Vote Armenia! – Dass das zweite Halbfinale deutlich stärker besetzt ist als das erste, ist nicht etwa die exklusive Meinung der u-kult.de-Redaktion (rund 1,5 Notenpunkte im Schnitt besser – trotz zweier “Totalausfälle”), sondern manifestiert sich auch in der “Poll Of Polls”: Die Beiträge des zweiten Halbfinales werden im Durchschnitt (!) ganze fünf Plätze höher eingeschätzt als die des ersten Halbfinales. Mal abgesehen von den Platzierungen innerhalb derer, die sich fürs Finale qualifizieren (sollen), ist sich die u-kult.de-Redaktion in diesem Halbfinale mit den Wettern und Abstimmenden übrigens weitgehend einig – bis auf eine Ausnahme: Während die “Poll Of Polls” Irland im Finale und Litauen draußen sieht, wünscht sich die u-kult.de-Redaktion das Ganze genau umgekehrt. Mit einer punktgenau gleichen Durchschnittsnote wie bei Lettland im ersten Halbfinale wünscht sich fürs zweite Halbfinale (wiewohl mit deutlich geringerem Abstand vor den anderen) die u-kult.de-Redaktion Armenien als Gewinner – so vote Armenia!
Nach “Un jour d’été” (2004) und “À 20 ans” (2007) legte Amel Bent mittlerweile bereits ihr drittes Studioalbum vor. Wie die erste Single so ist auch das Album mit “Où je vais” betitelt und wie schon beim Vorgänger stammen die meisten der Texte und auch viele Melodien von Amel Bent selbst. Von Beginn an wird beim Hören des Albums klar, dass sich Amel Bent seit dem Vorläufer erneut weiter entwickelt hat, mit noch nicht einmal 25 Jahren kann sie auf drei sehr unterschiedliche Alben verweisen, die dennoch alle drei unverwechselbar “sie” sind. Davor kann man nur den Hut ziehen – ebenso wie vor der Qualität dieses dritten Studiowerks.
Yutz (bei Metz), 1. Mai 2010. Festival “EuphorYques” – Hauptattraktion des Abends: Ein Konzert von Amel Bent, 2004 Drittplatzierte beim “Nouvelle Star” (der französischen Version von “Deutschland sucht den Superstar”, auch wenn das