Nach Kassel und Mannheim nun also Bonn – die mittlerweile dritte Version des Musicals “Hair” auf Basis der Kasseler Inszenierung. Und es fällt schwer, bei dieser Bonner Version nicht ins Schwärmen zu geraten, denn das Musical hat sich seit der Kasseler Premiere entwickelt – und das gewiss nicht zum Schlechteren. Tertia Botha als Dionne bringt Gänsehaut-Feeling bei jeder Zeile, die sie singt und lässt die Skepsis derjenigen, die sich fragten, ob hier die Schuhe Judith Lefebers, die die Rolle in Kassel (und Mannheim) gesungen hatte, nicht zu groß sein könnten, schon nach den ersten Tönen des Musicals in schiere Begeisterung umschlagen. Dazu Maricel als Sheila – umwerfend greift hier zu kurz. Und nach dem Fiasko bei der Premiere in Mannheim auch eine Tontechnik, die den Darstellerinnen und Darstellern auf der Bühne gerecht wird. Read the rest of this entry »
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Neue Hair-Farbe
Gelungener Auftakt
In diesen Tagen ein neues Theater zu eröffnen – dazu in Freiburg, das neben den städtischen Bühnen mit zahlreichen kleineren Bühnen bestückt ist – dazu bedarf es Mut. Und einer genauen Idee davon, was man will – kurzum: Man muss dazu seine “Nische” finden. Mit der “Komödie der Altstadt”, einem Boulevardtheater, hat Jörg Nadeschin den Sprung gewagt und ist seit vergangenen Freitag nun Teil der Theaterszene in Freiburg.. Zum Start (und bis Mitte Dezember) wurde “Cash – und ewig rauschen die Gelder”, eine Farce von Michael Cooney, gespielt – zum sicht- und hörbaren Genuss des anwesenden Premierenpublikums.
Francofolies: Halbzeit
Es ist das weltgrößte Festival frankophoner Musik, les FrancoFolies de Montréal. Über 250 Konzerte, davon über 150 Konzerte open air und gratis, dazu ein Stelldichein der Stars aller möglichen Musikstile innerhalb der Frankophonie. Gestern war Halbzeit – u-kult.de ist erstmals vor Ort und konnte jede Menge Eindrücke sammeln – sowohl von den “Bezahlkonzerten” drinnen wie auch von den Gratiskonzerten draußen. Bis auf zwei Abende war das Wetter auch “mehr als perfekt” – und so zog das Festival die Besucher in Scharen an. Mit einem Paukenschlag deluxe – einem Konzert des québecer Rockers Éric Lapointe begannen die Saalkonzerte für u-kult.de und eigentlich war da schon klar, dass dieses Konzert kaum zu überbieten sein würde. Wie man sich doch täuschen kann – denn dann kam Marie-Élaine Thibert und stellte alles Dagewesene in den Schatten. Eine Halbzeitbilanz. Read the rest of this entry »
Auf dem Weg zum Megastar
Es gibt einige Meilensteine für eine Karriere als Musiker(in) in Frankreich. Das erste Album, logisch. (erreichte Amel Bent 2004), fast noch wichtiger – das zweite Album (veröffentlichte sie 2007). Die erste Platinauszeichnung (gab´s fürs erste Album gleich doppelt, für die beiden Nachfolger – bisher – jeweils einfach). Soweit, so parrallel zu unseren Breiten. Ein großer Meilenstein ist aber auch „das erste Olympia“ und „der erste Zénith“. Ersteres ist der „Konzerttempel“ schlechthin in Frankreich und fasst rund 2000 Zuschauer – im Mai 2010 war Amel Bent soweit, diesen Meilenstein zu erreichen. Und gerade mal ein halbes Jahr später war dann – zum Abschluss der Tournee – der erste Zénith de Paris dran (fasst ca. 7000 Zuschauer). Ein fantastisches Konzert wurde dort geboten – und aufgezeichnet, so dass Anfang 2011 mit der ersten Live-DVD (dem nächsten Meilenstein) zu rechnen ist.
Wunder gibt es immer wieder – Glückwunsch Lena!
Ein spannendes Finale ist zu Ende – and the winner is….. Leeenaaaaaaa! Lena hat also den Eurovision Song Contest 2010 für Deutschland gewonnen – Herzlichen Glückwunsch hierzu. “Silber” geht an maNga aus der Türkei, “Bronze” an Paula Seling und Ovi aus Rumänien – auch diesen beiden herzliche Glückwünsche. Die rote Laterne hingegen wurde dieses Jahr an Josh aus Großbritannien vergeben. Einen kleinen Skandal gabs auch – während des spanischen Auftritts hatte sich ein Fan auf die Bühne “geschlichen” und an der Choreografie “teilgenommen”. Er musste von der Security von der Bühne gebracht werden – und Spanien durfte am Ende ein Weiteres Mal ran. Ob es Einfluss aufs Ergebnis hatte? Wir werden es wohl eher nie erfahren…
Eurovision Song Contest, “Poll Of Polls” und anderes
Wie endet der Eurovision Song Contest? Wir haben dazu (nochmals aktualisiert) den Stand der Dinge bei OGAE, beim NDR, bei bwin und bei William Hill in eine “Poll Of Polls” eingerechnet. In den Einzelwerten zeigt sich dabei Einiges: So ist kurz vor Beginn der Veranstaltung der Vorsprung von Safura (Aserbaidschan) auf Lena kräftig zusammengeschmolzen (bei William Hill) oder sie ist mittlerweile sogar bereits knapp hinter Lena eingeordnet (bwin). Auf den hinteren Plätzen hat sich Großbritannien in den letzten Stunden bei William Hill kräftig nach oben gearbeitet (das bedeutet, es wurde auf Großbritannien gewettet), aus der Tiefe des Raumes ist Sofia Nizharadze aus Georgien bei OGAE plötzlich im Favoritenkreis dabei – und in den Wettbüros immerhin im gehobenen Mittelfeld angekommen. Read the rest of this entry »
Eurovision Song Contest: Finalvorschau (IV)
Die letzten sieben Auftritte im Finale des Eurovision Song Contests 2010 haben es in sich – gleich vier der sieben Titel werden als potenzielle Kandidaten für einen Platz unter den ersten fünf gehandelt. Darunter mit Lena Meyer-Landrut auch der deutsche Beitrag – erstmals seit vielen Jahren. Aber eben auch Eva Rivas aus Armenien, die direkt vor Lena auf der Bühne stehen wird, Harel Skaat aus Israel sowie Chanée & N’evergreen aus Dänemark werden Chancen auf einen vorderen Platz eingeräumt, dazu kommt mit Filipa Azevedo aus Portugal eine Interpretin, die im Semifinale einen der stärksten Auftritte hinlegte und bei einer Wiederholung dieser Leistung auch nicht vollkommen außer Acht gelassen werden darf. Spannend wird es also auf jeden Fall – und am Ende des Abends werden wir dann auch wissen, ob David Meiländer mit seiner Skepsis in Bezug auf Lenas Chancen Recht behält – oder der Rest der u-kult.de-Redaktion, der sie zwar nicht auf Platz 1, wohl aber weit vorne sieht.
Eurovision Song Contest: Finalvorschau (III)
Der dritte Block des Finales des Eurovision Song Contests steht nun an, hier treffen nun mit Juliana Pasha aus Albanien und Helena Björk aus Island zwei Interpretinnen mit Songs sehr ähnlicher Stilrichtung aufeinander – deutlich ähnlicher noch als Zypern/Belgien. So dass sich auch hier die Frage stellt, ob das einem oder beiden Beiträgen schaden wird. Geht es nach der Sangeskunst, kann dabei eigentlich nur Juliana Pasha gewinnen – verglichen mit ihr hat Helena Björk noch nicht einmal den “dritten Gang” gefunden, während Juliana im sechsten fährt. Aber der Contest ist unberechenbar – und so könnte es am Ende auch umgekehrt kommen. “Schaun mer mal”, würde ein bekannter Bayer hier wohl sagen. Mit der Georgierin Sofia Nizharadze ist ein erster “Coup de Coeur” der Redaktion dabei – und mit Alyosha aus der Ukraine folgt der zweite (fast) auf dem Fuß.
Eurovision Song Contest: Finalvorschau (II)
Nach diesem Block ist auch schon (fast) Halbzeit beim Eurovision Song Contest. Eine spannende Frage dabei wird sein: Schadet es Zypern und/oder Belgien, das sie so nah “aufeinander sitzen”? Zu hoffen ist das nicht. Am Ende des Abends wird man mehr wissen, eines darf man aber hoffen: Dass Weißrussland in diesem Kontext völlig baden geht. Und ein wenig Hoffnung, dass auch Niamh Kavanagh nicht in die Top 10 einzieht, besteht auch noch – immerhin hat sie dieses Mal nicht Slowenien im Vorprogramm. Dafür aber (und daher muss man befürchten, dass sie deutlich weiter vorne landet als es verdient wäre) einen der qualitativ schwächsten Beiträge des Finales. Da wird sie wieder strahlen, ohne selbst etwas dazu tun zu müssen. Nunja, Glück braucht der Mensch eben auch.
Eurovision Song Contest: Finalvorschau (I)
Samstag, 21 Uhr, ist es soweit – das Finale des Eurovision Song Contests 2010 in Oslo beginnt. Dabei sein wird dann auch Lena, die von Vorjahressieger Alexander Rybak ebenso zu seiner Favoritin erklärt wurde wie vom dreimaligen Sieger Johnny Logan. Logan meinte im Übrigen zu Recht, dass ein Sieg Lenas für den Contest insgesamt wichtig wäre, würde er doch das Interesse der Plattenindustrie für diesen Wettbewerb wieder entfachen. Ob Europas Telefonstimmen und Jurys dem folgen werden? Schön wäre es ja, aber so richtig kann die u-kult.de-Redaktion nicht daran glauben. Auf einen Einzug in die Top 5 hoffen wir aber dennoch (im Optimalfall). Das wünschen wir im Übrigen auch Armenien, Georgien, der Ukraine und Portugal von Herzen.