Wenn Castingstars Alben veröffentlichen, hört man in Deutschland gerne weg. Insbesondere wenn der Erfolg bei der Castingshow bereits einige Zeit zurück liegt. Das ist – wie bereits vielfach hier erwähnt – in Frankreich nicht ganz so. Wenn allerdings in Frankreich ein in der Bretagne geborener Castingstar ein Album aufnimmt, auf dem sie größtenteils auf bretonisch singt, einige wenige Lieder auf französisch und eines gar auf gälisch, dann geht man auch in Frankreich von einem sicheren Reinfall aus. Und so verwundert es nicht, dass vielfach zu hören war, dass es wohl ein “Dankeschön” von Universal Music an Nolwenn Leroy war, dieser zu erlauben, ein Album mit bretonischen und keltischen Melodien aufzunehmen. Zumal alle Lieder bereits – teils vielfach – von anderen Künstlern veröffentlicht waren. Doch das schlicht “Bretonne” getaufte Album straft in Frankreich gerade alle Erwartungen Lügen: Nach nur einem Monat war das Album “Platin” – und nach Platz 8, Platz 6, Platz 5 und Platz 2 grüßt es seit gestern von der Spitze der französischen Albumcharts.
Archive for Januar, 2011
Ein Wunder auf bretonisch
Auf dem Weg zum Megastar
Es gibt einige Meilensteine für eine Karriere als Musiker(in) in Frankreich. Das erste Album, logisch. (erreichte Amel Bent 2004), fast noch wichtiger – das zweite Album (veröffentlichte sie 2007). Die erste Platinauszeichnung (gab´s fürs erste Album gleich doppelt, für die beiden Nachfolger – bisher – jeweils einfach). Soweit, so parrallel zu unseren Breiten. Ein großer Meilenstein ist aber auch „das erste Olympia“ und „der erste Zénith“. Ersteres ist der „Konzerttempel“ schlechthin in Frankreich und fasst rund 2000 Zuschauer – im Mai 2010 war Amel Bent soweit, diesen Meilenstein zu erreichen. Und gerade mal ein halbes Jahr später war dann – zum Abschluss der Tournee – der erste Zénith de Paris dran (fasst ca. 7000 Zuschauer). Ein fantastisches Konzert wurde dort geboten – und aufgezeichnet, so dass Anfang 2011 mit der ersten Live-DVD (dem nächsten Meilenstein) zu rechnen ist.