Archiv der‘in concert & live’ Kategorie

Shy’m rockt Straßburg

von Matthias Pohlmann am 22. März 2012

Shy'm in Strasbourg - Foto: Matthias PohlmannVor mittlerweile sechs Jahren eroberte sie mit dem Titel „Femme de couleur“ die französischen Charts. Es folgten „Victoire“ und „Oublie-moi“ als weitere Singles aus dem Debütalbum „Mes fantasies“, das sich ebenfalls sehr gut verkaufte – über 230.000 mal. Die Rede ist von Shy’m. Entdeckt vom auch in Deutschland nicht ganz unbekannten Musiker K-Maro („Femme like you“) folgten zwei weitere äußerst erfolgreiche Alben – zuletzt „Prendre l´air“, das bisher nach absoluten Verkaufszahlen erfolgreichste Album Shy’ms. Mit einer Tournee aber ließ sie sich sehr viel Zeit – erst jetzt, 2012 (mit einem umjubelten Auftakt im Dezember 2011 im Zénith in Paris), ist es soweit. Am 19. März machte der Triumphzug Shy’ms durch Frankreich Halt im Zénith in Strasbourg – und sie zeigte, dass sie die auch nicht unbedingt als besonders heißblütig bekannten Elsässer zu begeistern vermag. Read the rest of this entry »

Neue Hair-Farbe

von Matthias Pohlmann am 28. November 2011

Tertia Botha in Hair in BonnNach Kassel und Mannheim nun also Bonn – die mittlerweile dritte Version des Musicals “Hair” auf Basis der Kasseler Inszenierung. Und es fällt schwer, bei dieser Bonner Version nicht ins Schwärmen zu geraten, denn das Musical hat sich seit der Kasseler Premiere entwickelt – und das gewiss nicht zum Schlechteren. Tertia Botha als Dionne bringt Gänsehaut-Feeling bei jeder Zeile, die sie singt und lässt die Skepsis derjenigen, die sich fragten, ob hier die Schuhe Judith Lefebers, die die Rolle in Kassel (und Mannheim) gesungen hatte, nicht zu groß sein könnten, schon nach den ersten Tönen des Musicals in schiere Begeisterung umschlagen. Dazu Maricel als Sheila – umwerfend greift hier zu kurz. Und nach dem Fiasko bei der Premiere in Mannheim auch eine Tontechnik, die den Darstellerinnen und Darstellern auf der Bühne gerecht wird. Read the rest of this entry »

FrancoFolies 2011 zu Ende

von Matthias Pohlmann am 20. Juni 2011

Les FrancoFolies de MontréalNach über 250 Konzerten, davon über 150 gratis und Open Air, sind die FrancoFolies 2011 in Montréal gestern zu Ende gegangen. Auch die zweite Hälfte brachte einige Entdeckungen, hier sind insbesondere die québecer Rockerin Alecka und die Singer-Songwriterin Caroline D’été. Einziges besuchtes Innenkonzert war in der zweiten Hälfte Grand Corps Malade, ein zwar ordentliches bis gutes Konzert – aber keines, das auch nur annäherend mit den Erlebnissen bei Éric Lapointe oder gar Marie-Élaine Thibert mithalten konnte. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht und eines ist auch sicher: Das waren nicht die letzten FrancoFolies, auf denen u-kult.de live vor Ort war.

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Francofolies: Halbzeit

von Matthias Pohlmann am 16. Juni 2011

Les FrancoFolies de MontréalEs ist das weltgrößte Festival frankophoner Musik, les FrancoFolies de Montréal. Über 250 Konzerte, davon über 150 Konzerte open air und gratis, dazu ein Stelldichein der Stars aller möglichen Musikstile innerhalb der Frankophonie. Gestern war Halbzeit – u-kult.de ist erstmals vor Ort und konnte jede Menge Eindrücke sammeln – sowohl von den “Bezahlkonzerten” drinnen wie auch von den Gratiskonzerten draußen. Bis auf zwei Abende war das Wetter auch “mehr als perfekt” – und so zog das Festival die Besucher in Scharen an. Mit einem Paukenschlag deluxe – einem Konzert des québecer Rockers Éric Lapointe begannen die Saalkonzerte für u-kult.de und eigentlich war da schon klar, dass dieses Konzert kaum zu überbieten sein würde. Wie man sich doch täuschen kann – denn dann kam Marie-Élaine Thibert und stellte alles Dagewesene in den Schatten. Eine Halbzeitbilanz. Read the rest of this entry »

Begeisternde Performance

von Franziska Späth am 12. Juni 2011

HeadFeedHandsNicht nur das E-Werk Freiburg konnte sich am vergangenen Wochenende in ganz neuem Licht präsentieren, sondern auch die Kompanie für Neuen Zirkus, Tanz und Theater „HeadFeedHands“. Mit ihrer dritten Produktion [HOW TO BE] ALMOST THERE begeisterte die Freiburger Gruppe mit Günter Klingler, Marion Dieterle, Tim Behren, Christelle Herrscher und Florian Patschovsky ihr Publikum mit einer empfindsamen Performance über Menschen, die versuchen ihren Platz zwischen Isolation und Integration zu finden. Read the rest of this entry »

Spektakel für den guten Zweck

von Matthias Pohlmann am 9. Februar 2011

Einmarsch der Enfoires. Vlnr Zazie, Alizee, Mimie Mathy, Liane Foly, LaamMontpellier, letzte Januarwoche 2011. Wie in jedem Jahr (jedes Mal in einer anderen Stadt) trafen sich gut 30 der größten Stars der frankophonen Musik- und Schauspielszene sowie einige aus dem Bereich des Sports, um möglichst viel Geld für einen guten Zweck (die Finanzierung der “Restos du Coeur”) einzusammeln. Mittels eines Spektakels der Superlative, dessen Größe man zwar an Hand der (im März folgenden) TV-Ausstrahlung oder der (ebenfalls dann erhältlichen) DVD zum Konzert erahnen kann (auch hier fließen alle Erlöse an die “Restos”), wirklich erfassen lässt sich das Ganze aber nur live vor Ort. Der Name des Ganzen “Les Enfoirés” (wir verzichten an dieser Stelle auf eine Übersetzung und verweisen auf leo.org). Der Name der diesjährigen Konzertreihe “Dans l’oeil des Enfoirés” (Im Auge der Enfoirés). Read the rest of this entry »

Eurovision Song Contest 2010, 1. Halbfinale (I)

von u-kult.de Redaktion am 18. Mai 2010

Eurovision Song Contest 2010 in Oslo - mit LenaNoch rund eine Woche wird ins Land gehen, dann ist es wieder soweit – das größte Fernsehereignis (gemessen an der Gesamtzuschauerzahl) nach Fußball-WM und Olympia: Der Eurovision Song Contest 2010. Nach Alexander Rybaks Erfolg im vergangenen Jahr wird dieses Mal Oslo die Gastgeberstadt sein. Deutschland – das mit “Unser Star für OsloLena als Teilnehmerin fand, greift wie immer erst im Finale ins Geschehen ein und erstmals seit Bestehen dieser Seite kann sich auch die u-kult.de-Redaktion dem “Daumen drücken für den eigenen Beitrag” nicht entziehen – und will das auch gar nicht. Also ist dies ein erster Blick auf die ersten sechs Konkurrenten – die weiteren Teilnehmer folgen nach und nach in den kommenden Tagen. Ist jemand dabei, der Lena – in den Wettbüros immerhin zwischen Rang 1 und 3 gelistet – qualitativ gefährlich werden kann? Das kann nur jede/r selbst entscheiden… Die ganz objektiv-subjektive Meinung einzelner u-kult.de-Redakteure werden wir aber dennoch kund tun…

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Klangfarben deluxe

von Matthias Pohlmann am 25. November 2009

Schneeweiss und Rosenrot @Waldsee FreiburgJazz ohne Stress” heißt eine dienstägliche Veranstaltungsreihe im Freiburger Gasthaus “Waldsee“. Oftmals sind dort Acts zu Gast, die kurz zuvor oder kurz danach auch im berühmten Basler Jazztempel “the bird´s eye jazz club” Auftritte haben oder hatten. So gilt das auch für “Schneeweiss und Rosenrot“, die sich gestern im “Waldsee” die Ehre gaben und dort zeigten, dass “Jazz ohne Stress” nicht etwa mit Dudelmusik gleichzusetzen ist. Sonden – jedenfalls in diesem Fall – mit ganz viel Kreativität und ungewohnten Klängen und Klangfarben. Klangfarben deluxe also. Read the rest of this entry »

Cléopâtre, Musical der Superlative

von Matthias Pohlmann am 23. November 2009

Cleopatre - la derniere reine d Egypte mit Sofia EssaidiAm vergangenen Wochenende gastierte das Musical Cléopâtre – la dernière reine d’Egypte im Zénith in Strasbourg. Kurz vor dem Ende der Tournee durch Frankreich im Dezember (ab 14. Januar 2010 wird das Stück wieder fest in Paris zu sehen sein) gab es somit also auch für deutsche Musicalfans die Gelegenheit, das Ganze ohne allzu großen Anreiseweg anzusehen. Zu sehr fairen – in Frankreich üblichen – Preisen wurde ein Spektakel geboten, das sich vom normalen Musical in unseren Breiten kräftig abhebt. Und für die Hauptdarstellerin, Sofia Essaïdi, einen kräftigen Karriereschub bedeuten dürfte. Read the rest of this entry »

Nicht angekommen

von Matthias Pohlmann am 8. November 2009

Hair am Nationaltheater in Mannheim, Bild (c) Christian KleinerDie Musicalproduktion Hair aus dem Staatstheater Kassel ist seit gestern ins Nationaltheater Mannheim “umgezogen”. Die gestrige Premiere war Grund genug, sich das Werk – mit größtenteils gleichem Ensemble und einigen Änderungen im Detail – erneut genauer anzusehen. Leider bleibt dabei aber festzuhalten, dass “Hair” in Mannheim (noch?) nicht (ganz) angekommen zu sein scheint,  es einige berechtigte Unmutsbekundungen aus dem Publikum bereits während der Pause gab – das aber nicht wegen eines schlechten Ensembles.

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