Der dritte Block des Finales des Eurovision Song Contests steht nun an, hier treffen nun mit Juliana Pasha aus Albanien und Helena Björk aus Island zwei Interpretinnen mit Songs sehr ähnlicher Stilrichtung aufeinander – deutlich ähnlicher noch als Zypern/Belgien. So dass sich auch hier die Frage stellt, ob das einem oder beiden Beiträgen schaden wird. Geht es nach der Sangeskunst, kann dabei eigentlich nur Juliana Pasha gewinnen – verglichen mit ihr hat Helena Björk noch nicht einmal den “dritten Gang” gefunden, während Juliana im sechsten fährt. Aber der Contest ist unberechenbar – und so könnte es am Ende auch umgekehrt kommen. “Schaun mer mal”, würde ein bekannter Bayer hier wohl sagen. Mit der Georgierin Sofia Nizharadze ist ein erster “Coup de Coeur” der Redaktion dabei – und mit Alyosha aus der Ukraine folgt der zweite (fast) auf dem Fuß.
Nach diesem Block ist auch schon (fast) Halbzeit beim Eurovision Song Contest. Eine spannende Frage dabei wird sein: Schadet es Zypern und/oder Belgien, das sie so nah “aufeinander sitzen”? Zu hoffen ist das nicht. Am Ende des Abends wird man mehr wissen, eines darf man aber hoffen: Dass Weißrussland in diesem Kontext völlig baden geht. Und ein wenig Hoffnung, dass auch Niamh Kavanagh nicht in die Top 10 einzieht, besteht auch noch – immerhin hat sie dieses Mal nicht Slowenien im Vorprogramm. Dafür aber (und daher muss man befürchten, dass sie deutlich weiter vorne landet als es verdient wäre) einen der qualitativ schwächsten Beiträge des Finales. Da wird sie wieder strahlen, ohne selbst etwas dazu tun zu müssen. Nunja, Glück braucht der Mensch eben auch.
Samstag, 21 Uhr, ist es soweit – das Finale des Eurovision Song Contests 2010 in Oslo beginnt. Dabei sein wird dann auch Lena, die von Vorjahressieger Alexander Rybak ebenso zu seiner Favoritin erklärt wurde wie vom dreimaligen Sieger Johnny Logan. Logan meinte im Übrigen zu Recht, dass ein Sieg Lenas für den Contest insgesamt wichtig wäre, würde er doch das Interesse der Plattenindustrie für diesen Wettbewerb wieder entfachen. Ob Europas Telefonstimmen und Jurys dem folgen werden? Schön wäre es ja, aber so richtig kann die u-kult.de-Redaktion nicht daran glauben. Auf einen Einzug in die Top 5 hoffen wir aber dennoch (im Optimalfall). Das wünschen wir im Übrigen auch Armenien, Georgien, der Ukraine und Portugal von Herzen.
Aus dem zweiten Halbfinale gehen (in der gezogenen Reihenfolge) Georgien, die Ukraine, die Türkei, Israel, Irland, Zypern, Aserbaidschan, Rumänien, Armenien und Dänemark ins Finale. Insgesamt zeigte auch die Liveversion, dass das zweite Halbfinale das deutlich stärkere war. Persönliche Entdeckung des Abends war übrigens Alyosha aus der Ukraine, die neben Sofia Nizharadze aus Georgien den Auftritt des Abends hinlegte. Und entgegen mancher Umfrage erreichten beide das Finale – der Auftritt am Abend hat da sicher eine Rolle gespielt. Ein wenig mau kam die große Favoritin Safura aus Aserbaidschan daher, das wirkte doch arg “möchtegern” – fürs Finale reichte es dennoch. Besondere Erwähnung an dieser Stelle auch an InCulto aus Litauen, auch wenn diese das Finale leider verfehlten.
Das erste Halbfinale des Eurovision Song Contests 2010 ist über die Bühne, zehn Finalisten sind gefunden (in der Reihenfolge, in der die Umschläge gezogen wurden): Bosnien-Herzegowina, Moldawien, Russland, Griechenland, Portugal, Weißrussland, Serbien, Belgien, Albanien und Island. Hervorzuheben ist dabei, dass insbesondere Moldawien, Albanien und Portugal ihre Teilnehmer “auf den Punkt fit” hatten und mit richtig starken Auftritten zu Punkten wussten, während die lettische Teilnehmerin Aisha – von u-kult.de zuvor ja besonders gelobt – einen schwarzen Tag erwischte und sich so die Finalteilnahme verbaute. 7 der 10 in der “Poll Of Polls” vorne gesehenen Beiträge sind damit im Finale dabei – von den zehn u-kult.de-Wunschfinalisten immerhin sechs. Den ganzen Artikel lesen »
Vote Armenia! – Dass das zweite Halbfinale deutlich stärker besetzt ist als das erste, ist nicht etwa die exklusive Meinung der u-kult.de-Redaktion (rund 1,5 Notenpunkte im Schnitt besser – trotz zweier “Totalausfälle”), sondern manifestiert sich auch in der “Poll Of Polls”: Die Beiträge des zweiten Halbfinales werden im Durchschnitt (!) ganze fünf Plätze höher eingeschätzt als die des ersten Halbfinales. Mal abgesehen von den Platzierungen innerhalb derer, die sich fürs Finale qualifizieren (sollen), ist sich die u-kult.de-Redaktion in diesem Halbfinale mit den Wettern und Abstimmenden übrigens weitgehend einig – bis auf eine Ausnahme: Während die “Poll Of Polls” Irland im Finale und Litauen draußen sieht, wünscht sich die u-kult.de-Redaktion das Ganze genau umgekehrt. Mit einer punktgenau gleichen Durchschnittsnote wie bei Lettland im ersten Halbfinale wünscht sich fürs zweite Halbfinale (wiewohl mit deutlich geringerem Abstand vor den anderen) die u-kult.de-Redaktion Armenien als Gewinner – so vote Armenia!
Vote Latvia! – Die Songs der beiden Halbfinals sind ja nun alle vorgestellt, jetzt ist es an der Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen: Wie stehen für die Teilnehmer des ersten Halbfinales die Chancen auf eine Qualifikation fürs Finale? Wir haben dazu eine “Poll Of Polls” erstellt und einen Durchschnittswert aus den Fanpolls von “All Kind Of Everything”, “OGAE” und “NDR” sowie der Wettquoten erstellt. Zweite Katze, die aus dem Sack gelassen wird: Wie wertet die 4-köpfige u-kult.de-Jury? (Dass dabei die Note mit der geäußerten Einzelmeinung zum Song nicht übereinstimmen muss, versteht sich von selbst). Doch eines kann man vorweg nehmen – einig mit der “Poll of Polls” ist die u-kult.de-Redaktion eher selten. Sonst wär´s ja auch langweilig. Und in Einem ist sich die u-kult.de-Redaktion für das erste Halbfinale übrigens auch einig: Vote Latvia!
Nach “Un jour d’été” (2004) und “À 20 ans” (2007) legte Amel Bent mittlerweile bereits ihr drittes Studioalbum vor. Wie die erste Single so ist auch das Album mit “Où je vais” betitelt und wie schon beim Vorgänger stammen die meisten der Texte und auch viele Melodien von Amel Bent selbst. Von Beginn an wird beim Hören des Albums klar, dass sich Amel Bent seit dem Vorläufer erneut weiter entwickelt hat, mit noch nicht einmal 25 Jahren kann sie auf drei sehr unterschiedliche Alben verweisen, die dennoch alle drei unverwechselbar “sie” sind. Davor kann man nur den Hut ziehen – ebenso wie vor der Qualität dieses dritten Studiowerks. Den ganzen Artikel lesen »
Fünf Songs noch, dann ist das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contests 2010 vorbei. Und – bis auf die Beiträge der “Big 4″ und des Gastgeberlandes kennen die TV-Zuschauer dann alles, was dieses Jahr im Angebot ist. Und auch unter den letzten fünf Songs sind noch einige durchaus beachtenswerte Beiträge, man mag fast sagen alle fünf (vielleicht Bulgarien mit Abstrichen) – und so zeigt sich (nochmals), weshalb das zweite Halbfinale allgemein als das “härtere” angesehen wird. Mal sehen, ob sich das dann auch auf der Bühne so zeigt, denn manch ein Song wirkt auf der Eurovisionsbühne ganz anders als im Video – das kann sowohl ins Positive als auch ins Negative ausschlagen. Genug Spannung, genug Redestoff – die u-kult.de-Redaktion wünscht jedenfalls allen Fans einen (insbesondere musikalisch) schönen Abend am 27. Mai 2010.
Einige Top-5-Kandidaten für den Eurovision Song Contest (glaubt man Fanpolls und Wetten) sind bereits durch, die ganz große Favoritin aber eröffnet den zweiten Teil des zweiten Halbfinales: Die junge Aserbaidschanerin Safura. Bei “All-Kinds-Of-Everything” ebenso wie bei William Hill hat sie Lena als Favoritin auf den Gesamtsieg mittlerweile klar hinter sich gelassen, was insofern schon verständlich ist, als es eine sehr große Ausnahme wäre, würde jemand den Song Contest gewinnen, der nicht bereits im Halbfinale aufgetreten ist. Songs, die das Publikum mag ziehen beim zweiten Mal Sehen (Hören) eben doch meist noch besser – und gerade “Satellite” hätte eine Halbfinalteilnahme gut getan, wird der Song doch immer besser, je häufiger man ihn hört. Aber zurück zu den nun folgenden sechs Teilnehmern, hier ist sicher Niamh Kavanagh besonders zu erwähnen, die den Contest 1993 bereits gewinnen konnte. Damals, als noch dreimal so viele Zuschauer vor den Bildschirmen saßen – und Irland auf Seriensieg getrimmt war…