Zwei Tage nach dem ersten Halbfinale kann man dann endlich sagen “Jetzt geht´s los” – in Bezug auf den Eurovision Song Contest 2010. Denn im zweiten Halbfinale am Donnerstag sind dann die Schwergewichte zu sehen – die große Konkurrentin (glaubt man Fanpolls und Buchmachern) auf den Sieg für Lena Meyer-Landrut und andere hoch gewettete und gestimmte Beiträge. Und – ja – im zweiten Halbfinale muss man dann qualitativ zumindest akzeptable – teils sogar richtig gute – Songs auch nicht mehr mit der Lupe suchen. Es beginnt also, Spaß zu machen – dramaturgisch natürlich nicht ganz ungeschickt, gegenüber den Teilnehmerländern in diesem zweiten Halbfinale aber nicht gerade fair, denn auch hier werden sich nur zehn Songs durchsetzen und ins Finale kommen. So oder so: Das zweite Halbfinale ist auf jeden Fall sehenswert, so viel sei an dieser Stelle schon einmal vorweg genommen.
Fünf Songs noch, dann ist das schwächste Halbfinale aller Zeiten beim Eurovision Song Contest zu Ende. Gottlob, mag man da sagen. Und wirklich verpassen wird auch niemand etwas, der bereits vor dem letzten Drittel ins Bett geht – da bleibt nur die Hoffnung auf gute Interval Acts, aufs zweite Halbfinale und aufs Finale. Hier warten griechische Langweiler (same procedure as every year), Adoro für Arme aus Weißrussland und Isländischer Dancefloor, der Dieter Bohlen stolz machen würde, auf den geneigten Zuschauer. Hoffen wir, dass manch Song live einfach drastisch besser wirkt – das ist ja nie ganz ausgeschlossen… Den ganzen Artikel lesen »
Im ersten Drittel des ersten Halbfinales des Eurovision Song Contests war bis auf den slowakischen Beitrag keiner der Favoriten für eine Top-Platzierung zu sehen und hören – im zweiten Drittel sind immerhin bereits zwei nicht ganz hinten gesehene Beiträge dabei. Womit wir nach zwei Dritteln immerhin drei Songs gesehen und gehört haben werden, die nicht für die letzten 10 Plätze des Finales (oder gar für ein Steckenbleiben im Halbfinale) gewettet sind. Das liegt daran, dass das erste Halbfinale nach allgemeiner Einschätzung das deutlich schwächere Feld an Songs bietet – wer´s positiv sehen mag, kann darin eine geschickte Dramaturgie (“Es wird auf´s Finale zu immer besser”) sehen oder es aus der Lena-Perspektive betrachten: Echte Konkurrenz war – jedenfalls qualtiativ betrachtet – unter den ersten sechs Songs ebensowenig dabei wie dies unter den hier vorgestellten sechs Songs der Fall ist.
Noch rund eine Woche wird ins Land gehen, dann ist es wieder soweit – das größte Fernsehereignis (gemessen an der Gesamtzuschauerzahl) nach Fußball-WM und Olympia: Der Eurovision Song Contest 2010. Nach Alexander Rybaks Erfolg im vergangenen Jahr wird dieses Mal Oslo die Gastgeberstadt sein. Deutschland – das mit “Unser Star für Oslo” Lena als Teilnehmerin fand, greift wie immer erst im Finale ins Geschehen ein und erstmals seit Bestehen dieser Seite kann sich auch die u-kult.de-Redaktion dem “Daumen drücken für den eigenen Beitrag” nicht entziehen – und will das auch gar nicht. Also ist dies ein erster Blick auf die ersten sechs Konkurrenten – die weiteren Teilnehmer folgen nach und nach in den kommenden Tagen. Ist jemand dabei, der Lena – in den Wettbüros immerhin zwischen Rang 1 und 3 gelistet – qualitativ gefährlich werden kann? Das kann nur jede/r selbst entscheiden… Die ganz objektiv-subjektive Meinung einzelner u-kult.de-Redakteure werden wir aber dennoch kund tun…
Yutz (bei Metz), 1. Mai 2010. Festival “EuphorYques” – Hauptattraktion des Abends: Ein Konzert von Amel Bent, 2004 Drittplatzierte beim “Nouvelle Star” (der französischen Version von “Deutschland sucht den Superstar”, auch wenn das nur oberflächlich zutrifft). Nach drei Alben, die alle in die Top 10 Frankreichs kamen, gehört sie mittlerweile zu den etablierten Künstlerinnen in Frankreich – und unter diesen zu Recht zu denen, die die meiste Faszination verbreiten, wie sie auch an diesem Abend vor 5000 Leuten zwischen fünf und 50 Jahren unter Beweis stellte.
Die beiden “Aufgalopp-Shows” zu “Unser Star für Oslo” sind vorbei – und was bleibt, sind zehn Künstlerinnen und Künstler, die jede(r) auf ganz eigene und unverwechselbare Weise die Menschen zu berühren im Stande ist. Für das, was man gemeinhin von Castingshows in unseren Breiten gewohnt ist, mag das schon nach einem Überschuss an Talenten klingen, denn eines haben alle zehn, die noch im Rennen sind, Deutschland beim Eurovision Song Contest 2010 in Oslo zu vertreten, gemeinsam: Sie alle stecken alle bisherigen Sieger von DSDS locker in die Tasche. Deshalb ist “Unser Star für Oslo” für Musikliebhaber schon jetzt ein Erfolg – und deshalb sollte dieses Mal auch in Deutschland machbar sein, was man ansonsten eher aus der Star Academy in Frankreich kennt: Dass am Ende nicht der Sieg Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg ist, sondern die Teilnahme (und ein “Möglichst-Weit-Vorstoßen” im Wettbewerb) bereits ausreichen, um für einen kräftigen und nachhaltigen Karriereschub zu sorgen. So lässt sich auch noch niemand ausmachen, der oder die so weit vorne zu sehen wäre, dass man bereits von einer klaren Favoritenstellung sprechen könnte, auch wenn Lena Meyer-Landrut, Maria-Lisa Straßburg, Meri Voskanian, Leon Taylor und Christian Durstewitz nach den ersten beiden Shows vielleicht leicht vor den anderen zu sehen sind. Aber eben nur leicht – so leicht, dass sich das bereits am kommenden Dienstag wieder ändern kann. Den ganzen Artikel lesen »
Es geht also doch – Stefan Raab sei Dank. Deutschland hat mit “Unser Star für Oslo” eine Castingshow, die diesen Namen auch verdient. Ein musikalischer Wettstreit, bei dem es um Musik – und nur um Musik – geht. Mit Kandidatinnen und Kandidaten, die durch die Bank zumindest sehr gute Ansätze erkennen ließen und einer Jury, die (wie sie nicht müde wurde zu betonen) auf sehr hohem Niveau Kritik anbrachte.
Bereits 2007 hat u-kult.de ein Album als “Album des Jahres” ausgezeichnet – im vergangenen Jahr fiel dies mangels Masse und wegen fehlender Begeisterung für eines der uns zugesandten Werke flach, dafür hätten wir 2009 mehrere Kandidaten für diesen Preis gehabt – und am Ende entschied es sich zwischen Meng Tians “New Start” und Kaye-Rees “Endless Melody“. Und nach langer Diskussion haben wir uns dazu entschieden, “Endless Melody” als unser Album des Jahres 2009 zu wählen. Denn von den ersten Schnipseln ab, die (uns) davon bekannt waren bis zum Liveauftritt begeisterte uns Kaye-Ree durchgehend. Den ganzen Artikel lesen »
“Jazz ohne Stress” heißt eine dienstägliche Veranstaltungsreihe im Freiburger Gasthaus “Waldsee“. Oftmals sind dort Acts zu Gast, die kurz zuvor oder kurz danach auch im berühmten Basler Jazztempel “the bird´s eye jazz club” Auftritte haben oder hatten. So gilt das auch für “Schneeweiss und Rosenrot“, die sich gestern im “Waldsee” die Ehre gaben und dort zeigten, dass “Jazz ohne Stress” nicht etwa mit Dudelmusik gleichzusetzen ist. Sonden – jedenfalls in diesem Fall – mit ganz viel Kreativität und ungewohnten Klängen und Klangfarben. Klangfarben deluxe also. Den ganzen Artikel lesen »
Am vergangenen Wochenende gastierte das Musical Cléopâtre – la dernière reine d’Egypte im Zénith in Strasbourg. Kurz vor dem Ende der Tournee durch Frankreich im Dezember (ab 14. Januar 2010 wird das Stück wieder fest in Paris zu sehen sein) gab es somit also auch für deutsche Musicalfans die Gelegenheit, das Ganze ohne allzu großen Anreiseweg anzusehen. Zu sehr fairen – in Frankreich üblichen – Preisen wurde ein Spektakel geboten, das sich vom normalen Musical in unseren Breiten kräftig abhebt. Und für die Hauptdarstellerin, Sofia Essaïdi, einen kräftigen Karriereschub bedeuten dürfte. Den ganzen Artikel lesen »