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		<title>Talent und Charme im Überfluss</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 13:07:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Pohlmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie ist noch nicht einmal 30 Jahre alt und befindet sich in Frankreich gerade auf dem (bisherigen) Höhepunkt ihrer Karriere: Shy’m – mit bürgerlichem Namen Tamara Marthe. Drei Alben – alle mindestens Gold, das aktuelle derzeit Doppelplatin stehen bisher in ihrer Diskographie, ein viertes wird in diesem Sommer dazu kommen. Und sechs Jahre nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><img style="float: left; margin: 3px;" title="Shy'm - Foto: Matthias Pohlmann" src="/media/bilder/shym-p01.jpg" alt="Shy'm - Foto: Matthias Pohlmann" width="240" height="165" />Sie ist noch nicht einmal 30 Jahre alt und befindet sich in Frankreich gerade auf dem (bisherigen) Höhepunkt ihrer Karriere: <strong>Shy’m</strong> – mit bürgerlichem Namen Tamara Marthe. Drei Alben – alle mindestens Gold, das aktuelle derzeit Doppelplatin stehen bisher in ihrer Diskographie, ein viertes wird in diesem Sommer dazu kommen. Und sechs Jahre nach dem Debütalbum feiert sie gerade eine äußerst erfolgreiche erste Tournee durch die großen Hallen Frankreichs. Dabei wollte sie sie sich einst nicht auf die Bühne trauen – etwas, das ihr Entdecker und Produzent gleich in ihren Künstlernamen einbaute – ein Kunstwort aus „Shy“ für schüchtern und „M“ für Martinique – Land ihrer Vorfahren väterlicherseits.<span id="more-846"></span></em></p>
<p style="text-align: justify;"><img style="float: right; margin: 3px;" title="Shy'm - Foto: Matthias Pohlmann" src="/media/bilder/shym-p02.jpg" alt="Shy'm - Foto: Matthias Pohlmann" width="240" height="135" />À propos Entdecker und Produzent: Ohne den Namen <strong>K-Maro</strong> ist <strong>Shy’m</strong>s Geschichte nicht zu erzählen. Der nämlich entdeckte sie einst und nahm sie zunächst als Duettpartnerin für die Single „<em>Histoires de luv</em>´“ aus seinem Album „<em>Million Dollar Boy</em>“ – der Folgesingle übrigens zur 2004 in Deutschland bis auf Platz drei gelangten Single „Femme Like You“. Bei der Arbeit zu „<em>Histoires de luv´</em>“ muss Shy’m K-Maro endgültig überzeugt haben, denn er schrieb daraufhin alle Songs zu ihrem Debütalbum „<em><strong>Mes fantasies</strong></em>“ (2006) und produzierte das Album auch – ebenso wie die beiden Nachfolger „<em><strong>Reflets</strong></em>“ und „<em><strong>Prendre l´air</strong></em>“.</p>
<ul>
<ul>
<li><strong>Femme de couleur (2006)</strong></li>
</ul>
</ul>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/X6f-SpT17rI" frameborder="0" width="425" height="350"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Mit der ersten Singleauskopplung aus dem Debütalbum – „<em><strong>Femme de couleur</strong></em>“ begann dann die Karriere von <strong>Shy’m</strong> als Solokünstlerin – ihr erster von vielen Top 10-Hits. Die Folgesingle „<em><strong>Victoire</strong></em>“ wurde dann noch erfolgreicher und blieb fünf Wochen lang auf Platz 2 der französischen Charts. Damit hatte die junge Künstlerin dann doch nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht und auch das Debütalbum konnte sich über längere Zeit in den Top 10 der Charts halten und die Auszeichnung „Platin“ ließ dann nicht lange auf sich warten.</p>
<ul>
<ul>
<li><strong>Victoire (2006)</strong></li>
</ul>
</ul>
<div align="center"><iframe src="http://www.dailymotion.com/embed/video/xemwug" frameborder="0" width="480" height="276"></iframe><br /><a href="http://www.dailymotion.com/video/xemwug_shy-m-victoire_music" target="_blank">Shy&#8217;m &#8211; Victoire</a> <em>von <a href="http://www.dailymotion.com/shymofficiel" target="_blank">shymofficiel</a></em></div>
<p style="text-align: justify;">Das Erfolgsteam K-Maro und Shy’m legte fortan im Zweijahresrhythmus Alben nach. Eingängige, doch nicht flache und oft tanzbare Melodien gemischt mit Balladen der Sonderklasse finden sich auf jedem der Alben, die insgesamt am Ehesten irgendwo zwischen RnB, Hip-Hop und Elektropop anzusiedeln sind. Erfolg reihte sich an Erfolg und doch hatte man im Gespräch mit französischen Kollegen wie Freunden immer das Gefühl, dass Shy’m nicht vollkommen ernst genommen würde. Die Songs seien schön, so hieß es. Die Frau auch. Mehr nicht. Weitere Neugier war nur selten zu spüren. Trotz einer unglaublich schönen Stimme, trotz eines äußerst sympathischen Auftretens.</p>
<ul>
<ul>
<ul>
<li><strong>Prendre l´air (2010)</strong></li>
</ul>
</ul>
</ul>
<div align="center"><iframe src="http://www.dailymotion.com/embed/video/xg3tv6" frameborder="0" width="480" height="276"></iframe><br /><a href="http://www.dailymotion.com/video/xg3tv6_shy-m-prendre-l-air_music" target="_blank">Shy&#8217;m &#8211; Prendre l&#8217;air</a> <em>von <a href="http://www.dailymotion.com/shymofficiel" target="_blank">shymofficiel</a></em></div>
<p style="text-align: justify;">Das änderte sich schlagartig am 7. März 2011 als Shy’m zum ersten Mal in der französischen Musiksendung „<em>Chabada</em>“ (in der übrigens auch die in Deutschland gefeierte <strong>Zaz</strong> ihren ersten TV-Auftritt hatte) zu Gast war. Bei einem Spezial zum Frauentag, auf dem eine Benefiz-CD zu Gunsten der „<em>Association Paroles de Femmes</em>“ vorgestellt wurde. Die Idee hinter der CD war, dass verschiedene Künstlerinnen Lieder singen, die einen Frauenvornamen als Titel haben – und Shy’m zeigte im Rahmen der Präsentation eine überragende Liveversion von <strong>Gilbert Bécaud</strong>s legendärem Song „<em><strong>Nathalie</strong></em>“. Nur um gleich danach bei der Interpretation eines Songs von <strong>Dalida</strong> alle Register zu ziehen.</p>
<ul>
<ul>
<li><strong>Shy&#8217;m bei „<em>Chabada</em>“ (2011) </strong>(Alle Auftritte und Partizipationen Shy&#8217;ms)</li>
</ul>
</ul>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/w5vorNO8qhs" frameborder="0" width="425" height="350"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Und auf einmal war sie auch bei Leuten akzeptiert, die sie bis dahin nicht sonderlich ernst genommen hatten. Bei „<em>Chabada</em>“ wurde sie quasi Stammgast und auch die „graue Eminenz des französischen Fernsehens“, <strong>Michel Drucker</strong>, lud sie verstärkt in seine Sendungen ein &#8211; was unter anderem in einem Duett mit <strong>Jermaine Jackson</strong> mündete. So ganz logisch ist der Wandel der Aufmerksamkeit für Shy&#8217;m ja nicht &#8211; aber mehr als verdient hat sie diese auf jeden Fall. Nur war und ist sie nach „<em>Chabada</em>“ und all den anderen Sendungen immer noch die gleiche Shy&#8217;m wie zuvor.</p>
<ul>
<ul>
<li><strong>Shy&#8217;m bei Michel Drucker („<em>Champs-Élysées</em>“)</strong></li>
</ul>
</ul>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/ecClqZWFKa8" frameborder="0" width="425" height="350"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Ihre TV-Präsenz erhöhte sich dann noch im Herbst 2011, als sie bei der französischen Version von „<em>Let´s Dance</em>“ („<em>Danse avec les stars</em>“) teilnahm und diese mit nahezu zwei Dritteln der Zuschauerstimmen im Finale gewinnen konnte. Im Januar 2012 wurde sie außerdem als „<em>Artiste feminine française de l´année</em>“ (französische Künstlerin des Jahres) bei <img style="float: left; margin: 3px;" title="Shy'm - Foto: Matthias Pohlmann" src="/media/bilder/shym-p03.jpg" alt="Shy'm - Foto: Matthias Pohlmann" width="249" height="140" />den <strong>NRJ Music Awards</strong> ausgezeichnet. Dabei konnte sie sich übrigens unter anderem gegen die ebenfalls nominierte <strong>Nolwenn Leroy</strong> und &#8211; bereits in der Nominierungsphase &#8211; gegen die ebenfalls vornominierte <strong>Zaz</strong> durchsetzen. Fast schon zwingende Konsequenz ihrer derzeitigen Popularität war dann die Einladung zu den <strong>Enfoirés 2012</strong> &#8211; aus der Sicht vieler einer der größten „Orden“ der französischen Musikszene. Auch dort wurde sie gefeiert, um danach ihre Tournee durch meist ausverkaufte Hallen Frankreichs zu starten. Hier zeigte sich dann sichtbar für jeden, dass sich Shy&#8217;ms Fanbasis stark verändert hat. Sieht man bei anderen Künstlerinnen und Künstlern rund um das Genre RnB in Frankreich ein Publikum, das sich hauptsächlich aus Menschen mit Einwanderungshintergrund zusammensetzt, ist das &#8211; wie bereits <a href="http://u-kult.de/blog/2012/03/22/shym-rockt-strassburg/" target="_blank">im Konzertbericht</a> erwähnt &#8211; bei Shy&#8217;m ganz anders. Was nicht mehr aber eben auch nicht weniger bedeutet, als dass sie es erreicht hat, ihre Fanbasis massiv zu verbreitern und mittlerweile Menschen quer durch alle sozialen Schichten und alle Altersgruppen erreicht. Verändert hat sich ihr Auftreten durch den großen Erfolg übrigens keineswegs &#8211; sie ist nach wie vor die Bescheidenheit in Person. Kombiniert mit einem unglaublichen Charisma, einer Stimmfarbe, um die sie viele Sängerinnen beneiden dürften und einem Bewegungstalent, das manche Profitänzerin gelb vor Neid werden lässt stimmt bei Shy&#8217;m derzeit also einfach alles.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so ist eigentlich alles angerichtet, damit das im Juni 2012 erscheinende vierte Studioalbum ein Erfolg wird. Aus Sicht derjenigen, die ihre Tournee besucht haben, wäre eine Live-DVD davor oder danach auch keine so falsche Idee.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wer weiß &#8211; nachdem ja gut ein Jahr nach der <a href="http://u-kult.de/blog/2011/01/12/ein-wunder-auf-bretonisch/" target="_blank">Kritik zu „Bretonne“</a> von<strong> Nolwenn Leroy</strong> auf u-kult.de und viereinhalb Jahre nach unserem <a href="http://u-kult.de/blog/2007/04/18/eine-einzigartig-schone-stimme-nolwenn-leroy/" target="_blank">Porträt zu <strong>Nolwenn</strong></a> diese hier in Deutschland von manchem Medium als „Neuentdeckung“ (!) gefeiert wird, steht das <strong>Shy&#8217;m</strong> vielleicht auch noch bevor. Zuzutrauen wäre es ihr, denn sowohl musikalisch als auch von der Person her gibt es genau keinen Grund, warum sie nicht auch in Deutschland erfolgreich sein sollte.</p>
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		<title>Shy&#8217;m rockt Straßburg</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 16:07:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Pohlmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor mittlerweile sechs Jahren eroberte sie mit dem Titel „Femme de couleur“ die französischen Charts. Es folgten „Victoire“ und „Oublie-moi“ als weitere Singles aus dem Debütalbum „Mes fantasies“, das sich ebenfalls sehr gut verkaufte – über 230.000 mal. Die Rede ist von Shy&#8217;m. Entdeckt vom auch in Deutschland nicht ganz unbekannten Musiker K-Maro („Femme like [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><img style="float: left; margin: 3px;" title="Shy'm in Strasbourg - Foto: Matthias Pohlmann" src="/media/bilder/shymtitel.jpg" alt="Shy'm in Strasbourg - Foto: Matthias Pohlmann" width="240" height="292" />Vor mittlerweile sechs Jahren eroberte sie mit dem Titel „<strong>Femme de couleur</strong>“ die französischen Charts. Es folgten „<strong>Victoire</strong>“ und „<strong>Oublie-moi</strong>“ als weitere Singles aus dem Debütalbum „Mes fantasies“, das sich ebenfalls sehr gut verkaufte – über 230.000 mal. Die Rede ist von <strong>Shy&#8217;m</strong>. Entdeckt vom auch in Deutschland nicht ganz unbekannten Musiker K-Maro („Femme like you“) folgten zwei weitere äußerst erfolgreiche Alben – zuletzt „<strong>Prendre l´air</strong>“, das bisher nach absoluten Verkaufszahlen erfolgreichste Album <strong>Shy’m</strong>s. Mit einer Tournee aber ließ sie sich sehr viel Zeit – erst jetzt, 2012 (mit einem umjubelten Auftakt im Dezember 2011 im Zénith in Paris), ist es soweit. Am 19. März machte der Triumphzug <strong>Shy’m</strong>s durch Frankreich Halt im Zénith in Strasbourg – und sie zeigte, dass sie die auch nicht unbedingt als besonders heißblütig bekannten Elsässer zu begeistern vermag.</em><span id="more-837"></span></p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Ich kann mich mit meiner Musik ja nicht einfach mit einer Gitarre hinsetzen und singen. Die Leute erwarten eine große Show</em>“, gab Shy’m vor einiger Zeit als Antwort auf die Frage, warum sie noch nie auf Tournee war. Und bewies doch bei zahlreichen TV- Auftritten das Gegenteil, denn auch in Akustik-Versionen weiß sie zu begeistern. Für die „Shimi-Tour“ getaufte erste Tournee aber setzte sie dennoch bis auf ein Akustik-Intermezzo ungefähr zur Hälfte des Konzerts auf große Show – und schlechter war das so ganz gewiss nicht. Aber der Reihe nach:</p>
<p style="text-align: justify;">•<strong> Der Altersschnitt und das Publikum</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><img style="float: left; margin: 3px;" title="Shy'm in Strasbourg - Foto: Matthias Pohlmann" src="/media/bilder/Shym01.jpg" alt="Shy'm in Strasbourg - Foto: Matthias Pohlmann" width="240" height="159" />Nach dem Besuch von zwei Konzerten von Amel Bent war die Erwartung eigentlich, dass das Publikum bei Shy’m dem bei Amel Bent sehr ähnlich sein dürfte: Größtenteils Teenager und sehr viele aus der Gruppe derer, die man in den Vorstädten Frankreichs verorten würde. Viele mit Migrationshintergrund. Hier gab es dann schon die erste Überraschung, denn so setzte sich das Publikum in Straßburg überhaupt nicht zusammen. Es waren erstaunlich wenige Teenager da – dafür viele Kinder mit ihren Eltern, viele zwischen Mitte 20 und 40 – und durchaus auch Leute, die die 50 überschritten haben dürften und denen keine Kinder zuzuordnen waren. Einwanderer und deren Nachkommen? Fast Fehlanzeige. Es war eher ein Publikum wie bei den Enfoirés, bei Jean-Jacques Goldman oder Olivia Ruiz. Ganz ausverkauft war der Zénith im Übrigen nicht – eine absolute Ausnahme auf der Shimi-Tour, aber nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es vielen Künstlern der jungen Generation so geht, dass sie im Nordosten Frankreichs die Hallen schwerer zu füllen scheinen als im Rest des Landes. Und leer war es auch keineswegs, „gut gefüllt“ trifft die Sachlage wohl am Besten.</p>
<p style="text-align: justify;">• <strong>Die Sound und die Band</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wie erwartet, war der Sound beim Konzert sehr basslastig, was aber nicht unbedingt schlecht war, sondern zur Musik sehr gut passte. Dass Shy’m der Versuchung nicht erlegen ist, den Instrumentalteil vom Band kommen zu lassen, war eine äußerst kluge Entscheidung, denn ihre Liveband ließ wahrlich keine Wünsche offen und zeigte sich von Anfang bis Ende in sensationeller Verfassung. Da war keine/r dabei, den oder die man hätte durch jemanden „besseren“ ersetzten können – und Spaß bei der Sache hatten sie sichtlich.</p>
<p style="text-align: justify;">•<strong> Die Show und Shy’m</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><img style="float: left; margin: 3px;" title="Shy'm in Strasbourg - Foto: Matthias Pohlmann" src="/media/bilder/shym2.jpg" alt="Shy'm in Strasbourg - Foto: Matthias Pohlmann" width="240" height="159" />Licht, Bühneneffekte und Kostüme waren sehr abwechslungsreich. Jedes einzelne Stück wurde in ein vollkommen anderes Licht gesetzt, zeitweise schlicht atemberaubend gut, zeitweise „nur“ spitze. Dazu eine hochkonzentrierte anfangs etwas schüchterne Shy’m, bei der man nur beim ersten Song Bedenken haben konnte, sie würde den kühlen Superstar mimen. Schon ab dem zweiten Song und mit jedem weiteren Stück noch mehr taute sie (auch angesichts der Begeisterung im Saal) sichtlich auf und bewies ein ums andere Mal, warum sie derzeit wohl zu den beliebtesten Sängerinnen Frankreichs überhaupt gehört: Weil sie einfach eine unglaublich sympathische, charismatische, stimmstarke und ansteckend fröhliche Person ist, die trotz ihres insbesondere 2011 förmlich explodierenden Erfolgs (mehr dazu in einem Porträt kommende Woche auf u-kult.de) bescheiden geblieben ist. Und mit genau dieser Art (sogar?) das elsässische Publikum mitzureißen vermochte.</p>
<p style="text-align: justify;">•<strong> Fazit</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein Abend, der wie im Flug verging – die gut zwei Stunden Spektakel im Wortsinne kamen einem fast zu kurz vor, denn man wollte auch am Ende der Show keineswegs auf weitere Songs verzichten. Doch da Shy’m sich sichtlich auf der Bühne verausgabt hatte, war nach zwei Zugaben Schluss. Aber zwei Zugaben, die es in sich hatten – insbesondere Teil 1, in die sie die wohl lustigste, und energiegeladenste Bandvorstellung eingebaut hatte, die ich je gesehen habe. Chapeau!</p>
<p style="text-align: justify;">Und dass Beste: Sie kommt nochmals in die Region. Im August auf die <strong>Foire aux Vins in Colmar</strong> – dann <a href="http://www.foire-colmar.com/fr/programmation-festival" target="_blank">als Doppelkonzert mit M. Pokora</a>. Hingehen! Es lohnt sich!</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Bildergalerie ist auf <a href="http://www.facebook.com/pages/u-kultde-das-Internetfeuilleton/248985505083" target="_blank">unserer Facebookseite</a> verlinkt.</p>
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		<title>Liebe auf den ersten (Atem-)Zug</title>
		<link>http://u-kult.de/blog/2012/03/21/liebe-auf-den-ersten-atem-zug/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 01:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Pohlmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aller guten Dinge sind drei. Im Falle der „Komödie der Altstadt“ wäre wohl „aller glänzende Dinge“ die treffendere Wortwahl, denn mit „Ein Mädchen wie das Sternenbanner“ landet das jüngste Theater Freiburgs bereits den dritten Volltreffer in Folge. Eine wunderbar leichte – doch keineswegs flache – Komödie, sensationell gut gespielt von den drei Darstellern Heike Vollmer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><a href=http://u-kult.de/media/bilder/mws1-gross.jpg target=_blank><img style="float: left; margin: 3px;" title="Ein Mädchen wie das Sternenbanner - Heike Vollmer (Sophie) und Sebastian Reich (Norman)" src="/media/bilder/mws1.jpg" alt="Ein Mädchen wie das Sternenbanner - Heike Vollmer (Sophie) und Sebastian Reich (Norman)" width="240" height="159" /></a>Aller guten Dinge sind drei. Im Falle der „Komödie der Altstadt“ wäre wohl „aller glänzende Dinge“ die treffendere Wortwahl, denn mit „Ein Mädchen wie das Sternenbanner“ landet das jüngste Theater Freiburgs bereits den dritten Volltreffer in Folge. Eine wunderbar leichte – doch keineswegs flache – Komödie, sensationell gut gespielt von den drei Darstellern Heike Vollmer, Otto Beckmann und Sebastian Reich – Herz eines Theaterfans, was willst Du mehr? Und so lässt sich an Hand des dritten Stückes mittlerweile auch das Profil der <em> „Komödie der Altstadt“ erkennen.</em></em></p>
<p><span id="more-823"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Noch ist die „Komödie der Altstadt“ kein halbes Jahr alt – und weiß nun bereits zum dritten Mal mit einer mehr als gelungenen Premiere aufzuwarten. „Ein Mädchen wie das Sternenbanner“ – bereits 1966 in New York uraufgeführt aber erst seit 1999 im deutschen Sprachraum auf verschiedenen Bühnen, ist dieses Mal dran. Eine Geschichte von zwei linksalternativen Herausgebern – genialem Autor und Verkäufer – eines ebensolchen gesellschaftskritischen Magazins, die nicht nur ein Magazin mit eher weniger denn mehr (finanziellem) Erfolg zusammen heraus geben, sondern außerdem zusammen wohnen. Und dabei auf Sophie treffen, eine erzkonservative Südstaatenfrau, die dem Olympia-Schwimmteam der USA angehörte. Zwei Welten treffen aufeinander – was nichts daran ändert, dass Sophie einen bestimmten Geruch verströmt. Während dies bei Andy (Otto Beckmann) zu dem Schluss führt, sie benutze zu viel Shampoo, ist Norman sofort Feuer und Flamme. Liebe auf den ersten Atemzug sozusagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und Norman legt los wie die Feuerwehr und zieht alle &#8211; in seinem Fall sehr speziellen &#8211; Register. Vom Fernrohr zur Beobachtung seiner Angebeteten bis zur farblichen „Verschönerung“ ihrer Treppe &#8211; er lässt nichts aus seiner (sehr exklusiven) Sicht aus, um ihr Herz zu gewinnen. Dadurch entstehen für Andy gleich mehrere Probleme: Zum Einen muss er nun nicht nur wie bisher die Vermieterin bei Laune halten, um das Eintreiben von Mietrückständen und eventuelle Mieterhöhungen zu verhindern und die Gläubiger vertrösten &#8211; er muss zum anderen jetzt auch Norman irgendwie dazu bringen, für die neue Ausgabe ihres Magazins zu schreiben. Der aber hat nur noch Sophie und deren Duft im Kopf &#8211; diese <a href=http://u-kult.de/media/bilder/mws2-gross.jpg target=_blank><img style="float: left; margin: 3px;" title="Ein Mädchen wie das Sternenbanner. Heike Vollmer (Sophie) und Otto Beckmann (Andy) " src="/media/bilder/mws2.jpg" alt="Ein Mädchen wie das Sternenbanner. Heike Vollmer (Sophie) und Otto Beckmann (Andy) " width="240" height="159" /></a>aber reagiert alles andere als begeistert auf die Annäherungsversuche Normans und nimmt Andy in die Pflicht, sie vor weiteren Annäherungen Normans zu schützen. Das Ganze gewinnt immer mehr an Fahrt und wird dadurch kompliziert, dass sich Andy und Sophie überhaupt nicht mögen &#8211; oder vielleicht eben doch?</p>
<p style="text-align: justify;">Und wenn man dann am Ende verblüfft auf die Uhr schaut und feststellt, dass mehr als zweieinhalb Stunden seit dem Beginn der Aufführung vergangen sind und einem diese Zeit deutlich kürzer vorkommt, ist das beileibe kein schlechtes Zeichen. Ebensowenig, dass man sich an das (mittlerweile auch schon zum dritten Mal, dieses Mal aber doch besonders) tolle Bühnenbild mit sehr viel Liebe zum Detail erinnert. Und dass man sich auch Tage danach noch mit Schmunzeln an einige Szenen erinnert, zeigt ebenfalls, dass es eine mehr als nur gelungene Premiere war (Insbesondere die letzte Szene vor der Pause, in der Otto Beckmann (Andy) sich (extrem) sonnenbrandgeplagt zeigt, ist schlicht  „für die Götter“.</p>
<p style="text-align: justify;">À propos Otto Beckmann: Während man bei Sebastian Reich angesichts seiner Performance nach der Pause im Rückblick das Gefühl hatte, er hätte sich in der ersten Hälfte &#8211; ohne dabei irgendwie Anlass zur Kritik zu bieten &#8211; erst richtig warm gespielt, so zeigte sich Otto Beckmann bei der Premiere von der ersten Sekunde an in überragender Form. Ebenso Heike Vollmer, die ja schon beim Eröffnungsstück keineswegs schlecht war. Hier aber begeistert sie. Von der ersten Sekunde an.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so lässt sich nach dem Genuss des mittlerweile dritten Stückes auch das Profil der „Komödie der Altstadt“ erkennen: Lustige, aber keineswegs flache Stücke. Liebevoll inszeniert und großartig bis überragend gespielt. Kurzum: Eigentlich doch das perfekte Entspannungsprogramm nach einem langen Arbeitstag oder das ideale Wochenendprogramm. Fragt sich nur, wann die Freiburger das in so großer Zahl entdecken, dass es durchgehend schwierig werden wird, Karten für Aufführungen zu bekommen. Lange kann das eigentlich nicht mehr dauern.</p>
<p style="text-align: justify;"> „Ein Mädchen wie das Sternenbanner“ gibt es noch bis zum 11. Juni 2012 täglich außer dienstags in der  „<a href="http://komoedie-der-altstadt.de/index.php">Komödie der Altstadt</a>“ zu sehen.</p>
<p>Mitarbeit: Kirsten Schäfer</p>
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		<title>Komm doch gleich wieder!</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 14:04:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Pohlmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem furiosen Auftakt mit dem Eröffnungsstück ist nun also das Winterstück in der Komödie der Altstadt zu sehen. Die zweite Produktion in Freiburgs jüngstem Theater, heißt &#8220;Bleib doch zum Frühstück&#8220;, eine Komödie von Ray Cooney und Gene Stone. Und sorgt &#8211; wie schon das Eröffnungsstück &#8220;Cash &#8211; und ewig rauschen die Gelder&#8221; &#8211; für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><img style="float: left; margin: 3px;" title="Bleib doch zum Frühstück. Foto: J. A. Hath" src="/media/bilder/Pressebild-KDA-F-2.jpg" alt="Bleib doch zum Frühstück. Foto: J. A. Hath" width="240" height="160" />Nach dem furiosen Auftakt mit dem Eröffnungsstück ist nun also das Winterstück in der Komödie der Altstadt zu sehen. Die zweite Produktion in Freiburgs jüngstem Theater, heißt &#8220;<strong>Bleib doch zum Frühstück</strong>&#8220;, eine Komödie von Ray Cooney und Gene Stone. Und sorgt &#8211; wie schon das Eröffnungsstück &#8220;Cash &#8211; und ewig rauschen die Gelder&#8221; &#8211; für glänzende Augen im Publikum. Hinreißend inszeniert und gespielt kann zwar nach einem der gelungenen Theaterabende leider kein Besucher zum Frühstück bleiben (und dabei das Stück weitere Male genießen) &#8211; ein Wiederkommen zur nächstbesten Vorstellung aber nimmt man sich sofort vor.</em></p>
<p><span id="more-800"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Jens Schmitt ist Sachbearbeiter, geschieden &#8211; und entspricht in jeder Facette seines Seins und Aussehens dem Klischee eines überkorrekten Vertreter dieser Spezies  so müssen Bücher auf dem Tisch beispielsweise akkurat mit der Tischkante abschließen, sonst wird er unruhig. Damenkontakte? Fehlanzeige. Bis auf seine Schwester, die eigentlich permanent ein Zipperlein plagt und die ihn damit an den Rande des Wahnsinns treibt. Er wohnt in einem Mehrfamilienhaus, über ihm eine WG, wie sie chaotischer und lauter nicht sein könnte, was sein Nervenkostüm zusätzlich in Anspruch nimmt.</p>
<p style="text-align: justify;">Von einer Minute auf die andere aber gerät Jens&#8217; Leben vollkommen aus den Fugen &#8211; in genau dem Moment, in dem Lena </p>
<div class="mceTemp">
<dl class="wp-caption alignleft" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img style="margin: 3px;" src="/media/bilder/Pressebild-KDA-F-3.jpg" alt="Bleib doch zum Frühstück. Foto: J.A. Hath" width="240" height="160" /> Bleib doch zum Frühstück. Foto: J. A. Hath</dt>
</dl>
<p style="text-align: justify;">von Trabow &#8211; zuvor zumindest Zeitweise Bewohnerin der WG  über ihm &#8211; an seine Tür klopft. Hochschwanger, frisch getrennt und daher obdachlos. Zwei Welten prallen also aufeinander und genau darin liegt der Reiz des Stückes. Fast ein Zwei-Personen-Stück (mit ganz seltenen Auftritten eines Dritten, Jimmy, Lenas Ex und ebenfalls Bewohner der erwähnten Chaos-WG) hat die Komödie der Altstadt dieses Mal auf die Bühne gebracht. Und angesichts der beiden Hauptdarsteller Jörg Nadeschdin und Elisabeth Kreßler ist das der perfekte Boden, auf dem sich die beiden entfalten können. Unglaublich präsent, auch wenn verbal schweigend nie ohne Kommunikation, mit einem Mienenspiel, bei dem man sich als Zuschauer einfach in das Dargebotene verlieben muss, reißen sie die Anwesenden mit.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich ist das Ende vorausschaubar &#8211; &#8220;Bleib&#8217; doch zum Frühstück&#8221; ist schließlich kein Agatha-Christie-Krimi. Aber darum geht es nicht &#8211; sondern darum, wie es zu dem Ende kommt. Welche netten Kleinigkeiten sich die beiden unterwegs einfallen lassen. Wie lange es dauert, bis sie bei all dem Spott, den sie sich gegenseitig an den Kopf werfen, merken, dass sie sich eigentlich mehr als nur gerne haben. Und eben dieser Weg zur erwarteten Auflösung macht so viel Spaß, dass man am Ende allenfalls darüber enttäuscht sein kann, dass es &#8220;schon&#8221; zu Ende ist. Und eben am Besten sobald als möglich wieder hingeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn nach wie vor gilt auch, dass die Komödie der Altstadt das eindeutig gemütlichste Theater in Freiburg ist. Mit extrem hohem Wohlfühlfaktor &#8211; und jetzt eben schon zum zweiten Mal einem sensationell gut gespielten und sehr sehr unterhaltsamen Stück auf der Bühne. Hingehen!</p>
<p style="text-align: justify;">Mitarbeit: Kirsten Schäfer, Fotos: J.A. Hath</p>
</div>
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		<title>Neue Hair-Farbe</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 18:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Pohlmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach Kassel und Mannheim nun also Bonn &#8211; die mittlerweile dritte Version des Musicals &#8220;Hair&#8221; auf Basis der Kasseler Inszenierung. Und es fällt schwer, bei dieser Bonner Version nicht ins Schwärmen zu geraten, denn das Musical hat sich seit der Kasseler Premiere entwickelt &#8211; und das gewiss nicht zum Schlechteren. Tertia Botha als Dionne bringt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><img style="float: left; margin: 2px;" title="Tertia Botha in Hair in Bonn" src="/media/bilder/Titel_DSC_0306.jpg" alt="Tertia Botha in Hair in Bonn" width="240" height="159" />Nach <a href="http://u-kult.de/blog/2009/01/27/auf-nach-kassel/" target="_blank">Kassel</a> und <a href="http://u-kult.de/blog/2009/11/08/nicht-angekommen/" target="_blank">Mannheim</a> nun also Bonn &#8211; die mittlerweile dritte Version des Musicals &#8220;<strong>Hair</strong>&#8221; auf Basis der Kasseler Inszenierung. Und es fällt schwer, bei dieser Bonner Version nicht ins Schwärmen zu geraten, denn das Musical hat sich seit der <a href="http://u-kult.de/blog/2009/01/27/auf-nach-kassel/" target="_blank">Kasseler Premiere</a> entwickelt &#8211; und das gewiss nicht zum Schlechteren. <strong>Tertia Botha</strong> als Dionne bringt Gänsehaut-Feeling bei jeder Zeile, die sie singt und lässt die Skepsis derjenigen, die sich fragten, ob hier die Schuhe Judith Lefebers, die die Rolle in Kassel (und Mannheim) gesungen hatte, nicht zu groß sein könnten, schon nach den ersten Tönen des Musicals in schiere Begeisterung umschlagen. Dazu <strong>Maricel</strong> als Sheila &#8211; umwerfend greift hier zu kurz. Und nach dem<a href="http://u-kult.de/blog/2009/11/08/nicht-angekommen/" target="_blank"> Fiasko bei der Premiere in Mannheim</a> auch eine Tontechnik, die den Darstellerinnen und Darstellern auf der Bühne gerecht wird.</em><span id="more-790"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ein drittes Mal also &#8220;Hair&#8221; à la Philipp Kochheim. Nach der Begeisterung für die Kasseler Version und der fast ausschließlich technisch bedingten Enttäuschung für die Version in Mannheim zeigt sich &#8220;Hair&#8221; in Bonn von seiner Schokoladenseite. Einige Wechsel im Cast haben dabei der Qualität des Musicals nicht geschadet, teilweise sie sogar verbessert.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier ist natürlich zuerst über Tertia Botha zu reden, die die Rolle der Dionne von Judith Lefeber übernommen hat. Und einfach war das bestimmt nicht, war doch Judith Lefeber schon der Star der Show gewesen. Tertia Botha zeigt aber vom Start weg, dass sie zwar eine andere Stimmfarbe als Judith Lefeber hat, diese aber keineswegs weniger zur Rolle der Dionne passt. Mit Tertia Botha als &#8220;Dionne&#8221; hat Hair einfach eine andere Farbe &#8211; sie passt aber perfekt auf die Rolle und schenkt den Zuschauern einen Gänsehautmoment am anderen. Sie allein wäre Grund genug, nach Bonn für &#8220;Hair&#8221; zu fahren.</p>
<p style="text-align: justify;"><img style="float: left; margin: 2px;" title="Maricel in &quot;Hair&quot; in Bonn" src="/media/bilder/maricel_DSC_0286.jpg" alt="Maricel in &quot;Hair&quot; in Bonn" width="240" height="159" />Das gilt nicht weniger für Maricel als Sheila. Mit ihrer unglaublich starken Bühnenpräsenz verschafft sie einem das Gefühl, die Rolle der Sheila sei im Vergleich zu früher ausgebaut worden. Dem ist aber gar nicht so, es ist &#8220;nur&#8221; das Charisma Maricels, das die Rolle größer scheinen lässt &#8211; da kann man nur alle verfügbaren Hüte ziehen. Und ist auch Tage nach der Vorstellung von ihrer Performance wie von der von Tertia Botha begeistert. Womit schon zwei starke Gründe für einen Besuch von &#8220;Hair&#8221; in Bonn sprechen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass mit Peggy Pollow als Jeannie die wohl perfekteste Besetzung für diese Rolle weiter dabei ist, spricht dann natürlich ebenso für die Bonner &#8220;Hair&#8221;-Version wie die Möglichkeit, Alvin Le-Bass und Christof Kaiser wieder sehen zu können. Markus Schneider macht einen Superjob als Claude Bukowsky, Carlo Ghiradelli zeigt wiederum einen umwerfenden Mr. Bukowsky und Tina Ajala als Chastity bzw. Mitglied der Supremes soll hier <img style="float: right; margin: 2px;" title="Peggy Pollow in &quot;Hair&quot; in Bonn" src="/media/bilder/peggy_DSC_0291.jpg" alt="Peggy Pollow in &quot;Hair&quot; in Bonn" width="240" height="159" />ebensowenig bei den Stärken der Bonner Version vergessen werden wie Miriam Cani als Cecila. Und dann wäre da noch die neue Chrissy, Kun Jing: Sie hat zwar nur einen Song als echte Lead-Stimme, zeigt da aber, was für eine unglaublich schöne Stimmfarbe sie hat. &#8220;Zum Niederknien&#8221;, so der Kommentar eines Nachbars. Und dem ist in Bezug auf Kun Jing wahrlich nichts hinzuzufügen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Band unter der Leitung von Michael Barfuß kommt druckvoll und mehr als überzeugend daher und gibt &#8220;Hair&#8221; den passenden Instrumentalrahmen. Die Gesamtinszenierung der &#8220;Kasseler Version&#8221; ist fast drei Jahre nach der dortigen Premiere natürlich nicht mehr en détail präsent, doch rein vom Gefühl her scheint es in Bonn noch ein wenig dynamischer und spritziger &#8211; kurzum ein wenig wie &#8220;neu gefärbt&#8221; &#8211; zuzugehen als einst in Kassel.</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt erlebt man als Besucher des Musicals &#8220;Hair&#8221; in Bonn einen außergewöhnlich unterhaltsamen Abend, was das Publikum auch mit mehr als verdienten Standing Ovations belohnte. Wer es sich irgendwie einrichten kann, sollte &#8220;Hair&#8221; in Bonn besuchen. Denn &#8211; hier muss die Eingangsbemerkung korrigiert werden &#8211; es ist nicht schwer, hier nicht in Begeisterung zu verfallen, es ist praktisch unmöglich.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Spieltermine und Tickets gibt es<a href="http://www.theater-bonn.de/production.asp?ShowtimeID=1799" target="_blank"> hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gelungener Auftakt</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 08:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska Späth und Matthias Pohlmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Michael Cooney]]></category>
		<category><![CDATA[Neueröffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesen Tagen ein neues Theater zu eröffnen &#8211; dazu in Freiburg, das neben den städtischen Bühnen mit zahlreichen kleineren Bühnen bestückt ist &#8211; dazu bedarf es Mut. Und einer genauen Idee davon, was man will &#8211; kurzum: Man muss dazu seine &#8220;Nische&#8221; finden. Mit der &#8220;Komödie der Altstadt&#8221;, einem Boulevardtheater, hat Jörg Nadeschin den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><a title="Cash - und ewig rauschen die Gelder in der Komödie der Altstadt in Freiburg" href="http://u-kult.de/media/bilder/cash_gross.jpg" target="_blank"><img style="float: left; margin: 2px;" title="Cash - und ewig rauschen die Gelder in der Komödie der Altstadt in Freiburg" src="/media/bilder/cash.jpg" alt="Cash - und ewig rauschen die Gelder in der Komödie der Altstadt in Freiburg" width="240" height="159" /></a>In diesen Tagen ein neues Theater zu eröffnen &#8211; dazu in Freiburg, das neben den städtischen Bühnen mit zahlreichen kleineren Bühnen bestückt ist &#8211; dazu bedarf es Mut. Und einer genauen Idee davon, was man will &#8211; kurzum: Man muss dazu seine &#8220;Nische&#8221; finden. Mit der &#8220;Komödie der Altstadt&#8221;, einem Boulevardtheater, hat Jörg Nadeschin den Sprung gewagt und ist seit vergangenen Freitag nun Teil der Theaterszene in Freiburg.. Zum Start (und bis Mitte Dezember) wurde &#8220;Cash &#8211; und ewig rauschen die Gelder&#8221;, eine Farce von Michael Cooney, gespielt &#8211; zum sicht- und hörbaren Genuss des anwesenden Premierenpublikums.</em></p>
<p><span id="more-774"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Das Ambiente </li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><img style="float: left; margin: 2px;" title="Das Ambiente in der Komödie der Altstadt in Freiburg" src="/media/bilder/ambientekda.jpg" alt="Das Ambiente in der Komödie der Altstadt in Freiburg" width="240" height="159" />Wenn man ein neu eröffnetes Theater besucht, so ist das Ambiente des Theaters das Erste, auf das man achtet. Vor allem, wenn die Räumlichkeiten zuvor nicht von einem Theater bezogen waren. In den ehemals als Arztpraxis genutzten Räumen herrscht Rot als Farbe vor &#8211; sowohl als Tapete wie auch als Sitzfarbe und vermittelt einen gemütlichen Eindruck. Und auch wenn das Theater mit unter 150 Plätzen eher klein ist, so hat man nie das Gefühl, beengt zu sitzen, sondern kann es sich im wahrsten Sinne des Wortes bequem machen. Auch das, was baulich noch nicht ganz fertig ist, stört keineswegs das tolle Ambiente, in dem man sich sofort wohl fühlt. Zu diesem Wohlfühlen gehört übrigens auch, dass es erlaubt war, Getränke mit in den Zuschauerraum mitzunehmen. Ein nicht zu unterschätzender Gemütlichkeitsfaktor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Das Stück</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"> &#8221;Cash &#8211; und ewig rauschen die Gelder&#8221; braucht einige Minuten Anlaufzeit, doch dann kommt das Stück mehr und mehr ins Rollen. Das Publikum konnte sich das Lachen bis zum Ende nicht mehr verkneifen und die Lacher werden bis zum Ende immer häufiger, lauter und gelöster. Die Geschichte eines Sozialschmarotzers, der sich bei einer Prüfung durch den Außendienst des Sozialamts mit jeder Ausrede tiefer in die Misere reitet und dadurch zu immer absurderen Geschichten greifen muss, unterhält einen nicht zuletzt dank eines großartig aufgelegten Ensembles, aus dem aber Jörg Nadeschdin als Norbert Hase und der brüllend komische Heinz Drenker als nicht übermäßig intelligenter Sozialamtsprüfer &#8220;Herr Kreuzer&#8221; nochmals heraus ragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Was für die einen möglicherweise zu spitz im Humor sein mag, ist für die anderen ein wahres Erlebnis. So mag auch der Humor von &#8220;Cash&#8221; für manchen aus der Mario-Barth-Klientel zu niveauvoll sein, für alle anderen ist ein Besuch in der &#8220;Komödie der Altstadt&#8221; aber sehr zu empfehlen. Darsteller, Beleuchtung und Akustik ergeben hier ein stimmiges Ganzes, das die Erwartungen an eine Farce perfekt zu erfüllen vermag. All das in einem &#8211; wie eingangs erwähnt &#8211; stilvollen und gemütlichen Ambiente ergibt eine runde Sache.</p>
<ul>
<li>Das Fazit</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><img style="float: left; margin: 2px;" title="Jörg Nadeschdin direkt vor der Premiere" src="/media/bilder/joerg_n.jpg" alt="Jörg Nadeschdin direkt vor der Premiere" width="240" height="159" />Ein Besuch von &#8220;Cash &#8211; und ewig rauschen die Gelder&#8221; kann hier nur wärmstens empfohlen werden. Und mit dem Gesamtkonzept scheint Jörg Nadeschdin auch eine Lücke im Freiburger Theaterangebot gefunden und geschlossen zu haben &#8211; bleibt zu hoffen, dass die Region Freiburg das erkennt und die &#8220;Komödie der Altstadt&#8221; schnell in ihr Herz aufnimmt. Das Premierenpublikum jedenfalls war, so schien es, im Sturm erobert. Chapeau!</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Cash- und ewig rauschen die Gelder&#8221; wird noch bis zum 12. Dezember in der Komödie der Altstadt gespielt. Weitere Informationen gibt es <a href="http://komoedie-der-altstadt.de/" target="_blank">auf deren Homepage</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie die Kinder – eine Hommage an Coeur de Pirate</title>
		<link>http://u-kult.de/blog/2011/09/22/wie-die-kinder-eine-hommage/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 17:29:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska Späth</dc:creator>
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		<description><![CDATA[587.918 – so viele „Gefällt mir“ hat die kanadische Sängerin Béatrice Martin bereits auf Facebook. Nur als Vergleich: Die aktuell in Deutschland gefeierte Sängerin ZAZ, deren Hit „Je veux“ in den deutschen Charts rauf und runter gespielt wird, kommt nicht einmal auf die Hälfte an Klicks. Dennoch ist die Band im deutschen Sprachraum noch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><img style="float: left; margin: 3px;" title="Coeur de Pirate" src="http://u-kult.de/media/bilder/cdp1.jpg" alt="Coeur de Pirate" width="240" height="180" />587.918 – so viele „Gefällt mir“ hat die kanadische Sängerin <strong>Béatrice Martin</strong> bereits auf Facebook. Nur als Vergleich: Die aktuell in Deutschland gefeierte Sängerin ZAZ, deren Hit „Je veux“ in den deutschen Charts rauf und runter gespielt wird, kommt nicht einmal auf die Hälfte an Klicks. Dennoch ist die Band im deutschen Sprachraum noch nicht allzu bekannt, obwohl sie mit ihrem ersten Album „<strong>Cœur de Pirate</strong>“ die frankophone Szene aufmischte und gleich dreifach Platin für ihr Album in Frankreich erhielt. Die charmante Sängerin ist inzwischen auf Festivals wie den „Francofolies de Montréal“ oder „Le Printemps de Bourge et les Eurockéennes“ zu einer festen Größe geworden. Ihre Lieder hatte sie zu allererst auf „myspace“ veröffentlicht, als sie kurz darauf das Label „Grosse Boîte“ unter Vertrag nahm. Heute feiert sie ihren 22. Geburtstag und wir sagen &#8220;Happy Birthday&#8221;.</em></p>
<p><span id="more-728"></span><strong> Comme les enfants</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der erste Hit gelang der sympathischen Kanadierin mit „Comme les enfants“. Auf eine wunderbar einfache Art und Weise singt sie vom Leben junger Erwachsener, die weiter am Kind-Sein festhalten möchten, um ihre Träume und Wünsche niemals aufgeben zu müssen. Ihre Musik klingt nach einer Art neuem Chanson, ruhig und melodisch, als könnte man sich einfach eine Geschichte vorsingen lassen. Eben, wie die Kinder. Daneben spielt auch immer wieder die erste große Liebe und die Enttäuschungen, die sie mit sich bringt, eine Rolle. Béatrice Martin beschränkt sich auf einfache Arrangements und gibt ihren Texten und vor allem ihrer Stimme Raum, um sich zu entfalten. Sowohl etwas Romantisches, als auch etwas Freches und Wildes hat ihre Musik und lässt dadurch ihren eigenen Stil entstehen. Sozusagen das „Nouvelle chanson“ der Béatrice Martin.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Sängerin ist selbst erst zweiundzwanzig Jahre alt und schreibt alle ihre Texte und die Arrangements selbst. Dabei ist es ihr wichtig, Dinge zu erzählen, die sie in ihrer Kindheit bewegt und begleitet haben und es als junge Erwachsene immer noch tun. Ihre Texte, mit den Titeln wie „Pour un infidèle“, „C‘ était salement romantique“ oder auch „Berceuse“ sind die Biographie ihres Lebens. In einem Interview bedankte sie sich bei all ihren Exfreunden, die ihr ermöglicht haben, solche wunderbaren Texte zu schreiben. Und genau diese freche und auch natürliche Art macht Béatrice Martin zu einer großen Künstlerin.</p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Q6LTFPRbY3Q" frameborder="0" width="425" height="350"></iframe></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Armistice</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zusammen mit dem Front-Sänger der Gruppe Bedouin Soundclash Jay Malinowky hat Béatrice Martin letzten Sommer ein Album aufgenommen. Der Stil dieses Duos erinnert an den Stil von „Cœur de Pirate“. Vielleicht etwas mehr die Richtung Popmusik mit Einflüssen von Soulmusik. Doch allein schon wegen den tollen Guitarrenbeats und der starken Stimme von Martin und Malinowky lohnt es sich auch hier in das Album reinzuhören.</p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/ldJPxxerQiA" frameborder="0" width="425" height="350"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">„<strong>Cœur de Pirate</strong>“ ist eine der ganz großen neuen Stimmen und überzeugt nicht nur mit ihrem musikalischen Talent, sondern auch mit ihrer verrückten, liebenswürdigen Art. Wer einen Blick in die Musik des Québec werfen will, der kommt an dieser Band nicht vorbei. Und für alle, die gerne „Golden Baby“, wie sie sich selbst auf ihrem Blog nennt, live sehen möchten, dürfen sich auf ihre Europatournee ab November diesen Jahres freuen. Wir auf alle Fälle, freuen uns schon jetzt!</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Marie-Elaine Thibert: Live unschlagbar</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 20:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Pohlmann</dc:creator>
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<category>Edith Piaf</category><category>Jacques Brel</category><category>Marie Elaine Thibert</category><category>Marie-Élaine Thibert</category><category>Star Academie</category><category>Star Academy</category>
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		<description><![CDATA[Schon wenn man ihre CDs hört, ihre Live-DVD ansieht und –hört oder auf youtube stöbert, erkennt man, dass die québecer Sängerin Marie-Élaine Thibert nicht nur eine Ausnahmestimme hat sondern auch eine Ausnahmeinterpretin ist. Das ganze Ausmaß ihres Talents erlebt man aber erst, wenn man sie wirklich live on stage erleben darf – etwas das Europäern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><a href="/media/bilder/met.jpg" target="_blank"><img style="float: left; margin: 3px;" title="Marie-Élaine Thibert - (c) Josée Lafleur" src="/media/bilder/met_240.jpg" alt="Marie-Élaine Thibert - (c) Josée Lafleur" width="240" height="277" /></a>Schon wenn man ihre CDs hört, ihre Live-DVD ansieht und –hört oder auf youtube stöbert, erkennt man, dass die québecer Sängerin Marie-Élaine Thibert nicht nur eine Ausnahmestimme hat sondern auch eine Ausnahmeinterpretin ist. Das ganze Ausmaß ihres Talents erlebt man aber erst, wenn man sie wirklich live on stage erleben darf – etwas das Europäern bisher nicht vergönnt ist, es sei denn, sie reisen in den Québec. Das aber soll sich bald ändern, denn Marie-Élaine Thibert hofft, bald auch in Frankreich aufzutreten. Und dann werden zumindest auch die Franzosen Konzerte erleben, bei denen sie ohne Pause zwischen Ganzkörpergänsehaut, Tränen der Rührung, runtergefallener Kinnlade und begeisterten Standing Ovations mit Jubelschreien wechseln werden.</em></p>
<p><span id="more-654"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Damit hier aber nicht der Eindruck entsteht, die Verehrung für Marie-Élaine Thibert sei eine rein persönliche Vorliebe des Autors dieser Zeilen, sollen hier zunächst einmal zwei Personen zu Wort kommen, die mit u-kult.de nicht das Geringste zu tun haben. Denn nach der Heimkehr ins Hotel nach einem Konzert der Extraklasse ergab sich die Gelegenheit – unabhängig voneinander &#8211; mit zwei Angestellten aus dem Hotel in Montréal zu sprechen – und deren Geschichten zu dieser Ausnahmekünstlerin sprechen bereits für sich.</p>
<p style="text-align: justify;">Da wäre zunächst die Angestellte im Nachtdienst, die schlicht meinte „Ich mag den Musikstil von Marie-Élaine Thibert nicht und kaufe daher auch keine ihrer CDs. Aber ich gehe auf jede ihrer Tourneen, denn live ist sie so ein Erlebnis, dass es egal ist, was sie singt.“</p>
<p style="text-align: justify;">Und auch die Kollegin aus dem Frühdienst hatte eine Anekdote zu erzählen &#8220;Ich war auf einer Tour von Marie-Élaine, als zur Mitte des Konzerts der Strom ausgefallen ist. Das Problem ließ sich auch nicht beheben. Marie-Élaine ist daraufhin vor das Publikum getreten und hat gesagt, dass sie das Konzert jetzt ohne Mikrofon und elektrische Instrumente zu Ende singen werde und die Band sie akustisch improvisiert begleiten werde. Natürlich bekämen die Leute am Ende ihr Geld zurück, da sie ja nicht das Konzert in der versprochenen Form zu sehen bekommen hätten. Das &#8220;Problem&#8221; war nur &#8211; niemand wollte das Geld zurück, vielmehr ist der Saal vor Begeisterung ausgeflippt, weil es ohne jeden Verstärker so überragend war.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Geschichten wie diese hört man des Öfteren, wenn man sich im Québec über Marie-Élaine Thibert unterhält, einer 1982 geborenen Künstlerin, die dem breiten frankokanadischen Publikum durch ihre Finalteilnahme an der québecer Castingshow &#8220;Star Académie&#8221; im Jahr 2003 ein Begriff wurde. Es folgten neben Spezial-Album und -DVD zu Weihnachten bisher drei überaus erfolgreiche Alben und eine Live-DVD sowie &#8211; siehe oben &#8211; umjubelte Tourneen durch die Konzertsäle des Québec. Und so steht sie acht Jahre nach ihrer Teilnahme an besagter Castingshow noch deutlich nachdrücklicher dort, wohin sie ihre Auftritte während der Star Académie katapultiert hatten: Mitten in den Herzen der Québecer Musikfans. Bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht mehr allzu lange damit wartet, Frankreich zu erobern &#8211; und noch viele Alben herausbringt. Vielleicht auch welche, auf denen sie beispielsweise die Lieder von Edith Piaf oder Jacques Brel neu einsingt &#8211; mit neuen (Live-)Versionen dieser Lieder verzückt sie ihre zahlreichen Fans des Öfteren. Natürlich haben wir bei einem Interview nachgefragt, ob solche Alben in der Pipeline sind &#8211; die Antworten darauf wie das gesamte Interview gibt es in diesem Herbst auf u-kult.de zu lesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Einer ihrer Auftritte bei der Star Académie:</p>
<p style="text-align: justify;"><object style="width: 425px; height: 350px;" width="425" height="350" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="play" value="false" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/n8bdkkDYYzM" /><embed style="width: 425px; height: 350px;" width="425" height="350" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/n8bdkkDYYzM" play="false" /></object></p>
<p style="text-align: justify;">Marie-Élaine Thibert singt Piaf:</p>
<p style="text-align: justify;"><object style="width: 425px; height: 350px;" width="425" height="350" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="play" value="false" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/fiRUN9A4HuU" /><embed style="width: 425px; height: 350px;" width="425" height="350" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/fiRUN9A4HuU" play="false" /></object></p>
<p style="text-align: justify;">Saalton &#8211; ein Lied von Luc Plamendon, dem Autor des Musicals &#8220;Notre Dame de Paris&#8221;:</p>
<p style="text-align: justify;"><object style="width: 425px; height: 350px;" width="425" height="350" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="play" value="false" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4VJYMB6YXK4" /><embed style="width: 425px; height: 350px;" width="425" height="350" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/4VJYMB6YXK4" play="false" /></object></p>
<p style="text-align: justify;">Ihre Alben sind im Übrigen bei amazon.de und itunes Deutschland erhältlich &#8211; zu sehr fairen Preisen. Wer´s kauft, macht sicherlich nichts falsch.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>FrancoFolies 2011 zu Ende</title>
		<link>http://u-kult.de/blog/2011/06/20/francofolies-2011-zu-ende/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 00:58:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Pohlmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[in concert & live]]></category>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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<category>Konzert</category><category>Live</category><category>Marie Élaine Thibert</category>
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		<description><![CDATA[Nach über 250 Konzerten, davon über 150 gratis und Open Air, sind die FrancoFolies 2011 in Montréal gestern zu Ende gegangen. Auch die zweite Hälfte brachte einige Entdeckungen, hier sind insbesondere die québecer Rockerin Alecka und die Singer-Songwriterin Caroline D&#8217;été. Einziges besuchtes Innenkonzert war in der zweiten Hälfte Grand Corps Malade, ein zwar ordentliches bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img style="float: left; margin: 3px;" title="Les FrancoFolies de Montréal" src="http://u-kult.de/media/bilder/frafo.jpg" alt="Les FrancoFolies de Montréal" width="240" height="126" /><em>Nach über 250 Konzerten, davon über 150 gratis und Open Air, sind die FrancoFolies 2011 in Montréal gestern zu Ende gegangen. Auch die zweite Hälfte brachte einige Entdeckungen, hier sind insbesondere die québecer Rockerin <strong>Alecka</strong> und die Singer-Songwriterin <strong>Caroline D&#8217;été</strong>. Einziges besuchtes Innenkonzert war in der zweiten Hälfte <strong>Grand Corps Malade</strong>, ein zwar ordentliches bis gutes Konzert &#8211; aber keines, das auch nur annäherend mit den Erlebnissen bei <strong>Éric Lapointe</strong> oder gar <strong>Marie-Élaine Thibert</strong> mithalten konnte. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht und eines ist auch sicher: Das waren nicht die letzten FrancoFolies, auf denen u-kult.de live vor Ort war.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-649"></span>Es war schon ein ganz besonderes Erlebnis, die FrancoFolies de Montréal live und vor Ort miterleben zu dürfen. Oder besser: Viele ganz besondere Erlebnisse. Und auch die zweite Hälfte bot Einiges an Entdeckungen. So durften wir einen Abend &#8220;très québecois&#8221; miterleben, gestaltet von <strong>Bernard Adamus</strong>. Eines der vom Musikmix her heftigsten Konzerte, die wir je erlebt haben. Es begann mit Blues, ganz klassischer Prägung, wechselte dann in Folk-Blues bis Country-Blues. Soweit, so unspektakulär &#8211; bis auf die Tatsache, dass der prall gefüllte Espace Ford Stimmung wie in einem brasilianischen Fußballstadion zeigte. Offensichtlich kennt man alle seine Lieder auswendig und singt sie auch aus vollem Halse mit. Kaum hatte man sich aber an den Country-Blues gewöhnt, da wurde aus dem Konzert ein Hip-Hop-Spektakel &#8211; und die gleichen Menschen, die eben noch Countryklänge mitbeklatscht hatten, tanzten jetzt zu HipHop. Schön, wenn es einfach um Musik geht &#8211; und der Stil letztlich weniger wichtig ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Was unglaublich ästhetische Lieder mit wundervollen Texten &#8211; vorgetragen von einer sehr angenehmen Stimme &#8211; angeht, so ist <strong>Caroline d&#8217;été</strong> die Entdeckung der zweiten Hälfte der FrancoFolies. Mit sehr viel Charme und ebenso viel Können zog sie die Zuschauer der &#8220;grünen Bühne&#8221;, auf der die Neuentdeckungen des &#8220;Nouvelle Chanson&#8221; spielten, in ihren Bann und wurde am Ende eines schlicht wundervollen Konzerts zu Recht mit Standing Ovations belohnt. Nicht nur sie selbst, auch ihre wirklich erstklassige Band verdient hier im Übrigen Erwähnung. (Ausführlicheres folgt)</p>
<p style="text-align: justify;">Was die Innenkonzerte angeht, so war in der zweiten Hälfte <strong>Grand Corps Malade</strong> an der Reihe. Und nach den Erfahrungen bei Éric Lapointe und vor allem Marie-Élaine Thibert war ja schon von Anfang an klar, dass es für ihn schwer werden würde, mit seinem Konzert nicht &#8220;auf Platz 3&#8243; (der Innenkonzerte) zu landen. Und so kam es dann auch. Allerdings nicht nur, weil die ersten beiden Konzerte so gut bis überragend waren, sondern auch, weil ihm selbst an diesem Abend nicht alles gelang. So war mancher Song nicht so gut, wie sonst von ihm live gewohnt &#8211; insbesondere mit der Rhythmik gab es doch bei einigen Songs Probleme. Insgesamt blieb aber auch dieses Konzert eine ganz klar positive Erfahrung. Auch wenn es eben nur den dritten Rang von drei Innenkonzerten belegen konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere Entdeckung und &#8220;Liebe auf den ersten Blick&#8221; war <strong>Alecka</strong>. Eine Rockerin, so war uns angekündigt worden. Was aber nur teilweise stimmt. Denn sie rappt auch. Und macht auch Country. Oder scheut sich auch nicht vor Folk-Einflüssen. Sie passt also in keine Kategorie (etwas, das übrigens bei fast allen Konzerten innen wie außen auffiel), sondern wandelt zwischen den Stilen. Und das stilsicher. Und mit einer ansteckenden Energie, so dass auch sie sich ihre Standing Ovations am Ende des Konzerts mehr als nur verdient hatte. Auch hier folgt Ausführlicheres im Juli.</p>
<p style="text-align: justify;">Bleibt als Fazit, dass die FrancoFolies eine sensationell tolle Erfahrung waren, mit garantierter Wiederholung eher früher als später. Und dass auf u-kult.de ab Juli einige bis dahin in Deutschland völlig unbekannte Künstler(innen) vorgestellt werden &#8211; hier darf man sich als geneigter Leser freuen auf:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Alex Beaupain</li>
<li>Éric Lapointe</li>
<li>Melissa Nkonda</li>
<li>Ingrid St-Pierre</li>
<li>Caroline d&#8217;été</li>
<li>Alecka</li>
<li>und schwerpunktmäßig Marie-Élaine Thibert</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Stay tuned!</p>
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		<title>Francofolies: Halbzeit</title>
		<link>http://u-kult.de/blog/2011/06/16/francofolies-halbzeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 14:48:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Pohlmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[in concert & live]]></category>
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		<category><![CDATA[Alex Beaupain]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist das weltgrößte Festival frankophoner Musik, les FrancoFolies de Montréal. Über 250 Konzerte, davon über 150 Konzerte open air und gratis, dazu ein Stelldichein der Stars aller möglichen Musikstile innerhalb der Frankophonie. Gestern war Halbzeit &#8211; u-kult.de ist erstmals vor Ort und konnte jede Menge Eindrücke sammeln &#8211; sowohl von den &#8220;Bezahlkonzerten&#8221; drinnen wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img style="float: left; margin: 3px;" title="Les FrancoFolies de Montréal" src="/media/bilder/frafo.jpg" alt="Les FrancoFolies de Montréal" width="240" height="126" /><em>Es ist das weltgrößte Festival frankophoner Musik, <strong>les FrancoFolies de Montréal</strong>. Über 250 Konzerte, davon über 150 Konzerte open air und gratis, dazu ein Stelldichein der Stars aller möglichen Musikstile innerhalb der Frankophonie. Gestern war Halbzeit &#8211; u-kult.de ist erstmals vor Ort und konnte jede Menge Eindrücke sammeln &#8211; sowohl von den &#8220;Bezahlkonzerten&#8221; drinnen wie auch von den Gratiskonzerten draußen. Bis auf zwei Abende war das Wetter auch &#8220;mehr als perfekt&#8221; &#8211; und so zog das Festival die Besucher in Scharen an. Mit einem Paukenschlag deluxe &#8211; einem Konzert des québecer Rockers <strong>Éric Lapointe</strong> begannen die Saalkonzerte für u-kult.de und eigentlich war da schon klar, dass dieses Konzert kaum zu überbieten sein würde. Wie man sich doch täuschen kann &#8211; denn dann kam <strong>Marie-Élaine Thibert</strong> und stellte alles Dagewesene in den Schatten. Eine Halbzeitbilanz. </em><span id="more-643"></span>Als häufiger Konzertbesucher hat man ja schon so Manches erlebt. Und so will es schon was heißen, wenn das erste Erlebnis auf den FrancoFolies de Montréal gleich ein Staunen auslöste. <strong>Éric Lapointe</strong>, ein Rocker aus dem Québec, gab sich zusammen mit dem <strong>Sinfonieorchester von Montréal</strong> die Ehre eines Konzertes im größten Theatersaal der Stadt. Und rockte in jeglicher Hinsicht die Bühne. Auch als ORSO-verwöhntem Menschen fielen einem hier die interessanten Arrangements und das wundervoll austarierte Zusammenspiel von Orchester, Band und Sänger auf. Eine ausführliche Besprechung folgt hier noch.</p>
<p style="text-align: justify;">Was die Außenkonzerte angeht, so ist ganz klar <strong>Melissa Nkonda</strong> die Entdeckung des Festivals bis hierher. Gleich zweimal an zwei Tagen in Folge stand sie auf der Bühne und begeisterte die Besucher. Zunächst auf einer der Bühnen, auf denen vor allem Nachwuchskünstler und lokale Bands auftreten &#8211; hier füllte und begeisterte sie den Platz im Nu trotz mäßigen Wetters &#8211; tags darauf dann auf der deutlich größeren Bühne für &#8220;urbane Musik&#8221; füllte sie den Platz zwar nicht ganz &#8211; ihr erstes Album ist ja auch erst dieses Jahr in Frankreich erschienen &#8211; aber auch hier war spürbar, dass anfängliche Skepsis sehr schnell einer großen Begeisterung wich. Und dass doch einige vom Vortag wieder gekommen waren &#8211; kein schlechtes Zeichen. Ihren Musikstil anders als mit &#8220;Melissa Nkonda&#8221; zu beschreiben, ist schwer &#8211; es ist eine Mischung aus RnB, Rock, Soul, Pop mit ein paar Prisen Reggae drin. Auf jeden Fall eine aufregende Mischung &#8211; auch hier folgt noch eine genauere Besprechung.</p>
<p style="text-align: justify;">Besondere Erwähnung in Bezug auf die Außenkonzerte verdienen auf jeden Fall auch noch <strong>Annie Blanchard</strong>, die mit ihrer Mischung aus Folk und Country mit einer Prise Rock die Leute in ihren Bann zu ziehen vermochte und <strong>Alex Beaupain</strong>, ein Singer/Songwriter mit einem ganz besonderen Hang zur Poesie und einem Händchen für schöne Melodien und Arrangements. Erstaunlich auch, wie sehr einen <strong>Isabeau et les chercheurs d&#8217;or</strong> begeistern konnte, obwohl die klassische Folk-/Country-Ecke normalerweise nicht unbedingt zu den besonderen Vorlieben des Autors dieser Zeilen gehört. Die größte Überraschung in Bezug auf die Außenkonzerte bot bis dahin die Gruppe von <strong>La Volée d&#8217;Castors</strong> mit ihrer abgefahrenen Musikmischung, die man am Ehesten mit &#8220;Reggae meets The Dubliners&#8221; fassen kann. Als Gruppe aus der Region um Montréal sorgten sie für einen überfüllten Platz mit auffällig jungem Publikum und für eine auffallend gute Stimmung.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dann war da noch das Event schlechthin. Das Konzert, für das auch mehrere Tage danach eigentlich noch die Worte fehlen: <strong>Marie-Élaine Thibert</strong>. Wieder im Theatersaal fiel von Anfang an eine Tontechnik auf, die eine bis dahin nie gesehene (bzw. gehörte) Perfektion an den Tag legte. Dies im Übrigens schon bei der Vor&#8221;gruppe&#8221; <strong>Ingrid St-Pierre</strong>. Nur war´s da noch relativ einfach, denn hier waren nur Stimme, Klavier und drei Streicher auszusteuern. Bei <strong>Marie-Élaine Thibert</strong> war es dann eine vollständige Band plus Streicherquartett und der Ton war besser als auf jeder Live-DVD. Aber nicht nur das, dazu kam eine Live-Stimme von Marie-Élaine Thibert, die wirklich alles bis dahin Gehörte so dermaßen in den Schatten stellte, dass einem Lied für Lied zunächst die Kinnlade runter fiel und man anschließend Standing Ovations spenden wollte. Und mehrfach &#8211; wie der ganze Saal &#8211; auch tat.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Marie-Élaine Thibert</strong> hat eine Stimme, von der man das Gefühl hat, dass sie sich gar nicht aufzeichnen lässt, denn keine Liveaufnahme und kein Album kommt auch nur annährend an das heran, was man hier im Saal erleben durfte. Da fehlt im Vergleich zur Realität auf jeglicher Aufnahme so unglaublich viel. Sensationell beschreibt dieses Konzert nur unzureichend und die Künstlerin auch. Sie ist nicht einfach eine (gute) Interpretin oder eine (gute) Sängerin &#8211; nach dem Konzert bleibt einem nichts anderes zu sagen, als dass man mit ziemlicher Sicherheit die beste Interpretin und die beste Sängerin mit der schönsten Stimme dieses Planeten hat erleben dürfen. Und das hat nichts anderes zur Folge als dass sie Schwerpunkt des Sommers und Herbstes bei u-kult.de sein wird und auch auf (u-)kultradio ab dem Relaunch schwerpunktmäßig vertreten sein wird. Man kann sich hier nur verneigen. (Fotos folgen)</p>
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