun mer mal”, würde ein bekannter Bayer hier wohl sagen. Mit der Georgierin Sofia Nizharadze ist ein erster “Coup de Coeur” der Redaktion dabei – und mit Alyosha aus der Ukraine folgt der zweite (fast) auf dem Fuß.

Insgesamt ist dieser Block übrigens als “knüppelhart” zu bezeichnen – denn hier sind praktisch nur Songs dabei, die auf die ein oder andere Weise stark sind. Am Ehesten fallen hier wohl Island und Frankreich raus, wobei der französische Beitrag doch zumindest ein Stimmungshit werden könnte – und, wenn er so vorgetragen wird wie auf der deutsch-ukrainischen Party deutlich weiter vorne landen könnte als viele erwarten.

Georgien 13. Georgien Sofia Nizharadze Shine
ESC-
Teilnahmen:
2
bestes
Resultat:
Rang 11 (2008)
Matthias Pohlmann zum Song: Warum dieser Beitrag so tief gewettet und bewertet wird, erschließt sich mir überhaupt nicht. Eine Ballade – und keineswegs eine schlechte. Eine sehr gute und schöne Stimme, die einer mindestens ebenso schönen Frau gehört – ich sehe keinen Grund, warum dieser Song die Top 10 nicht erreichen sollte. Dazu ein (jedenfalls unter den alten Regeln) sehr günstiger Startplatz. Klar es gibt viele Balladen in diesem Jahr und viele davon sind keineswegs schlecht. Nur was hier beispielsweise für Kroatien und gegen Georgien spricht, bleibt für mich unklar. Charismatischer ist jedenfalls der Auftritt von Sofia Nizharadze. Und deshalb wünsche ich persönlich sie mir auch ins Finale und drücke die Daumen.
Nachtrag: Live hat Sofia Nizharadze wohl (neben Alyosha aus der Ukraine) den Auftritt des Abends hingelegt. Hoffen wir Zweierlei: Dass das auch im Finale gelingt und sie dann möglichst weit vorne landet.
zweite Meinung: “For me, this the the “dark horse” of this year’s contest. The song is very instant and has international appeal and in Sofia Nizharadze, Georgia has one of the best singers of the year, although she does need to convey a bit more confidence. If Georgia can come close to the Top 10 with weaker songs in stronger fields, this should finish in the Top 10 in both the semi and the final.” (Keith Mills, All Kinds Of Everything)
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Wertung
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Prognose:
bwin-Quote auf Sieg:
All-Kinds-
Prognose:
OGAE-
Prognose-
stand:
NDR-
Umfrage-
stand:
9,75/10 Top 10, mit Glück Top 5, Außenseitersiegchancen 34,00 (Platz 10, mit Irland und Spanien) Platz 18 Platz 1 Platz 12
Youtube-Video (HF-Auftritt):

Sofia Nizharadze – Shine (Musikvideo)


Türkei 14. Türkei MaNga We Could Be The Same
ESC-
Teilnahmen:
31
bestes
Resultat:
Rang 1
(2003)
Stefan Zwieso zum Song: Man muss der Türkei eigentlich einen Orden verleihen. Denn im Unterschied zu Griechenland, die seit Jahren (meist weniger gute) Helena-Paparizou-Kopien zum Contest schicken (und damit bedauerlicherweise ein ums andere Mal auf den vorderen Plätzen landen), widersteht die Türkei dieses Jahr (wie zuletzt 2008) der Versuchung, eine Sertab-Kopie zu präsentieren. Danke dafür. Und von meiner Seite gedrückte Daumen, dass damit mehr Erfolg als 2008 einkehrt – und bitte auch mehr Erfolg als Griechenland. Denn das ist schlicht ein guter Song. Und der gehört auf die vorderen Plätze. Weit vor vielen anderen.
zweite Meinung “I was a little disappointed when I first heard the Turkish entry as I had expected something a little stronger and edgier from a band with such a high profile and reputation. However the new arrangement of the song is much stronger and having seen the band perform the song live, I think that this will certainly qualify for the final, and should be pushing for the Top 5 in the final”” (Keith Mills, All Kinds Of Everything)
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Wertung
u-kult-de-HF-
Wunsch:
bwin-Prognose auf Sieg:
All-Kinds-
Prognose:
OGAE-
Prognose-
stand:
NDR-
Umfrage-
stand:
8,00/10 Könnte knapp für die Top 10 reichen 13,00 (Platz 6) Platz 7 Platz 8 Platz 2
Youtube-Video (HF-Auftritt):

maNga – We Could Be The Same (Musikvideo)


Albanien 15. Albanien Juliana Pasha It’s All About You
ESC-
Teilnahmen:
6
bestes
Resultat:
Rang 7
(2004)
Matthias Pohlmann zum Song: Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dieser Song könnte erfolgreich sein. Sehr weit weg von meinem persönlichen Geschmack (mit am Weitesten) muss man diesem Lied zugestehen, sehr eingängig zu sein und von einer starken weiblichen Stimme (ob das live auch so sein wird, bleibt abzuwarten) getragen zu werden. Ich wünsche mir den Song bestimmt nicht in den Top 5 – aber für möglich halte ich es durchaus.
Nachtrag: Da bleibt mir als Nachtrag nur zu sagen: Live ist Juliana Pasha ziemlich unwiderstehlich. Einer der “Wow!”-Auftritte des ersten Halbfinales
zweite Meinung: “The land of Eurovision makeovers strikes again. This song made no impression on me until I heard the final version and now it’s a Northern Soul type stomper which I genuinely like. I think it’s a guaranteed qualifier and could give Albania it’s best ever result, with the right draw.” (Keith Mills, All Kinds Of Everything)
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Wertung
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Prognose:
bwin-Quote auf Sieg:
All-Kinds-
Prognose
OGAE-
Prognose-
stand:
NDR-
Umfrage-
stand
8,25/10 Top 10, in einem engen Finale auch weiter oben 41,00 (Platz 13, zusammen mit Rumänien und Norwegen) Platz 12 Platz 16 Platz 11
Youtube-Video (HF-Auftritt):

Juliana Pasha – It’s All About You (Musikvideo)


Island 16. Island Hera Björk Je ne sais quoi
ESC-
Teilnahmen:
22
bestes
Resultat:
Rang 2
(1999)
Stefan Zwieso zum Song: Björk klingt ja ganz gut. Leider ist es aber nicht “die” Björk – sondern eine Teilnehmerin, die schon als Background-Sängerin vergangener Eurovisions-Verbrechen der Isländer am Start gewesen war. Und – juhu – es gibt wieder Eurodance aus Island. Dieter wäre sooooooooo stolz auf euch. Ich bins nicht. Grauenvoll. Und damit ein passender Abschluss für dieses erste Halbfinale. Doch der letzte Startplatz macht wahrscheinlich, dass man damit sogar ins Finale kommt…
Nachtrag: Immerhin hat Helena Björk dieses Mal nicht den letzten Startplatz. Möge das dafür sorgen, dass sie die “Bottom Five” ziert.
zweite Meinung: “I have to go back to 1999’s Cypriot entry to find something that I find as totally worthless as this song. It’s a horrible cacophony of badly recycled ideas with an awkward and charmless performance. If there was any justice it would fail miserably, but given its plumb draw, it might well be inflicted on us in the final.” (Keith Mills, All-Kinds-Of Everything)
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Prognose:
bwin-Quote auf Sieg:
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Umfrage-
OGAE-
Prognose-
stand:
NDR-
Umfrage-
stand:
3,50/10 Mittelfeldplatz 26,00 (Platz 8, zusammen mit Belgien) Platz 17 Platz 3 Platz 8
Youtube-Video (HF-Auftritt):

Hera Björk – Je Ne Sais Quoi (Musikvideo)


Ukraine 17. Ukraine Alyosha Sweet People ESC-Teilnahmen: 7 bestes Resultat: Rang 1 (2004)
Matthias Pohlmann zum Song: Eigentlich gefällt mir der Song gar nicht so schlecht – und über weite Strecken passt auch die Stimme der Sängerin. Was diesem Song aber vor große Probleme stellen wird, ist zunächst einmal die Tatsache, dass der Instrumentalpart vom Band kommt – und Lieder dieser Art, wenn sie denn wirken sollen, komplett live, am besten “acoustic” präsentiert werden sollten. Dazu kommt, dass Alyosha eben nur über weite Strecken überzeugt, an mancher Stelle aber doch auch Schwächen offenbart. Es könnte also erstmals überhaupt passieren, dass die Ukraine im Halbfinale stecken bleibt.
Nachtrag: Im ersten Semifinale war von stimmlichen Schwächen bei Alyosha nichts zu spüren – im Gegenteil: Das war einer der besten Auftritte des stärkeren zweiten Halbfinales. Noch so ein Auftritt und Alyosha – Last-Minute-Teilnehmerin dank des Machtwechsels in der Ukraine – überrascht (und das höchstverdient) alle. Zu wünschen wäre es.
zweite Meinung: “Decide in haste and repent at leisure” is an ld phrase my mother taught me and it certainly applies to this year’s Ukrainian entry. After the shambles of their selection, Ukrainian television ended up with only a few days to submit an entry, or face disqualification and what they ended up with is a song that is totally unsuited to Eurovision. This kind of bluesy ballad, needs to be much more convincingly performed as there really is no hook or climax to the song and while it might be ok for late night radio, I can see little reason for televoters to pick up their phones. Having said that, Ukraine has several neighbours in this semi and the juries may help its slim chances of making the final.”(Keith Mills, All Kinds Of Everything)
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bwin-Quote auf Sieg:
All-Kinds-
Prognose:
OGAE-
Umfrage-
stand:
NDR-
Umfrage-
stand:
9,25/10 mit am Schwersten einzuschätzen, sogar die Top 10 könnten aber möglich sein 101,00 (Platz 20, mit Zypern und Moldawien) Platz 24 Platz 15 Platz 23
Youtube-Video (HF-Auftritt):

Alyosha – Sweet People (Musikvideo)


Frankreich 18. Frankreich Patricia Kaas Et s’il fallait le faire ESC-Teilnahmen: 52
bestes
Resultat:
Rang 1
(1958, 1960, 1962, 1969, 1977)
David Meiländer zum Song: Sommerhits, die kann er. Der kongolesische Sänger Jessy Matador ist vor zwei Jahren mit einem leichten Song bekannt geworden und wurde vielleicht deshalb zum Kandidaten für Frankreich gekürt. Man wünsche sich einen „dynamischen Beitrag mit Choreographie“, werden die Organisatoren zitiert und haben ihren Kandidaten damit zielgruppengerecht ausgesucht. Der Song mag simpel sein, aber er funktioniert.
dritte Meinung: “After bringing us the best French Eurovision entry in many years in 2009, I can’t help feeling left down by this year’s effort. The whole thing seems like a fall-back plan and something of a rush job. The entry is more of a chant than a proper song, but without seeing it being performed live, it’s impossible to rate its chance. Right now I don’t see France back in the Top 10 this year.” (Keith Mills, All Kinds Of Everything)
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Wertung
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Prognose
bwin-Quote auf Sieg: All-Kinds-Prognose:
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Prognose-
stand:
NDR-
Umfrage-
stand:
6,50/10 David Meiländer: 8,00/10 Top 10 sollten klappen, Top 5 sind nicht ausgeschlossen. Avanciert langsam zum Geheimfavoriten 81,00 (Platz 18, zusammen mit Portugal) Platz 15 Platz 6 Platz 6
Youtube-Video:

Jessy Matador – Allez Olla Olé


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