Archiv der‘CD-/DVD-Kritik’ Kategorie

Ein Wunder auf bretonisch

von Matthias Pohlmann am 12. Januar 2011

Bretonne von Nolwenn LeroyWenn Castingstars Alben veröffentlichen, hört man in Deutschland gerne weg. Insbesondere wenn der Erfolg bei der Castingshow bereits einige Zeit zurück liegt. Das ist – wie bereits vielfach hier erwähnt – in Frankreich nicht ganz so. Wenn allerdings in Frankreich ein in der Bretagne geborener Castingstar ein Album aufnimmt, auf dem sie größtenteils auf bretonisch singt, einige wenige Lieder auf französisch und eines gar auf gälisch, dann geht man auch in Frankreich von einem sicheren Reinfall aus. Und so verwundert es nicht, dass vielfach zu hören war, dass es wohl ein “Dankeschön” von Universal Music an Nolwenn Leroy war, dieser zu erlauben, ein Album mit bretonischen und keltischen Melodien aufzunehmen. Zumal fast alle Lieder bereits – teils vielfach – von anderen Künstlern veröffentlicht waren. Doch das schlicht “Bretonne” getaufte Album straft in Frankreich gerade alle Erwartungen Lügen: Nach nur einem Monat war das Album “Platin” – und nach Platz 8, Platz 6, Platz 5 und Platz 2 grüßt es seit gestern von der Spitze der französischen Albumcharts.

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Où je vais – Amel Bent überzeugt

von Matthias Pohlmann am 23. Mai 2010

Amel Bent Ou je vaisNach “Un jour d’été” (2004) und “À 20 ans” (2007) legte Amel Bent mittlerweile bereits ihr drittes Studioalbum vor. Wie die erste Single so ist auch das Album mit “Où je vais” betitelt und wie schon beim Vorgänger stammen die meisten der Texte  und auch viele Melodien von Amel Bent selbst. Von Beginn an wird beim Hören des Albums klar, dass sich Amel Bent seit dem Vorläufer erneut weiter entwickelt hat, mit noch nicht einmal 25 Jahren kann sie auf drei sehr unterschiedliche Alben verweisen, die dennoch alle drei unverwechselbar “sie” sind. Davor kann man nur den Hut ziehen – ebenso wie vor der Qualität dieses dritten Studiowerks. Read the rest of this entry »

Bodo Wartke in Galaform

von Matthias Pohlmann am 18. November 2009

Bodo Wartke - Ich denke, also sing ich - Live 2009Seit Montag ist Bodo Wartkes CD „Ich denke, also sing´ ich – Live 2009“ im Handel. „Klavierkabarett in Reimkultur“ nennt er seinen Stil, was die Sache ziemlich genau trifft. Auch wenn die Kultur der Reime manchmal schmerzt. Aber das gehört mit zum Konzept – und sorgt wiederum für den ein oder anderen Lacher extra. Für jemanden, der Bodo Wartke hauptsächlich über die via Youtube erhältlichen Videos kennt, stellte sich vor dem Hören natürlich vor allem die Frage, wie ein Programm ohne „Meine neue Freundin“, „Claudia“, „Logik“ oder „Dodekakophonie“ funktioniert.

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Ein Volltreffer!

von Matthias Pohlmann am 12. Oktober 2009

Meng Tian - New StartMeng Tian ist auf der Überholspur – bei mir jedenfalls. Denn so schnell war ich mir bisher bei kaum einer CD darüber im Klaren, wie die Besprechung denn ausfallen sollte. Und so erscheint gerade mal vier Tage, nachdem ich die Künstlerin überhaupt für mich entdeckt habe, schon dieser Artikel – zu ihrem Debüt “New Start” – einem Album, bei dem ich nicht der Letzte gewesen sein dürfte, der sich in diese Musik schlicht verliebt hat. Denn die Wahlzürcherin hat mit diesem Album einen absoluten Volltreffer gelandet – und zwar mitten ins Musik-Herz.

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Christina Stürmer ist in dieser Stadt

von Matthias Pohlmann am 29. September 2009

Christina Stürmer - In dieser StadtChistina Stürmer legt mit “In dieser Stadt” 2009 bereits das vierte Studioalbum vor. Und zum vierten Mal erreichte sie damit den ersten Platz der österreichischen Charts – Platz 6 und 8 in Deutschland bzw. der Schweiz ist zwar unterhalb des mit dem Vorgänger “Lebe lauter” erreichten – aber es ist alles andere als ein Flop. Ein solcher wäre auch äußerst verwunderlich, ist “In dieser Stadt” doch ein Album, das sich Liebhaber guter deutschsprachiger Musik auf jeden Fall zulegen sollten.

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Olivias dritter Streich

von Matthias Pohlmann am 27. September 2009

Olivia Ruiz - Miss MétéoresOlivia Ruiz – in der allerersten Star Academy 2001 im Halbfinale an der späteren Siegerin Jenifer gescheitert, legte ihr mittlerweile drittes Album vor – “Miss Météores”. Nach “La femme chocolat” lagen die Erwartungen an das dritte Opus natürlich ziemlich hoch – vielleicht zu hoch. Denn betrachtet man das Album “Miss Météores” für sich alleine, so ist es ein richtig gutes Album geworden. Eine gleichermaßen begeisterte Reaktion wie der Vorgänger allerdings ruft es (bei mir) nicht hervor.

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Endlose Faszination

von Matthias Pohlmann am 24. Juli 2009

Kaye Ree - Endless Melody„Endless Melody”, das Album von dessen Releaseparty u-kult.de berichtete, sollte ursprünglich auch zeitnah rezensiert werden. Leider hat das nicht so geklappt wie ursrprünglich geplant, was nicht an der Qualität der Musik liegt. Diese ist über jeden Zweifel erhaben – und Kaye Rees debüt fasziniert mich auch heute noch – so dass der Titel “Endlose Faszination” hier keineswegs übertrieben ist. Mit Melodien zum Verlieben und jeweils einer gehörigen Portion Soul und Sonne in der Stimme erreicht dies „Endless Melody”. Ein Debüt, das man nicht hoch genug loben kann…

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Mehr Gefühl wagen: "Two Mothers"

von Matthias Pohlmann am 19. März 2009

Two Mothers by Judith Lefeber

Dass Judith Lefeber eine einmalige monumentale Stimme hat, weiß Deutschland seit der ersten Staffel von “Deutschland sucht den Superstar“. Nicht umsonst ist es wohl kaum übertrieben, zu sagen, dass kein anderes Ausscheiden aus dieser Castingshow, sei es freiwillig oder durch Abstimmung der Zuschauer, auch nur annähernd den gleichen “Schockeffekt” hatte wie das Ihre. DSDS liegt schon lange hinter Judith Lefeber, ebenso ihre Glanzrolle in AIDA und ihre ersten beiden Alben. Sie brilliert derzeit in “Hair” in Kassel – und sie ist seit gut einem Jahr Mutter. Read the rest of this entry »

Knef? Cool!

von Matthias Pohlmann am 19. März 2009

Hildegard Knef - Das BesteEine Frau ist in aller Munde – Hildegard Knef. So ganz draußen war sie ja nie – aber dank Heike Makatschs Porträt der deutschen Ikone im Film “Hilde” ist sie jetzt auch wieder auf dem Radar derer, die sie und ihre Musik (zu Unrecht) aus den Augen verloren hatten. Zu jedem Film mit halbwegs erträglicher Filmmusik erscheint mittlerweile ein Soundtrackalbum – zu “Hilde” gibt es genau genommen sogar zwei. Einmal “Hilde – Heike Makatsch singt Hildegard Knef” mit vielen Songs der Knef, wie im Titel schon gesagt eben von Heike Makatsch gesungen. Und es gibt “Hilde – Das Beste von Hildegard Knef” – mit 24 Originalsongs, darunter einem bisher unveröffentlichten Song. Letzteres ist das Thema dieses Beitrags – “the real stuff” eben. Read the rest of this entry »

Live immer besser: Annett Louisan

von Matthias Pohlmann am 28. November 2007

Das optimale Leben - die DVDLive immer besser” gilt hier im Übrigen im doppelten Wortsinn, denn einerseits merkt man von Jahr zu Jahr eine Entwicklung bei ihr, sie wird live also immer besser, andererseits war bisher zu jedem Album die Liveversion der Songs die klar bessere Version. Nun – mit der DVD „Das optimale Leben” – erscheint bereits die zweite Live-DVD der deutschen Chansoniere. Wir haben sie unter die Lupe genommen und – erstmals in einem solchen Zusammenhang – auch benotet.

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