Da ging einem doch schon gleich zu Beginn des Finales das Herz auf – vor den Finalisten sah man noch die bereits ausgeschiedenen Kandidatinnen und Kandidaten. Man hatte sie schon vermisst. Und so war die Freude groß, zum Start als Erstes Jessica Kessler, dann Katrin Löbbert bei den Frauen zu sehen – und Patrick Stamme und Riccardo Greco bei den Männern. Das soll sich gegen keine(n) der anderen Ausgeschiedenen richten – an dieser Stelle war die Freude einfach besonders groß.
Schon in die Startnummer “One Night Only” aus dem Musical Dreamgirls waren auch die Finalisten mit eingebaut – und man konnte sich dabei des Wunsches nicht erwehren, es möge jemand allen, die hier auf der Bühne stehen, ein Musical auf den Leib schreiben, das sie gemeinsam zur Aufführung bringen könnten. Danach wurde die Bühne leerer und leerer – zunächst sangen alle sechs Finalisten gemeinsam. Hier näherte man sich musikalisch dann schon mehr und mehr dem Musical Tarzan – denn mit “You Can’t Hurry Love”
kam hier zwar ein Supremes-Song zum Einsatz – aber einer, den auch Phil Collins in seinem Repertoire hat. Hier glänzte jeder der sechs auf seine eigene Weise – nach den vor dem Finale hier geschriebenen Artikeln wird es aber niemand überraschen, wenn sich für den Autor dieser Zeilen Ina und Philipp nochmals ein wenig abheben konnten und einen besonderen Zauber verbreiten konnten.
Die Zeit für einen Einspieler war gekommen – einen
Einspieler, der zeigte, wie Ina Trabesinger, Franziska Schuster und Elisabeth Hübert zur Jane wurden. Der Beweis, dass allen dreien das Jane-Kostüm stehen würde, war damit erbracht – und Zeit zum Umziehen für die Jane-Anwärterinnen war auch gewonnen gewesen – also von der Seite her perfekt. Was folgte, war eine Weltpremiere. Die deutschsprachige Uraufführung des Liedes “Auf diesen Tag hab’ ich gewartet” (“Waiting For This Moment“) aus dem
Musical Tarzan. Ein wunderschönes Lied – leider aber für mich nicht die perfekteste Plattform für die Kandidatinnen, um sich nochmals zu präsentieren. Dazu waren – aus meiner Sicht – die Passagen der drei Damen jeweils zu kurz. Andererseits dürfte für viele wie für mich die Wahl ohnehin schon vor dieser Performance festgestanden haben – aus dieser Warte war das dann tatsächlich keine “große Sünde”. Aber eben ein klein wenig schade – und irgen
detwas zum Meckern muss man ja auch immer finden. Phil Collins wollte nach der Performance das Stück in “Tarzan And Three Janes” umtaufen, da er drei Janes gesehen habe. Pia Douwes wies jeder der drei unterschiedliche Charakterzüge Janes zu, die sie in besonderem Maße verkörpern würden – bei Franziska Schuster wurde hier besonders die natürliche Naivität, die sie transportieren kann, unterstrichen, bei Elisabeth Hübert die Tatsache, dass sie eine kraftvolle Jane gewesen sei – und für Ina
Trabesinger wurde besonders darauf hingewiesen, wie toll sie die englische Finesse transportieren könne.
Zeit für die Männer – und natürlich erst einmal für den Einspieler, der zeigte wie aus Philipp Hägeli, Friedrich Rau und Anton Zetterholm jeweils Tarzan wurde – auch hier konnte man optisch nur unterstreichen, dass jeder der drei einen Tarzan hätte verkörpern können. Die nächste Weltpremiere stand an – wieder ein deutschsprachiger Song aus dem Musical Tarzan.
Dieses Mal “Wer bin ich wirklich?” (“Everything That I Am“) – und dieser Song bot den Dreien eine hervorragende Präsentationsplattform. Ein absoluter Gänsehautauftritt – von allen dreien. Was eben auch an dem Lied lag. Dass ich mich in meiner persönlichen Entscheidung für meinen Tarzan nach dieser Performance bestätigt fühlte, wird auch hier niemanden überraschen.
Die Zuschauer waren nun gefragt und konnten jeweils einen direkt ins Finale schicken – die Wahl fiel hier auf Anton Zetterholm und Elisabeth Hübert. Für Ina, Franziska, Philipp und Friedrich bedeutete das: Sing-Off. Was bei mir zu einem weinenden und einem lachenden Auge führte – denn natürlich hätte man es Ina und Philipp besonders gegönnt, direkt ins Finale gewählt zu werden – andererseits kann man natürlich nicht nur traurig sein,
wenn man die beiden einmal mehr singen hören und spielen sehen darf. “You’ll Be In My Heart” sangen die vier – zum Niederknien und man wollte eigentlich in diesem Moment keinen der vier verlieren. Es musste aber sein – und so kann eine gewisse Erleichterung darüber, dass die Jury Philipp und Ina ins “Finale im Finale” schickte, nicht verhehlt werden.
Weltpremiere Nummer drei wartete hier auf die Zuschauer – “Auf einmal” (“For The First Time“) – vier tolle Personen sangen dieses Lied – und doch sei hier festgehalten, dass Ina Trabesinger hier eine Klasse für sich gewesen war und nicht nur für mich deutlich heraus geragt hatte. Das war einfach nur überragend gesungen und wenn man ihr dabei zusah, so konnte man so unglaublich Vieles
gleichzeitig in ihrer Mimik, besonders in ihren Augen, sehen – für diesen Auftritt kann man nur symbolisch auf die Knie gehen und mit einem Bekannten sagen: “Danke, dass ich das erleben durfte”.
Gewählt wurden von den Zuschauern dann Anton Zetterholm als Tarzan und Elisabeth Hübert als Jane. Die beiden werden sicher ein richtig schönes Paar auf der Bühne der Neuen Flora in Hamburg abgeben – und werden damit leben können, dass sich meine persönlichen Favoriten nicht geändert haben und nicht ändern. Das Schöne an “Ich Tarzan Du Jane” war ja, dass man schon lange vor dem Finale – im Grunde seit dem Workshop – wusste, dass es richtig gute Hauptdarsteller werden würden.
Und genau deshalb ist an dieser Stelle auch der Zeitpunkt für Danksagungen meinerseits.
Ein ganz dickes Dankeschön (unsortiert und ohne bewusste Reihenfolge) geht…
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… an alle Beteiligten für ein (bezüglich der Liveshows) Sechs-Gänge-Gourmetcasting, das mich motiviert hat, nach viermonatiger Pause wieder zu schreiben,
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... an Pia Douwes, Ralf Schaedler, Michael Hildebrandt für Jurykommentare, mit denen ich etwas anfangen konnte, an denen ich meine eigene Einschätzung überprüfen konnte, auch wenn ich manchmal Gegenrede erhob,
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… an Sat. 1 für den Mut zu dieser Castingshow,
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… an eyeworks und alle beteiligten Techniker für magische Freitag Abende,
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… an Anton Zetterholm insbesondere für “Think“,
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… an Elisabeth Hübert insbesondere für “Since U Been Gone“,
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… an Jessica Kessler für viele Superauftritte, fürs “Einfach-die-Jessi-sein” – und ganz besonders für “Do You Love Me” und eines meiner Lieblingslieder “It’s All Coming Back To Me Now“,
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… an Patrick Stamme für auch tolle Auftritte, für Manches, für das ein Extra-Danke fällig wäre – und besonders für “And When The Rain Begins To Fall“,
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… an Riccardo Greco für den Kampfgeist im Workshop, für strahlende Auftritte in den Liveshows und – im Rückblick – insbesondere für “Livin’ la vida loca“,
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… an Franziska Schuster für den (mehr als berechtigten) Mut, zu diesem Casting zu gehen, für viele schöne Auftritte, aus denen es schwer fällt, einen besonderen heraus zu heben – wenn es aber sein muss, dann ein besonderer Dank für “If I Can’t Have You“,
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… an Friedrich Rau für seinen gleichermaßen berechtigten Mut, zu diesem Casting zu gehen, für ebenfalls viele schöne Auftritte, aus denen ich mir – wenn ich mir etwas für einen besonderen Dank aussuchen soll- am Ehesten “Ich bin ich” aussuche,
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… an Philipp Hägeli für wahrlich jeden einzelnen Auftritt bei dieser Show – jede Minute war ein Geschenk – da ist ein Danke schon relativ wenig – und ganz ganz besonders für “Do You Love Me“, “Angels” und “I Don’t Want To Miss A Thing“,
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… an Katrin Löbbert fürs Verzaubern, für jede Minute, die man dich auf der Bühne sehen durfte – und ganz besonders für “River Deep, Mountain High“, für “Somebody To Love” und “We’ve Got Tonight“, dem ersten Mal, dass ich einen Jeanette-Biedermann-Song gerne hörte - neben vielem Anderen, für das ein “Danke” angebracht wäre,
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… und an Ina Trabesinger für viel mehr, als in so ein Dankschön reinpasst, für zau-ber-hafte Auftritte Woche für Woche (und ich bleibe dabei, MIR hat “Don’t Go Breaking My Heart” gefallen). Ganz besonders ein Danke für “Taking Chances” und für “Think” und für “Son Of A Preacherman” – neben allen Dingen, für die noch “Dankes” an dich fällig wären…
Zu Guter Letzt ein Danke an alle, die ich jetzt vergessen habe für alles, was ich jetzt vergessen habe – wenn hier ein “Danke” nicht steht, bedeutet das noch lange nicht, dass ich mich dafür nicht bedanken wollte… An alle sei gesagt: